dpa-News-Tipp

Zu wenige Dächer über den Köpfen

von Jan-Malte Wortmann

Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland sinkt seit Jahren. (Foto: Adobe Stock/ArTo)

Am 16. Juni 2026 meldet die dpa: Die Zahl der Sozialwohnungen ist nach Angaben der Bundesregierung auch 2025 gesunken. Zwar wurden 27.283 Neubau-Mietwohnungen gefördert, zwei Prozent mehr als 2024, wie das Bauministerium auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay mitteilte. Dazu kamen 4.701 neue Wohnheimplätze für Studierende und Auszubildende. Zugleich fielen jedoch 57.621 Einheiten aus der Sozialbindung.

Trotz weiterer Gegenmaßnahmen wie etwa die Verlängerung von Belegungsbindungen blieb unter dem Strich ein Minus: Ende 2025 gab es demnach 20.000 Sozialwohnungen weniger als ein Jahr zuvor. Ende 2024 waren bundesweit noch rund 1,05 Millionen solcher Wohnungen registriert. Sie wurden mit staatlicher Förderung gebaut oder modernisiert und müssen dafür bis zu 30 Jahre günstige Mieten bieten. Nach der Frist enden diese Vorgaben.

 

Aus dem Lokalen:

  • Eine Redakteurin der Neuen Westfälischen aus Bielefeld besucht eine alleinerziehende Mutter in ihrer Sozialwohnung, um mit Vorurteilen aufzuräumen. Zum Beitrag (Paywall).
  • Mit welchen Hürden der Bau von Sozialwohnungen verbunden ist und welche aufgeheizten Diskussionen daraus entstehen können, zeigt ein Redakteur der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung anhand eines geplanten Mehrfamilienhauses. Zum Beitrag.
  • Ein Redakteur des Berliner Tagesspiegels recherchiert am Beispiel des Landes Brandenburg, was es mit dem Wohnungsmarkt macht, wenn Menschen trotz eines höheren Einkommens in einer Sozialwohnung leben. Zum Beitrag (Paywall).
  • Wie es eine junge Frau und ihr Baby mithilfe der Caritas aus der Wohnungslosigkeit geschafft haben, berichtet ein Redakteur des Bonner General-Anzeigers. Zum Beitrag.

 

drehscheibeTipps:

  • Rentner, Auszubildende, Pflegerin oder Paketzusteller: Mit einer Porträtreihe zeigt die Redaktion, welche Menschen auf eine Sozialwohnung angewiesen sind – auch solche aus der „Mitte der Gesellschaft“. Wie leben sie? Und welche Erfahrungen haben sie bei der Wohnungssuche gemacht?
  • Früher Sozialbau, heute Yuppie-Bude: Was passiert mit den Mieterinnen und Mietern, wenn die soziale Bindung ausläuft? Anhand konkreter Geschichten aus der Region macht die Redaktion das Problem greifbar. Dazu ein Interview mit einer Stadtplanungsexpertin oder einem Soziologen.
  • Wenn staatliche Förderung nicht ankommt: Die Redaktion spricht mit wohnungslosen Menschen, die illegal wohnen, bei Freundinnen und Freunden unterkommen oder sich sonstige Alternativen suchen mussten. Wie kann ihnen geholfen werden? Was wünschen sie sich persönlich?
  • Ehemalige Kasernen, leerstehende Industriegebäude: Wo wäre in der Region theoretisch Platz für soziale Wohnungsbauprojekte? Woran scheitern sie?

Veröffentlicht am

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Kommentieren

Bei den mit Sternchen (*) markierten Feldern handelt es sich um Pflichtfelder.