
- Damian Schwickerath, Trierischer Volksfreund
Fragebogen 08/2006
Was war für Sie im Juni die wichtigste Nachricht und warum?
Endlich, die WM geht los! Das war nicht zu toppen. Und es war ja auch ein wunderbares, buntes, fröhliches Fest.
Worüber haben Sie sich in den Medien am meisten geärgert?
Über die absolut niveaulosen und unsäglichen Polenwitze der Bild-Zeitung am Tage der Begegnung Polen gegen Deutschland. Ich begreife nicht, wie verantwortliche Zeitungsmacher auf eine solche Idee kommen können. Das war unter aller Kanone.
Welche Geschichte in Ihrem Blatt war besonders gelungen?
Der gesamte Komplex rund um die Fußball-WM – angefangen bei der hervorragend gemachten Beilage bis hin zur aktuellen Berichterstattung. Das ist schon allererste Sahne, was meine Kollegen da auf die Beine stellen.
Welche Story sorgte jüngst für den größten Wirbel bei den Lesern?
Das war sicher unsere Berichterstattung zu den Umweltproblemen im Trierer Hafen. Da haben wir im besten Sinne als Anwalt unserer Leser für Druck bei Behörden und Firmen gesorgt.
Was ist derzeit der wichtigste Trend im Lokaljournalismus?
Citizen Journalism, Crossmedia und die bei manchen Zeitungsleuten zu Unrecht als verstaubt geltende sublokale Berichterstattung. Die kommt wieder, da bin ich ganz sicher. Wir gehen diesen Weg konsequent und die Resonanz ist ausgesprochen positiv.
Woher holen Sie sich morgens Ihre ersten Informationen?
Aus dem Radio.
Schalten Sie ihr Handy auch mal ab?
Sehr selten.
Von welcher Story träumen Sie noch heute schlecht?
Von keiner, ich habe einen gesunden Schlaf. Ein Alptraum für manchen Weinkenner war allerdings meine erste Geschichte über Wein, die ich als blutjunger Volontär und eingefleischter Biertrinker 1981 im Frankenland verbrochen habe.
Worauf könnten Sie bei Ihrer Arbeit am ehesten verzichten?
Auf Sätze wie „Das war schon immer so“ oder „Das haben wir noch nie gemacht.“
Das schönste Kompliment für einen Zeitungsmacher ist?
Die Auflage stimmt. Alle anderen Komplimente kommen dann ganz von allein.
Ich lese die drehscheibe, weil...
... da zwar meistens auch keine neuen Themen drin stehen, aber immer wieder neue und spannende Blicke auf interessante Themen geworfen werden.
Damian Schwickerath
ZEITUNG: Trierischer Volksfreund
POSITION: Stellvertretender Chefredakteur
GEBOREN: 1957
WERDEGANG: Abitur 1977, Zeitsoldat. Zwei Jahre Studium in Münster und Trier. Von 1981 bis 1983 Volontär bei den Fränkischen Nachrichten in Tauberbischofsheim, danach dort Redakteur. Seit 1987 beim Trierischen Volksfreund, zunächst in der Kreisredaktion Bitburg, dann Lokalchef in Trier, CvD. Seit 2003 stellvertretender Chefredakteur.
PRIVAT: Liiert, drei Töchter
HOBBYS: Krimis in gedruckter Form und im Fernsehen, Tatort-Fan, Walken und Wühlen im Garten.
TELEFON: (0651) 7199-411
E-MAIL: d.schwickerath@volksfreund.de
BLOG: http://route51.blog.intrinet.de/


