Newsdesks

„Noch sind die Themen zu sehr von Print dominiert“

von drehscheibe-Redaktion

Wir wollten wissen:
  1. Wie bewerten Sie Raues Thesen?
  2. Welches Newsroom-Konzept verfolgt Ihr Verlag? (kurz skizziert)
  3. Wie sind die Erfahrungen damit?

1. Paul Josef Raue stößt eine sinnvolle Debatte an, weil es immer notwendig ist darüber zu sprechen, wie wir bessere Ergebnisse erreichen können. Am Ende des Tages ist der Desk eine Art Hülle, die uns einen Rahmen bietet – für kommunikativeres, qualitätsvolleres und kreativeres Arbeiten an unseren journalistischen Produkten. Der Rahmen muss durch eine bestimmte Haltung mit Leben erfüllt werden. Wie lokal der Desk tickt, hängt also von den Menschen ab, die an ihm sitzen. Nach meiner Meinung braucht es eine Antwort auf die Frage: „An welcher Stelle im Produkt ist lokaler Inhalt marktrelevant?“

2. Wir haben einen zentralen Desk, an dem Deskchef, Ressortleiter (Blattmacher), Onliner, Producer (Seitenproduktion) und (ab 1.Oktober) ein Grafiker sitzen. Das Ziel ist, jeden Tag lokale Themen digital zu spielen und auf der  Seite 1 möglichst aufzumachen. Im Fokus jeder Planungsrunde (Wochenkonferenz, Tageskonferenzen) steht die lokale Top-Story.

3. Die Produktion für Print funktioniert reibungslos. Noch aber ist es so, dass die Themen zu sehr von Print dominiert werden. Hier besteht Entwicklungsbedarf, weniger produktbezogen und stärker themenbezogen zu arbeiten.

Kontakt

Jost Lübben
Chefredaktion
Nordsee-Zeitung

Veröffentlicht am

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