Gemischte Tüte an Reformen
von Jan-Malte Wortmann
Lange haben sich die Verhandlungen hingezogen, doch am Donnerstag, den 2. Juli, war es soweit: Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben ein umfangreiches Reformpaket vorgelegt. Die Wirtschaft soll angekurbelt, die Steuerzahler entlastet und der Sozialstaat zukunftsfest gemacht werden. So einigten sich die Koalitionspartner unter anderem auf Steuerentlastungen für kleine und mittlere Einkommen, eine Reform der sogenannten Reichensteuer oder eine Erhöhung des Kindergeldes, aber auch auf die Abschaffung der elektronischen Krankschreibung.
Vorangegangen war dem Reformpaket ein 33 Punkte umfassendes Konzept zur Sicherung des Rentensystems, das unter anderem die schrittweise Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters über 67 Jahre hinaus und die Einführung einer Kapitalrente vorsieht.
Kritik an dem Paket kommt unter anderem von den Gewerkschaften, dem Verand der Hausärzte und der Opposition. Wie reagieren Lokalzeitungen auf die Pläne der Bundesregierung? Ein Überblick.
Aus dem Lokalen:
- Wie sich die geplante Rentenreform insbesondere auf Frauen, die statistisch gesehen häufiger von Altersarmut betroffen sind, auswirken könnte, haben eine Redakteurin und ein Redakteur des Münchner Merkur untersucht. Zum Beitrag.
- Wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus der Region jeweils auf die Reformpläne blicken, zeigt die Siegener Zeitung. Zum Beitrag (Paywall).
- Die Kieler Nachrichten haben Reaktionen von Hausärztinnen und Hausärzten zur Neuregelung der Krankschreibung zusammengetragen. Zum Beitrag (Paywall).
- Ein Redakteur der Südwest Presse aus Ulm hat mit einer Bundestagsabgeordneten aus der Region über die Pläne der Bundesregierung gesprochen. Zum Beitrag.
- Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (shz) hat eine Umfrage zur Neuregelung der Krankschreibung unter den Leserinnen und Lesern gestartet. Zur Umfrage.
- Ein Punkt des Reformpakets sieht auch die vereinfachte und längere Befristung von Arbeitsverträgen vor. Ein Redakteur der Frankfurter Rundschau zeigt auf, was das konkret bedeutet. Zum Beitrag.
drehscheibeTipps:
- Umfrage unter Passantinnen und Passanten: Wie blicken sie auf die Reformen der Bundesregierung? Erwarten sie, dass sich etwas für sie persönlich ändert?
- Wenn Reformpläne konkret werden: Die Redaktion zeigt auf, an welchen Punkten die Leserinnen und Leser die Reformen am ehesten spüren könnten. Mit Rechenbeispielen anhand von für die Region durchschnittlichen Haushaltseinkommen.
- Wirtschaftsexperten aus der Region befragt: Können die Reformen den gewünschten wirtschaftlichen Aufschwung bringen? Wie steht es um das Rentensystem?
- Ein Arbeitgeber und eine Arbeitnehmerin diskutieren die Pläne der Bundesregierung im Streitgespräch.
Veröffentlicht am

Kommentare
Einen Kommentar schreiben