dpa-News-Tipp

Reinigungskräfte vielerorts kaum zu finden

von Katharina Dodel

Reinigungskräfte sind schwer zu finden. (Foto: Fotolia/natali_mis)
Reinigungskräfte sind schwer zu finden. (Foto: Fotolia/natali_mis)

Die dpa berichtet am 16. Juli 2019: Katharina Seidenstücker hat es aufgegeben. „Ich habe monatelang eine Putzfrau gesucht, die sich anmelden lässt. Aber das kannst du vergessen“, erzählt die Mutter von drei kleinen Kindern frustriert. Natürlich hat sie irgendwann auch darüber nachgedacht, eine Reinigungskraft schwarz zu beschäftigen. „Aber das widerspricht unserem Wertekonzept.“ Davon abgesehen ist im Raum München selbst ohne Anmeldung und bei überdurchschnittlicher Bezahlung derzeit kaum noch eine Putzhilfe zu finden – der Markt ist bundesweit ziemlich leergefegt. So mancher Suchende lässt sich deshalb trotz eines unguten Gefühls auf unlautere Abrechnungsmodelle ein, um überhaupt jemanden zu bekommen. (...)

drehscheibeTipps:

  1. Porträt einer Putzkraft mit zahlreichen Haushalten: Warum macht er/sie diesen Job? Warum wollen ihn so wenige machen? Worauf kommt es an? Dazu: Porträt einer Familie, die händeringend nach einer Haushaltshilfe sucht. 
  2. Jobs, die niemand machen will: Immer mehr handwerkliche oder dienstleisterische Berufe verschwinden, da es niemanden gibt, der sie ausführen will. Wohin führt das? Ein Soziologe/eine Soziologin und ein Wirtschaftswissenschaftler/eine -wissenschaftlerin im Gespräch.
  3. „Eine ehrliche Haushaltshilfe zu finden, ist unmöglich“: Es ist viel Vertrauen nötig, wenn es darum geht, einer fremden Person den Hausschlüssel zu überlassen. Wie erkennt man, wer ehrlich ist und wer nicht? Ein Verhaltensforscher gibt Tipps.
  4. „Suche Putzkraft“: Die Redaktion ruft Leserinnen und Leser, die eine Putzkraft suchen, auf, sich zu melden. In einem Steckbrief werden die Eckdaten des Jobangebots (Bezahlung, Arbeitszeit, Stadtbezirk) aufgelistet. Interessierte melden sich bei der Zeitung.
  5. Selbstversuch: Eine Redakteurin/ein Redakteur arbeitet zwei Wochen lang als Putzkraft für eine Familie. Zweimal die Woche für etwa zwei oder drei Stunden schaut er oder sie nach dem Rechten. In einer Kolumne berichtet die Journalistin/der Journalist darüber. Wie ist es, den Schlüssel zu einer fremden Wohnung zu haben, in einem fremden Privathaushalt allein zu sein oder den Dreck anderer wegputzen zu müssen?
  6. Do it yourself: Eine sehr erfahrene Putzkraft gibt zehn Tipps, wie sich das Zuhause mit wenigen Handgriffen ordentlich halten lässt. Wie lässt sich Unordnung vermeiden? Welche Putzmittel/Haushaltsmittel sind die besten? Wie kann Putzen Spaß machen?

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