dpa-News-Tipp

Aller Anfang wird schwerer

von Jan-Malte Wortmann

Ein humanoider Roboter und eine Frau arbeiten gemeinsam in einem Büro.
Nimmt die KI bald allen den Job weg? Ihre Auswirkungen sind zumindest schon zu spüren. (Foto: AdobeStock/StockPhotoPro)

Am 12. August 2026 meldet die dpa: Für junge Menschen wird der Einstieg ins Berufsleben weltweit schwieriger. Gründe seien das schwache Wirtschaftswachstum, eine zurückhaltende Einstellungspolitik, geopolitische Spannungen und der rasche technologische Wandel, berichtet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Künstliche Intelligenz (KI) erschwere die Einstiegschancen.

Gerade Jobs, über die viele junge Menschen bislang ins Berufsleben einstiegen, könnten sich durch Automatisierung und generative KI besonders schnell verändern. Die ILO nennt kaufmännische und administrative Tätigkeiten, Jobs im Verkauf und im Dienstleistungsbereich sowie Stellen in der Produktion und in einigen technischen Berufen. Einige der Jobs blieben zwar, stellten aber neue Anforderungen. Gefragt seien deshalb digitale Kenntnisse, die Fähigkeit zur Kontrolle von KI-Ergebnissen und ein Verständnis dafür, wann menschliches Urteil notwendig bleibt. Gleichzeitig wachse die Nachfrage in wissensintensiven technischen Berufen weiter, etwa in Naturwissenschaften, Ingenieurwesen, Gesundheitswesen sowie Informations- und Kommunikationstechnologien.

 

Aus dem Lokalen:

  • Der Zürcher Tages-Anzeiger wertet eine Studie aus, die das Risiko, durch eine KI ersetzt zu werden, für knapp 400 Berufe bewertet. Die Ergebnisse werden als interaktive Grafik dargestellt. Zum Beitrag.
  • Die Augsburger Allgemeine schaut sich die Lage in Bayern genauer an und spricht mit einem Arbeitsmarktforscher über die Einstiegschancen junger Menschen. Zum Beitrag.
  • Die Allgemeine Zeitung aus Mainz legt dar, in welchen Bereichen die meisten Menschen in der Region arbeiten und welche besonders von KI-Automatisierung bedroht sind. Zum Beitrag (Paywall).
  • In der Neuß-Grevenbroicher Zeitung (Neuss) gibt ein Unternehmensberater Tipps für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich wegen KI Sorgen um ihren Job machen. Zum Beitrag (Paywall).
  • Die Frankfurter Rundschau spricht mit mehreren Experten darüber, ob KI-gestützte Roboter in Zukunft auch Arbeiten in der Pflege oder im Handwerk übernehmen werden. Zum Beitrag.
  • Der Gießener Anzeiger berichtet von einem Vortrag zu „Female Empowerment und Networking“, bei dem die Veränderungen durch KI eine prominente Rolle spielten. Zum Beitrag.

 

drehscheibeTipps:

  • Umfrage unter Studierenden und Auszubildenden: Sorgen Sie sich wegen KI um ihre berufliche Zukunft? Haben sie einen Plan B? Dazu nachgefragt bei Ausbildungsbetrieben und Hochschulen: Bemerken sie, dass sich der Arbeitsmarkt verändert hat? Erhalten manche Berufe mehr oder weniger Zulauf?
  • Gespräche mit Unternehmen aus der Region: Wie verbreitet ist KI mittlerweile in ihrem Arbeitsalltag? In welchen Bereichen wird sie eingesetzt? Wie schulen sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
  • Rechnungen schreiben, Kunden anrufen, Kartoffeln schälen: Menschen aus verschiedenen Berufen erklären in kurzen Statements, welchen Teil ihrer Arbeit gerne eine KI übernehmen könnte.
  • Mitglieder der Redaktion erzählen, inwiefern sie selbst KI bei der Arbeit verwenden. Wo kann sie unterstützen, wofür ist sie noch weniger geeignet? Können sie den Leserinnen und Lesern Tipps für einen kritischen und aufgeklärten Umgang mit KI mitgeben?

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