Redaktionskalender

Historische Ereignisse und Aktionstage – mit Tipps für Umsetzungen in der Lokalredaktion, immer einen Monat im Voraus.

Geburtstag von Hannah Arendt

120 Jahre – Sie ist einer der größten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts: Hannah Arendt. Als einziges Kind des jüdischen Ingenieurs Paul Arendt und seiner Frau Martha wurde sie am 14. Oktober 1906 in Hannover geboren. Nach ihrer Schulzeit in Königsberg studierte sie an den Universitäten Marburg, Freiburg und Heidelberg. Im Jahr 1933 floh sie nach dem Reichstagsbrand ins Exil, ab 1941 lebte sie in New York. Arendt veröffentlichte in ihrem Leben viele politische Schriften, unterrichtete an Universitäten und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Zu ihren bekanntesten Werken gehört ihre Theorie der „Banalität des Bösen“, die sie während des Eichmann-Prozesses in Jerusalem entwickelte.

EXTRA-TIPP

„Banalität des Bösen“: Ein Geisteswissenschaftler aus der Region erklärt, was Arendt damit meinte, und äußert sich dazu, wie die Theorie heute zu bewerten ist. Außerdem: „Was bedeutet Verantwortung?“: Arendts große Themen werden auf den Alltag heruntergebrochen. Menschen aus der Region beantworten Fragen zu Verantwortung, Freiheit und gesellschaftlichem Engagement.

Geburtstag von Michel Foucault

100 Jahre – An ihm kommt kaum ein Studierender der Geisteswissen- schaften vorbei: Michel Foucault. Geboren wurde er am 15. Oktober 1926 in Poitiers. Zeit seines Lebens setzte er sich mit den Mechanis- men der westlichen Gesellschaft und dem Zusammenhang zwischen Macht, Wissen und Sprache auseinander. Er starb am 25. Juni 1984 in Paris an den Folgen einer AIDS-Erkrankung.

EXTRA-TIPP

Studierende unterschiedlicher Fächer befragt: Spielte Foucault in ihrem Studium bisher eine Rolle? Und: Eine Philosophin oder ein Soziologe im Interview: Wie wichtig ist Foucault bis heute? Wie lassen sich seine Theorien und Ansichten auf die aktuelle Weltlage anwenden? Wo irrte er sich?

 

Welttag der Buchhandlungen

Buchhandlungen sind mehr als Orte, an denen Bücher verkauft werden. Sie sind Treffpunkte für Literaturinteressierte, Veranstaltungsorte und persönliche Beratungsstellen. Der Welttag der Buchhandlungen rückt die Bedeutung des stationären Buchhandels und der Menschen dahinter in den Mittelpunkt. Gerade kleinere Buchhandlungen prägen Charakter und Charme einer Stadt oder Gemeinde.

EXTRA-TIPP

Die Redaktion besucht eine besondere Buchhandlung in der Region und spricht mit den Menschen, die dort arbeiten. Welche Bücher werden gerade häufig gesucht? Welche ungewöhnlichen Wünsche haben Kundinnen und Kunden? Und: Überlebensstrategien. Buchhändlerinnen und Buchhändler erzählen, wie sie sich gegen den Online-Trend behaupten.