dpa-News-Tipp

EU beruft Brexit-Sondergipfel ein

von Friederike Deichsler

Am 25. November diskutieren EU-Staats- und Regierungschefs über den Brexit-Entwurf. (Foto: Fotolia/Pixelbliss)
Am 25. November diskutieren EU-Staats- und Regierungschefs über den Brexit-Entwurf. (Foto: Fotolia/Pixelbliss)

Die dpa berichtet am 15. November 2018: Nach dem Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen hat EU-Ratspräsident Donald Tusk einen Sondergipfel einberufen, um den Austrittsvertrag der Europäischen Union mit Großbritannien unter Dach und Fach zu bringen. Das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs solle am 25. November in Brüssel stattfinden, teilte Tusk am Donnerstagmorgen mit.(...) Die EU und Großbritannien hatten Anfang der Woche nach eineinhalbjährigen Verhandlungen einen Austrittsvertrag fertiggestellt, der einen geordneten Austritt am 29. März 2019 und eine knapp zweijährige Übergangsfrist bis Ende 2020 vorsieht. Nach einer sehr langen Debatte sicherte sich die britische Premierministerin Theresa May am Mittwochabend die Zustimmung ihres Kabinetts. Damit ist aus Sicht der EU die Voraussetzung für den Sondergipfel gegeben. (...) In London geht jedoch die Zitterpartie für May weiter. Sie stellt den 585 Seiten starken Vertragsentwurf im Parlament in London vor – und muss sich auf heftigen Gegenwind einstellen. Die Regierungschefin dürfte größte Schwierigkeiten haben, für den Deal eine Mehrheit im Unterhaus zu finden, das den Vertrag später ratifizieren muss.


drehscheibeTipps:

  1. Umfrage in der Fußgängerzone: Glauben die Menschen noch an einen geordneten Brexit?
  2. Besonders Unternehmen fürchten einen harten Brexit ohne Abkommen. So berichtete etwa Die Rheinpfalz in diesem Beitrag. Die Redaktion fragt bei Firmen und der Handelskammer nach: Bedeutet der aktuelle Vertragsentwurf bereits Entspannung? Welche Auswirkungen hätte ein geordneter Austritt Großbritanniens dennoch?
  3. Eine in der Region lebende Britin, die die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt hat, stellen die Nordbayerischen Nachrichten vor. Hier geht es zum Artikel. Dazu: Was halten Briten in der Region von den Verhandlungen? Wie stehen sie zum Entwurf?
  4. Dass die EU unseren Alltag mehr beeinflusst, als wir denken, zeigt die Stuttgarter Zeitung in einer Reportage. Hier ist sie zu finden. Dazu: Ein Reporter erklärt, wie sich Entscheidungen auf EU-Ebene auf das Leben in der Region auswirken.


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