Redaktionskalender
Historische Ereignisse und Aktionstage – mit Tipps für Umsetzungen in der Lokalredaktion, immer einen Monat im Voraus.
Atomkatastrophe in Tschernobyl
|
40 Jahre – Am 26. April 1986 explodierte im Atomkraftwerk Tschernobyl nach der Simulation eines Stromausfalls der Reaktor – es kam zum Super-Gau. Die austretenden radioaktiven Stoffe kontaminierten nicht nur die bis heute gesperrte ukrainische Stadt Prypjat, sondern breiteten sich auch auf andere europäische Länder aus. 125.000 Menschen erkrankten Schätzungen zufolge an den Folgen der Verstrahlung. Es war die größte Atomkatastrophe neben der in Fukushima. |
EXTRA-TIPPExpertinnen und Experten befragt: Wie belastet ist die Natur in der Region heute noch (z.B. Speisepilze)? Gibt es noch Gefahren für Menschen, die draußen arbeiten, wie Landwirte oder Försterinnen und Förster ?Außerdem ein Rückblick: Wie berichtete die Zeitung damals über die Katastrophe? Wie erinnern sich die Leserinnen und Leser? Mit Fotos von damals, die leere Milchregale zeigen etc. |
Welttag des Designs
| Der Welttag des Designs wurde 2006 zum ersten Mal begangen, er findet immer am 27. April statt. Die US-amerikanische Berufsvereinigung der Designer (AIGA) hatte ihn eingeführt, um auf die ästhetisch wertvolle Formgebung und die Bedeutung von Design im alltäglichen Leben aufmerksam zu machen. Design orientiert sich am Menschen und dessen Bedürfnissen. Es unterscheidet sich von der Kunst vor allem durch seine Zweckmäßigkeit. |
EXTRA-TIPP„In Form und Farbe“: Anlässlich des Welttag des Designs porträtiert die Redaktion drei Personen aus der Region, die in den Bereichen Mode-, Möbel- und Produktdesign arbeiten. Und: Design im Lauf der Jahrzehnte. Eine lokale Bilderschau gibt verblüffende Einblicke. |
Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
|
Der Workers Memorial Day wurde 1984 von der kanadischen Gewerkschaft für Angestellte im Öffentlichen Dienst initiiert. An diesem Tag soll an diejenigen erinnert werden, die im Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet oder verletzt wurden oder erkrankt sind. |
EXTRA-TIPPVom Burnout zum blühenden Leben: Betroffene aus der Region sprechen über ihr Burnout-Syndrom und beschreiben, was gute und schlechte Arbeitsbedingungen ausmacht. Wie sorgen sie heute für ein gesundes Arbeitsumfeld? Und: Der gefährlichste Job der Region. Die Redaktion stellt drei besonders risikoreiche Berufszweige vor und portraitiert Menschen, die in diesen Branchen tätig sind. Außerdem zur aktuellen Debatte: Sind deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer notorische Blaumacher? Umfrage in der Fußgängerzone. |
Tag gegen Lärm
| Jedes Jahr findet auf Initiative der Deutschen Gesellschaft für Akustik am 29. April der Tag gegen Lärm statt. Mit Ausstellungen und Vorträgen soll die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden. Auch kostenlose Hörtests werden angeboten. Dieses Jahr steht der Tag unter dem Motto: „Der Sound von morgen". |
EXTRA-TIPPWo finden die Menschen am ehesten Momente der Stille? Passantinnen und Passanten befragt. Mit Fotos von ruhigen Orten der Region. Außerdem ein Selbstversuch: Eine Redakteurin oder ein Redakteur verbringt einen ganzen Tag in Stille (ohne Musik, TV etc.) Anschließend beschreiben sie ihre Erfahrungen. |
Tag des Wolfes
| Der Wolf ist nach Deutschland zurückgekehrt und sorgt für Debatten. Am 30. April informiert der Tag des Wolfes über die Lebensweise des Wildtieres und seinen Platz im Ökosystem. Denn als Jäger hilft er dabei, den Wildtierbestand zu regulieren. Gleichzeitig stellt er landwirtschaftliche Betriebe mit Weidetieren vor große Herausforderungen. |
EXTRA-TIPPEin Tierexperte oder eine -expertin nennt fünf erstaunliche Fakten über Wölfe. Außerdem: Gibt es regionale Geschichten, Sagen oder Legenden, die sich um den Wolf drehen? Sind Orte nach dem Wolf benannt? Eine spannende Heimatseite. |
Tag der Arbeit
|
Dieser Feiertag steht ganz im Zeichen der Arbeiterbewegung. Jedes Jahr versammeln sich am 1. Mai Gewerkschaften und andere Organisationen zu Demonstrationen und Kundgebungen. Der Tag geht zurück auf den 1. Mai 1886. Damals forderte der Journalist August Spies in einer Rede auf dem Haymarket in Chicago die Einführung des Achtstundentages. |
EXTRA-TIPPStreitgespräch zwischen einem Vertreter der Arbeitgeberseite und einem Gewerkschafter: Müssen wir künftig wieder mehr arbeiten? Ist Arbeitszeitverkürzung sinnvoll angesichts der gegenwärtigen Krisen? Und wieso sollen die einen mehr arbeiten, während ständig Arbeitsplätze abgebaut werden sollen? Außerdem nachgefragt in der Fußgängerzone unter jungen Menschen: Wie stellen sie sich das perfekte Arbeitsleben vor? Und Interview mit einem Gewerkschafter, einer Gewerkschafterin: Müssen ausgerechnet die Beschäftigten den Preis für die Transformation Deutschlands zahlen? |
Uraufführung von „Peter und der Wolf“
|
90 Jahre – Das wohl bekannteste musikalische Märchen aller Zeiten, „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew, wurde am 2. Mai 1936 in Moskau uraufgeführt. Darin geht es um einen Jungen, der dem bösen Wolf das Handwerk legt. Der besondere Charakter des Märchens ergibt sich dadurch, dass jeder Figur ein eigenes Instrument zugeordnet ist. So wird Peter beispielsweise von einem Streichermotiv dargestellt. Prokofjews Werk gilt mittlerweile als Klassiker und wurde oft interpretiert. So gewannen Peter Ustinov, Leonard Bernstein und Karl Böhm mit ihren unterschiedlichen Versionen von „Peter und der Wolf“ jeweils einen Grammy Award im Bereich „Bestes Kinderalbum“. |
EXTRA-TIPP„Kinder, so klingt eine Oboe“: Wird Peter und der Wolf heute noch im Unterricht zur Instrumentenlehre genutzt? Welche Alternativen gibt es? Ein Musiklehrer oder eine -lehrerin im Gespräch. |
Internationaler Tag der Pressefreiheit
|
Seit 1994 hat die Pressefreiheit ihren eigenen Gedenktag: Jedes Jahr am 3. Mai verleiht die Unesco den Guillermo-Cano-Preis an Personen, die sich besonders für die Pressefreiheit einsetzen. Außerdem veröffentlicht die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ an diesem Tag einen Bericht über die Freiheit der Presse in der Welt. Angesichts der Zunahme autoritärer Regime in der Welt gewinnt das Thema eine neue, tragische Brisanz. Blockierte Seiten, Cyber-Angriffe, harte Zensuren und Strafen prägen in vielen Ländern das Vorgehen gegen die Medien. |
EXTRA-TIPPAngepöbelt auf einer Demonstration, vom Bürgermeister am Telefon eingeschüchtert, Auskunft verweigert von Behörden etc.: aktuelle Fälle von eingeschränkter Pressefreiheit aus dem Redaktionsalltag vorgestellt. Außerdem: Interview mit einem Vertreter der örtlichen Abteilung von „Reporter ohne Grenzen“: Wie hat sich die Pressefreiheit entwickelt? |
Mitbestimmungsgesetz verabschiedet
|
50 Jahre – Ein großer Schritt für Arbeitnehmer in Deutschland: Am 4. Mai 1976 wurde das Mitbestimmungsgesetz eingeführt. Es regelt die Beteiligung von Beschäftigten in Unternehmen. Die vorangegangenen Auseinandersetzungen erstreckten sich über rund 14 Jahre. Ziel war es, die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stärker zu berücksichtigen und Konflikte zwischen Belegschaft und Unternehmensführung auszugleichen. Seither gewährleistet das Mitbestimmungsgesetz die Aufnahme von Arbeitnehmervertretern in den Aufsichtsrat eines Unternehmens. |
EXTRA-TIPPNachgefragt bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern: Wie wichtig war und ist das Mitbestimmungsgesetz für die Wirtschaftskraft Deutschlands? Was müsste aber verbessert werden? |
Welthebammentag
|
Den Beruf der Hebamme gab es schon im Altertum. Lange vor Gesundheitssystemen, Krankenkassen und modernen Kreißsälen in Kliniken war es das Wissen der Hebammen, das Müttern half, ihre Kinder auf die Welt zu bringen. Das ist bis heute so. Weltweit weisen am 5. Mai Aktionen und Infoveranstaltungen auf den Wert von Hebammenarbeit hin. |
EXTRA-TIPPDanke fürs Leben: Reportage über ein Treffen einer (ehemaligen) Hebamme und eines mittlerweile Erwachsenen, der oder dem sie geholfen hat, auf die Welt zu kommen. Dazu: Ein Redakteur begleitet eine Hebamme bei ihrer Arbeit in der Region und schaut ihr über die Schulter. Und: Hebamme, Fehlanzeige! Vielerorts gibt es zu wenige Geburtshelferinnen und -helfer. Ist der Beruf nicht attraktiv genug? Liegt es an der Vergütung? Eine Beitragsserie, die die Perspektiven von Hebammen zeigt und sie zu Wort kommen lässt. |
