Fünf Fragen an...

Hier haben die Kinder das Wort

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Die Peiner Allgemeine Zeitung gibt Tipps für Kinder und Eltern.
Die Peiner Allgemeine Zeitung gibt Tipps für Kinder und Eltern.

Corona bedeutet bislang: Home Office für die Eltern, viel freie Zeit für die Kinder. Für alle Familien stellt das eine große Herausforderung dar. Auch für Janine Kluge, Redakteurin der Peiner Allgemeinen Zeitung, der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung und der Aller-Zeitung. Sie versucht zu Hause, den Alltag mit ihren Kindern Leni (6) und Mats (3) zu bewältigen und ganz nebenbei noch für die Redaktion zu arbeiten. In der Serie „Fünf Wochen mit Leni und Mats“ zeigen die Kinder den Leserinnen und Lesern wie sie ihre Freizeit gestalten. Wir stellen fünf Fragen zur Serie.

Was ist die Idee hinter der Familien-Serie?

Direkt nachdem bekannt wurde, dass Schulen und Kindergärten geschlossen werden, war uns bewusst, dass Familien und Kinder nun einen ganz besonderen Stellenwert in der Krisenzeit einnehmen. Unsere Redakteure sind zum Großteil selbst im Home Office, und Mütter und Väter standen nun vor exakt derselben Situation wie viele unserer Leser: Home Office, Kinderbetreuung, Beschulung zu Hause. Uns war sofort klar, dass wir dazu eine Serie starten wollen – und zwar eine Serie für die Kinder und die Familien. Wir fragten uns: Was würde diese Familien in den nächsten Wochen am meisten beschäftigen? Vor allem standen nun viele Familien vor der Herausforderung, den Alltag mit viel Freizeit der Kinder (oft parallel zum Home Office) zu managen. Wir wollten Anreize bieten, wie Kinder sinnvoll beschäftigt werden können – und zwar ohne Fernseher, PC oder Smartphone! Gleichzeitig haben wir regelmäßig Rezept-Vorschläge auf der Familienseite mit Gerichten, die sich während der Corona-Krise mit einfachen Mitteln und Zutaten realisieren lassen. Ebenfalls gekocht von einer Mutter (Mitarbeiterin) mit Tochter im Home Office.

Mit Klick aufs Bild gelangen Sie zur PAZ-Serie.
Mit Klick aufs Bild gelangen Sie zur PAZ-Serie.

Wer sind Leni und Mats?

Leni (6) und Mats (3) sind meine Kinder. Ich bin Redakteurin der Schwesterzeitungen "Peiner Allgemeine Zeitung", "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" und "Aller-Zeitung". In allen drei Zeitungen erscheint täglich die neue Familienseite. Ich arbeite derzeit selbst wegen der Corona-Pandemie von zu Hause aus und mache wie viele unserer Leser täglich den Spagat zwischen Home Office und Kinderalltag. Dadurch spiegelt unsere Serie immer den Alltag der Kinder wider, zeitgleich beinhaltet sie aber auch die Perspektive der Eltern, so dass auch mal nachdenkliche Töne durchschimmern.

Sie bieten viele Einblicke in Ihren privaten Alltag. Worauf ist zu achten, wenn man als Zeitungsredakteur die Perspektive wechselt und über sein Privatleben schreibt?

Die Perspektive zu wechseln, ist natürlich nicht nur eine rein stilistische Herangehensweise. Mir war von Anfang an bewusst, dass ich einen Teil unseres Privatlebens preisgebe und meine Kinder, die sonst nie öffentlich in Erscheining treten, nun in den öffentlichen Blickpunkt geraten. Wichtig ist, vorher mit der Familie darüber zu sprechen. Ich habe zuvor gemeinsam mit meinen Mann genau darüber nachgedacht und auch die Kinder dazu befragt – so gut das bei einer Sechsjährigen und einem Dreijährigen möglich ist. Die Entscheidung fiel gemeinsam: Wir haben Lust darauf. Die Kunst beim Schreiben über die eigene Familie ist es, authentisch zu sein und gleichzeitig das Feingefühl gegenüber den noch kleinen Kindern zu haben. Mir war es extrem wichtig, dass ich meine Kinder zu keinem Zeitpunkt bloßstelle oder sie in eine Situation bringe, mit der sie überfordert sein könnten. Ganz im Gegenteil: Wir haben unsere „Projekte“ gemeinsam ausgesucht und die Kinder waren mit Begeisterung dabei. Sie sind noch heute traurig, dass die Serie „Fünf Wochen mit Leni und Mats“ nach fünf Wochen tatsächlich beendet wurde. Außerdem ist es wichtig, vorab eine klare Grenze zu ziehen und diese auch konsequent einzuhalten. In unserem Fall: Ich berichte über die Freizeitgestaltung meiner Kinder während der Corona-Zeit, nicht mehr und nicht weniger.

Welche Folgen gab es bereits?

​Im ersten Teil haben wir zunächst die Geschwister und die häusliche Situation während der Corona-Pandemie vorgestellt. Anschließend haben wir folgende Themen bearbeitet: Ausflug in den Wald mit Schnitz-Anleitung durch Leni (Video), Knete selbermachen, Dino-Vulkan-Abentuer in der Buddelkiste, Lesezeichen basteln (Basteltipp/Zuschrift einer jungen Leserin), Regenbogen-Aktion mit Fingerfarbe, Nagelbilder gestalten, Ostergras für Kurzentschlossene, Heimkino zum Ferienstart, Regenbögen aus der Region (Kinder haben uns Bilder ihrer Exemplare geschickt) mit eigenem Ausmalbild unserer Zeitungen zum Download, Steine bemalen, Mundschutz selber nähen (mit Nähanleitung), Seife selber herstellen, Osterküken kinderleicht selber nähen (mit Nähanleitung/ auch Online-Galerie), HomeSchooling, Puppenhäuser selber bauen (Basteltipp/Zuschrift zweier junger Leserinnen), Tolles aus Wolle mit Anleitung zum Fingerstricken durch Leni (Video), Schattenbilder in der Sonne malen, Natur-Bilderrahmen selber machen, Skypen mit Oma und Opa, Spiele-Nachmittag aus Mamas Kindheit und Basteln mit Klorollen.

Wie sind die Reaktionen der Leserinnen und Leser?

Sie sind durchweg positiv. Zum Teil haben wir Zuschriften per E-Mail bekommen, worin uns dafür gedankt wurde, dass wir derzeit mehr Inhalte für Kinder anbieten. Auch die täglich erscheinende Rätselseite für Kinder (parallel zur Familienseite) kommt gut an. In jeder Folge mit Leni und Mats rufen wir dazu auf, uns Ideen und Anregungen zuzusenden. Das haben tatsächlich einige Kinder (beziehungsweise deren Eltern) gemacht. Diese Tipps haben wir dann aufgegriffen und ausprobiert.

Hier geht es zur Serie der PAZ.

Janine Kluge

ist Redakteurin der Peiner Allgemeinen Zeitung, der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung und der Aller-Zeitung.

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