Best Practice

Wenn der Ernstfall eintritt

von drehscheibe-Redaktion

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Angesichts der Zunahme von Kriegen in der Welt schaut sich eine Redakteurin an, wie gut eine Kommune und die Region auf Katastrophen vorbereitet sind.

Idee

Deutschland stehe beim Thema Zivilschutz im Kriegsfall blank da, konstatierte im März 2025 der Generalsekretär des Deutschen Roten Kreuzes, Christian Reuter. Kurze Zeit später schaute sich Laura Lindemann von der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung die Lage in der Metropolregion Rhein-Ruhr am Beispiel der Stadt Bochum genauer an. „Über unsere Community haben wir erfahren, dass in der Bevölkerung aufgrund multipler Krisen große Verunsicherung herrscht. Deshalb haben wir uns das genauer angeschaut“, erklärt die Politik­redakteurin.
Konzept Ziel war es, zu veranschaulichen, wie Kommunen auf einen Ernstfall vorbereitet sind. Da dem Ruhrgebiet im Kriegsfall eine Schlüsselrolle als Drehscheibe für militärische Logistik zukomme, wie Lindemann betont, ordnete sie das für viele abstrakte Szenario auch noch für die gesamte Region ein.

Recherche

Zur Vorbereitung las Lindemann das sogenannte Grünbuch über Maßnahmen im Fall einer militärischen Konfrontation in Deutschland (siehe Link), aus dem sie auch in ihrem Artikel zitiert. Zur Einordnung des komplexen Sachverhalts sprach sie zudem mit dem Krisenmanager der Stadt Bochum, einem Oberstleutnant vom Landeskommando in Nordrhein-Westfalen und einer Expertin für Katastrophenschutz beim Städtetag des Bundeslandes. Deren Fazit lautet, dass Städte auf längere Stromausfälle oder Überschwemmungen gut vorbereitet seien, jedoch für einen Kriegsfall neue Bunker und eine bessere Ausstattung vorhandener Schutzräume und Bahnhöfe benötigt würden.
Schwierigkeiten „Für die Kommunen war es nicht einfach, über mögliche Szenarien zu sprechen“, erzählt Lindemann. Zum einen sollen die Menschen nicht verunsichert werden, zum anderen sollen nicht alle Informationen nach außen dringen.

Umsetzung

Der Artikel erschien im Wochenendteil als Schwerpunkt in Print und digital. Daneben wurde ein Interview einer Kollegin platziert, in dem ein Klinikvorstand darüber berichtet, wie gut die Krankenhäuser der Region im Kriegsfall ausgerüstet sind. Für die Online-Umsetzung schrieb Lindemann noch ein Service-Stück mit Tipps, welche Dinge Menschen für den Ernstfall zu Hause haben sollten.

Link

Zum Grünbuch

Laura Lindemann

ist Politikredakteurin der WAZ.

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