dpa-News-Tipp

Videotheken schließen reihenweise

von Katharina Dodel

Große Auswahl in den Videotheken. (Foto: Fotolia/FSEID)
Große Auswahl in den Videotheken. (Foto: Fotolia/FSEID)

Die dpa berichtet am 23. Oktober 2018: Der Kunde ist entsetzt. „Dreißig Jahre – und jetzt macht ihr dicht?“, fragt der Endvierziger die Mitarbeiterin einer Videothek in Köln. Die nickt wortlos. Der Kunde geht die Regale entlang, jede DVD kostet einen Euro – nicht pro Verleihtag, sondern zum Kauf. (...) Das Beispiel der Kölner Ausleih-Filiale der Kette Videotaxi ist kein Einzelfall – bundesweit macht eine Videothek nach der anderen dicht. Die Firmen selbst halten sich mit Erklärungen zurück – von Videotaxi heißt es, man könne derzeit keine Fragen beantworten. Video World äußert sich ebenfalls nicht auf Anfrage. (...) Gesamtzahlen zur Branche gibt es vom Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland (IVD). Der Abwärtstrend ist rasant: Die Kundenzahl sank den Angaben zufolge von 2015 bis 2017 von 4,8 auf 2,6 Millionen, die Vermietvorgänge für Spielfilme brachen um mehr als die Hälfte von 68 auf 31 Millionen jährlich ein.

drehscheibeTipps:

  1. Redakteure des Mannheimer Morgens besuchen für die Sommerserie „Heute wie gestern“ Orte, an denen die Zeit scheinbar stehengeblieben ist. Im Fokus stehen dabei Orte, die sich den Charme des Vergangenen bewahrt haben, wie ein altes Kino, ein Wasserkraftwerk, ein Pumpwerk oder eine Videothek. In den Texten verknüpfen die Autoren das Gewesene mit der Gegenwart zu einem historischen Ortsporträt. Hier geht es zum Artikel.
  2. Gibt es im Verbreitungsgebiet noch Videotheken? Ein Redakteur verbringt einen Abend in der Videothek und spricht mit Menschen, die dorthin kommen beziehungsweise dort arbeiten.
  3. Schmuddelig oder kultig – vielen Videotheken eilt ein Ruf voraus, für andere ist es ein Ort aus der Jugend. In einer Videoumfrage lässt die Redaktion Passanten erzählen, was ihnen beim Stichwort Videothek einfällt.
  4. Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit. Jeder Redakteur notiert, womit er Videotheken verbindet und gibt Anekdoten aus der Jugend wieder.
  5. Netflix, Amazon Prime, iTunes: Längst lassen sich Filme bequem von zu Hause aus streamen. Kennen Jugendliche heutzutage Videotheken überhaupt? Nachgefragt. Dazu: Wie viel Zeit verbringen sie mit Filmen und Serien? Was ist ihre Lieblingsserie?


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