Redaktionskalender

Historische Ereignisse und Aktionstage – mit Tipps für Umsetzungen in der Lokalredaktion, immer einen Monat im Voraus.

Geburtstag von Herbert Grönemeyer

70 Jahre – Mit einer Hymne auf die Stadt seiner Kindheit gelang Her- bert Grönemeyer der Durchbruch als Musiker: „Bochum“. Geboren ist Grönemeyer allerdings nicht in Bochum, sondern am 12. April 1956 in Göttingen. Mit über 20 Millionen verkauften Tonträgern ist er einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands. Er betätigte sich auch als Schauspieler („Das Boot“) und komponiert Filmmusiken (etwa für „The American“ mit George Clooney.)

EXTRA-TIPP

„Bochum? Von wegen!“ Leser schicken selbst geschriebene Zeilen für ein Lied über die eigene Stadt ein. Außerdem: „Herbert Grönemeyer live – schön war’s“: Eine Redakteurin oder ein Redakteur gehen auf Zeitreise und berichten von ihrem letzten Grönemeyer-Konzert in der Region. Und ein Musiker, eine Musikerin befragt: Worauf kommt es bei Filmmusik an?



Tag der Einzelkinder

Fast 50 Prozent aller in Deutschland lebenden Kinder wachsen ohne Geschwister auf. Einzelkinder sind verwöhnt, können nicht teilen und denken, die Welt drehe sich nur um sie. So jedenfalls klingen die weit verbreiteten Klischees. Der Tag der Einzelkinder, der jedes Jahr am 12. April stattfindet, stellt diese Vorurteile auf den Prüfstand. Denn Studien zeigen, dass Einzelkinder nicht egoistischer oder unsozialer sind als andere Kinder. Im Gegenteil: Sie sind eher darauf angewiesen, soziale Kompetenzen zu entwickeln, um Kontakte zu knüpfen.

EXTRA-TIPP

Einzelkinder befragt: Wie empfanden sie die Kindheit und Jugend ohne Geschwister? Wo hatten sie Vorteile, wo Nachteile? Außerdem: Eltern von Einzelkindern erzählen, warum sie sich für eine kleine Familie entschieden haben.

Ehrentag der Pflanze

Schätzungen zufolge gibt es auf der Erde zwischen 320.000 und 500.000 Pflanzenarten. Am 13. April, dem Ehrentag der Pflanze, soll das Bewusstsein für die Bedeutung von Pflanzen in unserem Alltag geschärft werden – sei es als Nahrung, Baumaterial oder in Form von Kleidung. Auch für den lebenserhaltenden Sauerstoff sind Pflanzen verantwortlich.

EXTRA-TIPP

Leserinnen und Leser werden aufgefordert, Fotos ihrer Lieblingspflanze einzuschicken. Die schönsten Aufnahmen werden auf einer Fotoseite präsentiert. Außerdem veröffentlicht die Redaktion Fotos von unbekannteren Pflanzenarten der Region. Leser erraten, worum es sich handelt. Außerdem stellt ein Natürschützerin oder eine Naturschützerin die wundersamsten Pflanzen der Region vor.

Todestag von Simone de Beauvoir

40 Jahre – Sie ist eine der bekanntesten Vertreterinnen des Feminismus: Simone de Beauvoir. Geboren wurde die Schriftstellerin am 9. Januar 1908 in Paris. Während ihres Abschlusses an der Eliteuniversität Sorbonne knüpfte sie erste Kontakte mit ihrem späteren Lebensgefährten Jean-Paul Sartre. Mit ihren politischen Essays und Streitschriften avancierte sie in den 40er- und 50er-Jahren zu Frankreichs bekanntester Intellektuellen und zu einer Vorkämpferin des französischen Widerstandes gegen Hitler. Später engangierte sie sich im Protest gegen den Algerienkrieg. Die Studie „Das andere Geschlecht" aus dem Jahr 1949 ist ein feministisches Grundlagenwerk. Simone de Beauvoir starb am 14. April 1986 in Paris.

EXTRA-TIPP

Leserinnen erzählen, wann sie „Das andere Geschlecht“ gelesen haben und wie das Buch sie verändert hat. Außerdem: Welche Feministinnen sind heute Vorbilder für junge Frauen? Nachgefragt.

Weltkunsttag

Happy Birthday, Leonardo da Vinci! Zu Ehren des großen italienischen Künstlers (1452 bis 1519) wird an seinem Geburtstag, am 15. April, auch der Internationale Tag der Kunst (engl. World Art Day) begangen. So hat es die International Association of Art festgelegt. Die Unesco ruft an diesem Tag insbesondere zur Teilnahme an Debatten, Kulturveranstaltungen, Besichtigung von Ausstellungen und anderen Aktivitäten rund um die Kunst auf.

EXTRA-TIPP

Nachfragt bei Künstlerinnen und Künstlern aus der Region: Wie lebt es sich als freischaffender Künstler? Und was kann Kunst in der heutigen Zeit bewirken? Spielt das Thema Krieg in ihrem Werk heute eine größere Rolle? Außerdem eine Recherche: Wer sind die bestbezahltesten Künstlerinnen und Künstler aus der Region?

Internationaler Tag der Stimme

Beim World Voice Day, dem Internationalen Tag der Stimme, dreht sich alles um die menschliche Stimme. Mediziner und Logopäden laden jedes Jahr am 16. April zu Informationsveranstaltungen ein. Ziel ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, welch große Bedeutung die Stimme für die Kommunikation hat.

EXTRA-TIPP

Ein Stimmcoach erklärt, wie man allein mit der Stimme andere Menschen für sich gewinnen kann (mit Audio-Beispielen auf der Homepage). Außerdem: Welcher Sänger, welche Sängerin hat die schönste Stimme der Region? Leser schicken Vorschläge ein. Und:„Da hat es mir die Stimme verschlagen“: Leserinnen und Leser erzählen, wie es wahr, als sie mal kein Wort rausbrachten.

Erste deutsche Kriminalkommissarin

100 Jahre – Am 17. April 1926 wurde Josephine Erkens zur ersten deutschen Kriminalkommissarin ernannt. Sie erhielt die Aufgabe, in Hamburg eine weibliche Kripo-Abteilung zusammenzustellen. Das Projekt wurde ein großer Erfolg, Erkens wurde zur Symbolfigur weiblicher Polizistinnen in ganz Europa. Im Jahr 1932 wurde sie jedoch, kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten, ihres Amtes enthoben.

EXTRA-TIPP

Eine Polizistin im Portrait: Wie reagierte die Familie damals auf den Berufswunsch? Mit welchen Problemen hat sie im Arbeitsalltag zu kämpfen? Wird sie bei Einsätzen akzeptiert? Außerdem Mädchen befragt: Könnten sie sich vorstellen, Polizistin zu werden? Und: Was denken Polizistinnen über die Darstellung von Polizistinnen in Krimis?

Weltamateurfunktag

Roger? Roger! Ein typisches Gespräch zwischen Amateurfunkern. Weltweit gibt es etwa drei Millionen registrierte. Am 18. April ist ihr Tag. Ins Leben gerufen hat ihn die Internationale Amateur Radio Union (IARU). Sie erinnert damit an ihre Gründung am 18. April 1925, aber auch an den ersten Start eines Amateurfunksatelliten im Dezember 1962. Over and out.

EXTRA-TIPP

Was macht den Amateurfunk aus? Hobbyfunker im Gespräch. Und:
„Im Notfall CB-Funk?“ Ein Experte befragt: Richtlinien und Funktion des Amateurfunks in Fällen von Blackouts. Außerdem: Zusammen mit einem Amateurfunker erstellt eine Redakteurin ein Frühstücksgepräch à la Amateurfunk für die Wochenendeseite.

Erste jüdische Schule in Nachkriegsdeutschland gegründet

60 Jahre – Jüdische Schulen waren vor Hitlers Machtergreifung eher eine Seltenheit in Deutschland. Da jedoch ab 1933 immer weniger Kinder aus jüdischen Familien an deutschen Schulen zugelassen wurden, sah sich die jüdische Bevölkerung zur Gründung eigener Schulen gezwungen. Doch auch deren Bestand war nicht von langer Dauer: Im September 1942 wurde jegliche Art von jüdischem Unterricht verboten. Es sollte 24 Jahre dauern, bis es in Deutschland wieder eine jüdische Schule gab. Am 18. April 1966 nahm sie in Frankfurt ihren Betrieb auf. Seit dem Tod ihres Initiators, dem Rabbiner Isaak Emil Lichtigfeld, im 1967, trägt sie seinen Namen. Heute gibt es laut dem Zentralrat der Juden 13 jüdische Schulen im Land.

EXTRA-TIPP

Jüdische Bildungseinrichtungen in der Region: Welche gab es? Wie ist die Situation heute? Gespräch mit der jüdischen Gemeinde: Haben jüdische Schülerinnen und Schüler wieder mehr Probleme im Schulalltag wegen des wachsenden Antisemitismus?

Internationaler Denkmaltag

Der Aktionstag wurde im Jahr 1982 vom Internationalen Denkmalrat Icomos (International Council on Monuments and Sites) in Zusammenarbeit mit der Unesco eingeführt. Ziel sind Schutz und Pflege von Denkmälern und die Bewahrung des historischen Kulturerbes. An diesem Tag werden in vielen Gemeinden Informationsveranstaltungen und Führungen zu stadtgeschichtlichen Themen angeboten.

EXTRA-TIPP

Video-Umfrage in der Fußgängerzone: Welchen Personen und Ereignissen, die in jüngerer Zeit die Stadt geprägt haben, sollte man ein Denkmal setzen? Und eine Recherche: Problematische Denkmäler in der Region. Was sollte mit ihnen geschehen? Leserinnen und Leser befragt. Mit Fotos und Hintergründen zu den Denkmälern.