Den Erfindergeist fördern
von Jan-Malte Wortmann
Am 22. Juli 2026 meldet die dpa: Die Bundesregierung will junge, innovative Unternehmen künftig gezielt in ihrer Wachstumsphase unterstützen. Dabei steht erstmals der Bereich Sicherheit und Verteidigung im Fokus der staatlichen Förderung. Das ist der Kern der neuen „Startup- und Scaleup-Strategie“ der schwarz-roten Koalition, die heute im Bundeskabinett verabschiedet werden soll. Damit soll verhindert werden, dass erfolgreiche Gründungen bei ihrer internationalen Expansion ins Ausland abwandern, heißt es in dem Strategiepapier, das der dpa vorliegt.
Um das Nadelöhr beim Zugang zu dringend benötigtem Wachstumskapital zu weiten, plant der Bund unter anderem den Ausbau des Deutschlandfonds. Der Deutschlandfonds ist ein Förder- und Absicherungsprogramm der Bundesregierung, das durch staatliche Garantien gezielt das Investitionsrisiko abfedert, um bis zu 130 Milliarden Euro an privatem Kapital für Zukunfts- und Infrastrukturprojekte in Deutschland zu mobilisieren. Bei der Start-up-Förderung beabsichtigt die Bundesregierung zudem Bürokratie abzubauen. Das Projekt „Schneller Gründen“ soll Verwaltungsprozesse durchgängig digitalisieren. Auf europäischer Ebene soll eine einheitliche Rechtsform für die Unternehmen dafür sorgen, dass grenzüberschreitende Aktivitäten spürbar erleichtert werden.
Aus dem Lokalen:
- Am Beispiel von München und Berlin zeigt die Münchner Abendzeitung auf, was erfolgreiche Start-up-Standorte ausmacht. Zum Beitrag.
- Die Frankenpost aus Hof beschreibt, wie die digitale Gründerszene auch außerhalb der Metropolen die regionale Wirtschaft bereichert. Zum Beitrag (Paywall).
- Die Märkische Oderzeitung (Frankfurt, Oder) erklärt, warum Rüstungs-Start-ups aktuell besonders boomen, und spricht mit dem Gründer eines jungen Drohnenherstellers. Zum Beitrag (Paywall).
- Auch die Nordwest Zeitung (Oldenburg) spricht mit den Gründern eines Drohnen-Start-ups. Zum Beitrag (Paywall).
- Der Berliner Tagesspiegel beschreibt die aufstrebende Start-up-Szene für Verteidigung in der Hauptstadt und zählt auf, in welchen Bereichen die Unternehmen arbeiten. Zum Beitrag.
- Welche Hürden frisch gegründete Unternehmen nehmen müssen, zeigt die Thüringer Allgemeine (Erfurt) anhand eines Solar-Start-ups, das zwar seinen Sitz in Thüringen hat, aber in Sachsen produzieren muss. Zum Beitrag (Paywall).
drehscheibeTipps:
- Hoverboards oder Jetpacks, ein Übersetzer für Haustiere oder Roboter, die das Bad putzen: Leserinnen, Leser und Mitglieder der Redaktion sammeln Ideen für Innovationen, die aus ihrer Sicht dringend im Alltag fehlen.
- Ein langer, holpriger Weg: Über mehrere Monate begleitet die Redaktion ein Start-up aus der Region. Worauf muss bei der Gründung besonders geachtet werden? Wo liegen die größten Hürden? Was müsste sich aus Sicht der jungen Gründerinnen und Gründer ändern?
- Von der Uni in den Chefsessel – nachgefragt bei Studierenden aus der Region: Planen sie, sich selbstständig zu machen? Ist das eine attraktive Option? In welchen Branchen ist es üblich?
- Gespräch mit einem Militärexperten oder einer Militärexpertin: Was bedeutet der Boom von Rüstungs-Start-ups? Welche Rolle spielen sie für die Verteidigungsfähigkeit? Wie verändern die modernen Waffensysteme bewaffnete Konflikte – technisch, aber auch psychologisch?
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