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Unfallforscher warnen vor teilautomatisiertem Fahren

von Katharina Dodel

Schild warnt vor selbstfahrenden Autos. (Foto: fotolia/nmann77)
Schild warnt vor selbstfahrenden Autos. (Foto: fotolia/nmann77)

Die dpa berichtet am 24. Januar 2018: Bundesweit hat die Polizei im Jahr 2016 mehr als 2,5 Millionen Verkehrsunfälle erfasst, bei denen Sachschaden von gut 34 Milliarden Euro verursacht wurde. Wenn Autos künftig vollautomatisch fahren, kann dies nach Einschätzung von Experten zu einer deutlichen Senkung der Unfallzahlen und einer drastischen Verminderung der Schadenssumme führen. „Kurzfristig darf man sich allerdings nicht zu viele Hoffnungen machen“, warnt der Unfallforscher Siegfried Brockmann zum Auftakt des 56. Verkehrsgerichtstags am Mittwoch. „Denn bis Autos wirklich vollautomatisch fahren, wird es noch lange dauern“, sagt Brockmann. Teilautomatisiertes Autofahren dagegen, bei dem die Fahrer das Fahrzeug überwachen müssen, werde es schon bald geben. Dabei sehe er jedoch große Risiken, sagt der Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Nach Ansicht des ADAC ist derzeit allerdings unklar, was die Nutzer hoch- und vollautomatisierter Fahrfunktionen während der Nutzung tun dürfen beziehungsweise zu unterlassen haben – etwa mit dem Tablet im Internet surfen, Zeitung lesen oder schlafen. „Die Nutzer benötigen Rechtssicherheit“, sagt der Verkehrsjurist Markus Schäpe.

drehscheibeTipp:

Tipp 1: Reportage aus einem autonom fahrenden Auto: Wie fährt sich's ohne Fahrer?

Tipp 2: Hörbücher, Musik, telefonieren, rauchen: Was machen Sie während der Autofahrt?

Tipp 3: Genial oder unheimlich: Würden Sie in ein autonom fahrendes Auto einsteigen?

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