Internetwerkstatt

Schweizer Taschenmesser für Spielereien

von Christina Quast

aus drehscheibe 07/2019

Nummer 06/2019

Mit Quizzen, Listen und Umfragen lassen sich Userinnen und User leicht ansprechen und die Berichterstattung wird variantenreicher. Mit dem Multitool Playbuzz lassen sich solche interaktiven Formate für die Website und Social Media bauen und multimedial gestalten. Es können Bilder und Videos vom eigenen Gerät oder aus dem Web – zum Beispiel von YouTube – sowie GIF-Dateien und Emojis verwendet werden.

Wie üblich melden sich Redakteure per E-Mail oder über Facebook und Google bei Playbuzz an. Außerdem gibt es ein Team-Management, sodass mehrere Mitarbeiter in einem Account an interaktiven Elementen arbeiten können. Für nicht-kommerzielle Publisher ist das Tool dauerhaft kostenlos, während man für die kommerzielle oder werbliche Verwendung bezahlen muss. Die genaue Höhe der Preise erfährt man auf Nachfrage.

Die interaktiven Elemente

Mit einem Klick auf den Create-Button öffnet sich eine Liste mit knapp zehn Elementen, die man mit Playbuzz erstellen  kann: Storys, Quizze, Videos, Listen, Wackel-Bilder, Umfragen und Messenger-Konversationen. Für alle interaktiven Formate kann man in der linken Leiste wichtige Parameter einstellen: Sprache und Sichtbarkeit, die Vorschau für Social Media und auch das Snippet für Suchmaschinen lassen sich dort optimieren. Jedes interaktive Element kann als Entwurf gespeichert  und als Vorschau für Desktop, Tablet und Smartphone betrachtet werden. Die spielerischen Elemente lassen sich auf  ähnliche Weise bauen, etwa mithilfe der folgenden Anleitungen für die beliebtesten Optionen in Redaktionen.

Die Umfrage

Per Poll-Element können Redakteure nach den Präferenzen des Publikums fragen. Jeder Frage mit maximal 140 Zeichen kann man ein Hintergrund- oder Kopfbild zuordnen. Darunter werden die Antworten mit maximal 60 Zeichen eingetragen, die wahlweise als Liste, Kreise oder Kästen angezeigt werden und sich auch visuell gestalten lassen. Mit der  Hintergrundfarbe kann man die Umfrage noch an das eigene Medium anpassen und schließlich in den Einstellungen definieren, welches Abstimmverhalten erlaubt und welches Ergebnis sichtbar ist.

Das Quiz

Um das Wissen des Publikums zu testen, lassen sich mit dem Trivia-Element Quizze basteln. Hier kann man die Fragen mit einem Bild oder einer Hintergrundfarbe versehen, und bei den Antworten sind Listen oder Kästen möglich. Dann muss noch die richtige Antwort markiert werden – auch eine Mehrfachauswahl ist möglich –, damit Playbuzz die Punkte zählen kann.  Ein Quiz mit mehreren Fragen lässt sich untereinander auf einer Seite oder als Slideshow zum Klicken darstellen. Am Ende werden automatisch die gesammelten Punkte angezeigt und es können noch individuelle Bewertungen verfasst werden.

Die Liste

Playbuzz bietet für Listen zwei ähnliche Elemente: „list“ für statische Aufzählungen wie Top 10 oder zehn Schritte und „ranked list“ – hier darf das Publikum die Reihenfolge ändern, indem es die einzelnen Elemente nach oben oder unten wählt. Die Punkte einer Liste kann man mit Texten und Bildern füllen. Zusätzlich sind für das Bildmaterial einige Effekte wie Blurren (verschwimmen lassen) oder Zoomen verfügbar.

Die Alltagstauglichkeit

Die Fragen oder Punkte der interaktiven Formate können später verschoben, dupliziert und gelöscht werden. Für häufig  verwendete Elemente lassen sich auch Vorlagen speichern, sodass Redakteure schnell und simpel mit Playbuzz arbeiten können. Die Formate können per Embed Code in eine Website eingefügt und per Link auf dem Social-Media-Kanal veröffentlicht werden. Durch die spielerischen Formate verspricht Playbuzz mehr Engagement und Verweildauer auf den Websites der Publisher. Das lässt sich mit den integrierten Analytics-Tool überprüfen.

Links

Hier finden Sie das Multi-Tool: www.playbuzz.com

Verwendungsbeispiele aus Deutschland gibt es hier: playbuzz.com/Latest/German

Christina Quast

Autorin

Christina Quast schreibt als freie Journalistin über digitale Tools und Themen. Sie gibt auch Seminare für Journalisten und ist seit Mitte 2018 für den Blog Journalisten-Tools.de verantwortlich.

Mail: mail@journalistentools.de
Internet: www.journalisten-tools.de

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