dpa-News-Tipp

Schon fünf rechtswidrige Abschiebungen

von Katharina Dodel

Justizia. (Foto: Fotolia/AA+W)
Die Behörden haben im laufenden Jahr bereits fünf Ausländer rechtswidrig abgeschoben. (Foto: Fotolia/AA+W)

Die dpa berichtet am 17. August 2018: Die Behörden haben im laufenden Jahr bereits fünf Ausländer rechtswidrig abgeschoben. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine schriftliche Frage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Margarete Bause hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. In allen Fällen seien „die erforderlichen Verwaltungsakte noch nicht vollziehbar“ gewesen, schreibt das Ministerium. Die Zahlen beziehen sich auf den Stand vom 8. August. Seitdem gab es noch einen Abschiebeflug nach Afghanistan. (...)

drehscheibeTipps:

  1. Abgeschoben: Wie viele Asylbewerber haben sich seit 2015 im Landkreis registriert und wie viele wurden seither abgeschoben?
  2. Die Redaktion porträtiert einen Migranten, der kurz vor seiner Abschiebung steht. Warum muss er gehen? Wie wurde sein Fall überhaupt geprüft? Wie geht es ihm? Dazu: Die Redaktion spricht mit engagierten Bürgern, die sich gegen Abschiebungen einsetzen bzw. sich bereits gegen eine Abschiebung eingesetzt haben. Warum machen sie das? Was treibt sie an? Hatten sie Erfolg?
  3. Die Süddeutsche Zeitung berichtet über einen türkischen Jungen der nach deutschem Gesetz in ein türkisches Waisenhaus abgeschoben werden müsste, weil er keine Eltern mehr hat. Das Jugendamt der Stadt München sieht sich in der Pflicht, mit Hilfe eines Anwalts gegen die Entscheidung des Ausländeramtes zu kämpfen. Würde das Kind als „Härtefall“ gelten, ließe sich eher eine Nische im Gesetz finden. Hier geht's zum Artikel.
  4. Artikel der Sächsischen Zeitung über die Situation einstiger DDR-Vertragsarbeiter aus Vietnam: Am Beispiel zweier Familien, die in Pirna leben, wird der schwierige Weg in die neue deutsch-deutsche Realität beschrieben: Im Einigungsvertrag schlicht vergessen, drohte vielen Vietnamesen die Abschiebung, da die Arbeitsplätze wegbrachen. Viele versuchten den Weg in die Selbständigkeit, andere gerieten in die Fänge der Zigaretten-Mafia. Sie leben meist zurückgezogen und werden von den Einheimischen nicht geliebt. Und doch bleiben sie in Deutschland, weil ihre Heimat ihnen über die Jahre ebenso fremd geworden ist. Hier geht's zum Artikel.


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