Badische Zeitung

Risiken nahegelegener AKWs analysiert

Die Ereignisse in Japan und vor allem die Situation im Atomkraftwerk Fukushima I beschäftigen derzeit die Menschen auf der ganzen Welt. Um das Thema ins Lokale zu übertragen, fand die Badische Zeitung (Freiburg) unterschiedliche Ansätze:

Ausschnitt der Badischen Zeitung

So erschienen etwa zur Atomsicherheit Südbadens mehrere Artikel. „Zwar sind wir von den deutschen Atomkraftwerken recht weit entfernt, aber in Frankreich und der Schweiz stehen uns insgesamt drei Anlagen gefährlich nahe“, sagt Bernd Serger, Leiter der Heimatredaktion der Badischen Zeitung. Das Blatt analysierte, wie die Nachbarn auf die Katastrophe in Japan reagieren, schaute in die örtliche Presse und zitierte die Atomaufsicht. Im Mittelpunkt der Berichterstattung habe vor allem die Anlage im französischen Fessenheim, die nur 20 Kilometer von der Stadt Freiburg entfernt liegt, gestanden. Zu diesem störanfälligen „Schrottreaktor“ seien im Laufe der Woche auch noch weitere Geschichten geplant, sagt Serger. Zum Beispiel hofft die Redaktion, die Betreiber befragen zu können. Außerdem betrachtete die Zeitung die Notfallpläne der Stadt Freiburg. Dafür wurde das städtische Amt für Katastrophenschutz und das Regierungspräsidium kontaktiert. Informationen wie ein pdf des Notfallplans oder einen Ratgeber für die Bevölkerung zu bekommen, sei im Großen und Ganzen kein Problem gewesen. „Lediglich der für die öffentliche Ordnung zuständige Freiburger Bürgermeister verweigerte jeden Kommentar“, sagt Uwe Mauch, der die Stadtredaktion Freiburg leitet. Außerdem kamen Umweltverbände zu Wort.

Zum Text "Franzosen bleiben gelassen" (online)

Zum Text "Was würde ein Atomunfall für Südbaden bedeuten?" (online)

PDF-Sammlung der Printberichterstattung zu den im Absatz erwähnten Themen zum Download

Ausschnitt der Badischen Zeitung

Da Ende des Monats in Baden-Württemberg Landtagswahlen stattfinden, hat das Thema im Ländle auch eine politische Dimension. „Lokale Politiker zu dem Thema zu befragen, war daher ein logischer Schritt“, sagt Serger. Vor allem über die schwierige Situation der CDU- und FDP-Kandidaten und deren Positionen zur Laufzeitverlängerung soll in den nächsten Tagen berichtet werden. Ebenfalls politisch ist der Plan des regionalen Energieversorgers im Jahr 2015 aus dem Atomstrom auszusteigen. In Anbetracht der Katastrophe in Japan fragte die Badische Zeitung nach, ob man auch schneller atomfreien Strom zur Verfügung stellen könne. In den nächsten Tagen will die Redaktion herausfinden, welche Möglichkeiten die Stadt Freiburg hat, den Anteil der regenerativen Energien an der Stromversorgung zu erhöhen.

Die bereits erschienenen Texte mit Politiker-Statements zum pdf-Download

Der Text zum regionalen Energieversorger als pdf-Download

Ausschnitt der Badischen Zeitung

Für einen Artikel über Südbadener in Japan sprach die Online-Redaktion sowohl mit badischen Firmen, die in Japan vertreten sind, als auch mit Privatpersonen. Auf der Internetseite des Blattes gibt es sogar ein Videointerview mit einem Freiburger in Tokio. Um die Betroffenen aufzuspüren, nutzten die Journalisten die Kontakte der Freiburger Universität zu deren Partnerinstituten und Austauschstudenten. Auch in Baden lebende Japaner wurden zu ihren Gedanken und Gefühlen befragt. Zudem informiert die Zeitung begleitend zur allgemeinen Berichterstattung über die Ereignisse in Japan speziell über die Städte in Japan, zu denen Orte der Region Städtepartnerschaften unterhalten.

Text, in dem Betroffene zu Wort kommen, als pdf-Download

Artikel zu Partnerstädten als Download

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