dpa-News-Tipp

Zölibat ein Grund für Missbrauchsvertuschung?

von Katharina Dodel

Die Katholische Kirche steht in der Kritik. (Foto: Fotolia/wideonet)
Die Katholische Kirche steht in der Kritik. (Foto: Fotolia/wideonet)

Die dpa berichtet am 25. September 2018: Die katholische Reformbewegung „Wir sind Kirche“ sieht in der Verpflichtung der Priester zur Ehelosigkeit einen Grund für die jahrzehntelange Vertuschung sexuellen Missbrauchs auch in der deutschen katholischen Kirche. Der Zölibat an sich sei als Lebensform zwar keine direkte Ursache für die etlichen jüngst in einer Studie dokumentierten Missbrauchsfälle, „aber einer männerbündischen, hierarchischen Kirche mit Zwang zum Zölibat fällt es sehr leicht, solche Verbrechen so lange Zeit zu vertuschen“, sagte „Wir sind Kirche“-Sprecher Christian Weisner der Deutschen Presse-Agentur. (...)

drehscheibeTipps:

  1. Wie denken Priester in der Region über das Zölibat? Gespräche mit Vertretern der Katholischen Kirche. Dazu: Interview mit Vertretern der Evangelischen Kirche: Eine Priesterin/ein Priester beschreiben ihren Alltag mit Famile.
  2. Missbrauch wegen Enthaltsamkeit? Die Redaktion interviewt einen Sexualtherapeuten.
  3. Im Rahmen der Serie „Ein Tag mit“ begleitete der Bonner General-Anzeiger einen jungen Kaplan. Jugendmesse, Altenseelsorge, dazwischen die Einkehr im Gebet: Der Tag ist lang und arbeitsreich, und am Abend ist die Wohnung leer. Das Zölibat empfindet er dennoch als Vorteil, denn so könne er Gott breiteren Raum in seinem Leben geben. Hier geht es zum Artikel.
  4. Anfang 2010 erschütterte ein Missbrauchsskandal die Katholische Kirche. Was ist seitdem geschehen? Dieser Frage ging die Rhein-Zeitung (Koblenz) nach. Ein Redakteur nahm an einem Treffen von Missbit, einem Aktionskreis von Missbrauchsopfern aus dem Bistum Trier, teil. In dem Text kamen mehrere Betroffene zu Wort, die mangelndes Engagement seitens der Katholischen Kirche beklagten. Hier geht es zum Artikel.

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