Lehrkräfte, an die Tafel!
von Jan-Malte Wortmann
Zu viele Ferien, nachmittags frei: Der Beruf der Lehrkräfte ist nach wie vor mit großen Vorurteilen behaftet. Melissa Jekler, Autorin des Alt-Neuöttinger Anzeigers – einer Lokalausgabe der Passauer Neuen Presse – wollte dem auf den Grund gehen und sprach mit drei Lehrkräften aus der Region. Sie ist Studentin und Stipendiatin bei der Mediengruppe Bayern. Der Artiel erschien am 5. Oktober, dem Welttag der Lehrerin und des Lehrers. Er wurde im Jahr 1994 von der UNESCO initiiert. Der Tag soll auf die verantwortungsvolle Aufgabe der Lehrkräfte aufmerksam machen und ihr Ansehen steigern.
Die Themenanregung stammte aus dem Redaktionskalender der drehscheibe.
Eine Berufung
Alle drei der befragten Lehrerinnen – eine Grundschul-, eine Gymnasial- und eine Realschullehrerin – beschrieben ihren Beruf als sinnstiftend. Die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler zu beobachten, auch wenn sich der Erfolg manchmal erst spät einstellt, sei sehr erfüllend.
KI im Klassenzimmer
Jekler fragte die Lehrerinnen auch, ob sie in den vergangenen Jahren Veränderungen im Schulalltag beobachten. Sie erzählten ihr von schwächelnden Leistungen, kürzeren Aufmerksamkeitsspannen und sinkender Frustrationstoleranz. Die Themen KI und Social Media spielten in ihren Klassen selbstverständlich auch eine Rolle. Aber: Den Kopf in den Sand stecken wollen sie nicht – viel mehr haben sie eigene Ideen und nennen Verbesserungsvorschläge.
Hartnäckige Vorurteile
Tatsächlich wussten die befragten Lehrerinnen vor Jeklers Anfrage gar nicht, dass der Weltlehrertag existiert. Sie bestätigten der Journalistin auch, dass sich das Vorurteil, Lehrkräfte würden nur bis mittags arbeiten und hätten zudem wochenlang Ferien, hartnäckig halten. Da wünschen sie sich mehr Anerkennung.
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