Internetwerkstatt

Bildbearbeitung ganz einfach

von Christina Quast

aus drehscheibe 13/2019

Nummer 10/2019

Der Text ist schon fertig, aber das Bild fehlt noch? Mit Canva können Journalisten selbst Fotos und Grafiken gestalten, ohne sich mit Bildbearbeitung oder Photoshop auszukennen. „Alles gestalten“ ist das Motto bei Canva, das etliche Design-Funktionen mitbringt und in der Basisversion kostenlos ist. Ein Logo für eine Artikelserie entwerfen, ein Foto mit Text ergänzen oder ein Thema für Social Media bebildern – so vielfältig sind die Möglichkeiten des webbasierten Designtools, wenn man sich per Google, Facebook oder Mail anmeldet. Es funktioniert nach dem Prinzip, dass man sich aus Einzelteilen wie Fotos, Formen und Schriften eigene Designs zusammenbaut.

Bild-Größe aussuchen

Mit dem Button „Design erstellen“ auf der Startseite kann man sofort loslegen: Hier bietet Canva zahlreiche Blanko-Vorlagen für übliche Formate im Büro- und Redaktionsalltag – zum Beispiel sind die Bildgrößen für soziale Netzwerke gespeichert, sodass man die optimalen Maße nicht kennen oder recherchieren muss. Um mit individuellen Größen für das eigene Redaktionssystem zu arbeiten, gibt es auch „benutzerdefinierte Abmessungen“.

Bild-Elemente anklicken

Das gewählte Format öffnet sich in einem neuen Browser-Tab und kann nun passend zur lokalen Berichterstattung gestaltet werden: Am linken Rand ist eine Liste mit allen Design-Elementen, die sich mit einem Klick in die Blanko-Vorlage im rechten Bereich übertragen lassen. Zur Auswahl gibt es grafische Elemente wie Symbole, Sticker und Formen, verschiedene Schriften, bunte Hintergründe und den Upload für eigene Fotos. Es gibt noch mehr: Auf der Seite lassen sich auch Kartenausschnitte via GoogleMaps einfügen. So können lokale Themen auch verortet und veranschaulicht werden. Aus all diesen Einzelteilen bei Canva kann man sich individuelles Bildmaterial basteln – und zwar mühelos per Drag-and-drop. Das heißt, man kann mit der Maus die Position, die Größe und die Farbe der einzelnen Teile festlegen. Dabei unterstützen auch Hilfslinien bei der Ausrichtung und übersichtliche Menüs bei der Bearbeitung. Und noch ein Hinweis: In der kostenpflichtigen Variante von Canva kann auch das Design der eigenen Zeitung mit Farben, Schriftenarten und Logos hinzufügt werden.

Bild-Datei speichern

Mit dem Tool lassen sich Porträtfotos mit Zitaten, Ankündigungen für Veranstaltungen, Infografiken und Bildmaterial für viele soziale Netzwerke zusammenklicken, um auf die eigenen Artikel aufmerksam zu machen. Die fertigen Designs können entweder in verschiedenen Datei-Formaten – als JPG, PNG, PDF oder MP4-Video – heruntergeladen oder direkt in Social Media geteilt werden. Mithilfe des ­Video-Formats kann man mit Canva nicht nur statisches Bildmaterial kreieren, sondern auch Videos verwenden und Animationen erschaffen, die im Internet inzwischen typisch sind.

Alle erstellten Designs werden zusätzlich bei Canva gespeichert und können später bearbeitet oder dupliziert werden, allerdings lassen sich die konkreten Abmessungen nur mit der kostenpflichtigen Variante für etwa zwölf Euro pro Monat und Person ändern. Die Pro-Version stellt auch unbegrenzten Speicherplatz und Ordner – statt 1 GB und zwei Ordner – zur Verfügung.

Bild-Material – smart und mobil

Redaktionen können mit Canva eigene Artikel individuell illustrieren, weil es sich intuitiv bedienen und so praktisch wie ein Office-Programm in den Redaktionsalltag integrieren lässt. Denn es bietet einige smarte Funktionen – etwa die optimalen Abmessungen oder GoogleMaps, die Journalisten unterstützen, schnell passendes Bildmaterial zu basteln. Zudem ist das Designtool auch als App für iOS und Android verfügbar, sodass man eigenes Bildmaterial auch auf dem Smartphone erstellen kann.

Link

Hier geht es zum Online-Tool Canva.

 

Christina Quast

Autorin

Christina Quast schreibt als freie Journalistin über digitale Tools und Themen. Sie gibt auch Seminare für Journalisten und ist seit Mitte 2018 für den Blog Journalisten-Tools.de verantwortlich.

Mail: mail@journalistentools.de
Internet: www.journalisten-tools.de

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