30 Jahre Mauerfall

Aus die Mauer

von Katharina Dodel

Ein Stück Berliner Mauer. (Foto: Adobe Stock/Björn Wylezich )
Ein Stück Berliner Mauer. (Foto: Adobe Stock/Björn Wylezich )

100 Jahre wird sie stehen, da war sich Erich Honecker sicher. Es kam anders: Die Reste der Mauer sind nur noch Erinnerungen an vergangene Zeiten, Deutschland ist wiedervereint. Wir geben Tipps für den Durchblick im Lokalen:

  • Reportertausch: Die Redaktion kooperiert mit einer Zeitung im Westen/Osten und schickt je einen Reporter in die Partnerstadt. Dieser schildert seine Sicht auf den Ort, die Leute und Klischees in einer Serie.
  • Die Wende aus allen Blickwinkeln: Schüler der Deutschen Journalistenschule stellen den Mauerfall in einer Multimediareportage dar – mit vielen Bildern und Videos.
  • „I’ve been looking for freedom“: Welche Songs erinnern Sie an den Mauerfall? In einer Videoumfrage spielen Leserinnen und Leser das Lied, das sie an das Ereignis 1989 erinnert, während sie erzählen, was sie damit verbinden. Redakteurinnen und Redakteure machen den Anfang.
  • 2000er befragt: Welchen Blick haben sie auf die Wende? Denken sie in Ost und West? Haben die Eltern mit ihnen darüber gesprochen? Dazu: Die Redaktion besucht eine Klasse und fragt die Schüler, wie viel sie über die deutsch-deutsche Geschichte wissen. Lehrer erzählen, wie sie die DDR-Geschichte vermitteln.
Mit Klick aufs Bild gelangen Sie zur Sonderseite aus dem Magazin.
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  • Briefwechsel: Gab es Brieffreundschaften zwischen Ost- und West-Bürgern? Was wurde darin besprochen? Welche Themen waren wichtig? Was bedeutet diese Freundschaft heute?
  • 1990 wurde die Treuhand gegründet: Sie sollte die DDR-Betriebe privatisieren. Die Redaktion forscht nach: Welche Betriebe wurden verkauft? Welche Investoren in der Region waren beteiligt?
  • Cola, Schokolade oder Westmark: Welche Waren wurden in den Osten geschmuggelt? Wie lief das ab? Wie riskant waren die Aktionen? Ost-Bürger erinnern sich an ihr erstes West-Produkt.
  • Mauergeschichten: Grafisch zieht sich eine Mauer durch die gesamte Zeitungsausgabe. Auf jeder Seite, auf der ein Teil steht, erzählt eine Leserin oder ein Leser ihre oder seine Erinnerung an die Mauer.
  • Migranten im Gespräch: Besonders türkische Migranten spürten die Auswirkungen des Mauerfalls deutlich. Die Euphorie über die Wiedervereinigung führte teilweise dazu, dass nationalistisches oder fremdenfeindliches Gedankengut wieder auflebte. Migranten erinnern sich: Wie haben sich die Einstellungen ihrer deutschen Mitbürger damals geändert? Was passiert, wenn die Herkunft plötzlich wieder eine größere Rolle spielt?
  • Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Umfrage unter Leserinnen und Lesern. Was haben Sie anschließend gemacht?
  • Porträtserie: Familien, deren Mitglieder auf beiden Seiten der Mauer lebten, berichten darüber, wie sie vor der Wende Kontakt gehalten haben, wie oft und wo sie sich getroffen haben, aber auch, wie das erste Treffen nach 1989 verlaufen ist und ob sich in der Beziehung der Familienmitglieder untereinander seitdem etwas verändert hat.
  • Ost-West im Vergleich: Die Redaktion vergleicht zwei ähnlich strukturierte Städte/Landkreise (Immobilienmarkt, Gehälter, Wahlergebnisse, Architektur, Infrastruktur, Lebensqualität) in einer interaktiven Karte.
  • Party oder Ausstellung? Wie erinnert die Stadt/Gemeinde an den Mauerfall? Was ist geplant?
  • Wie viel wissen Sie über die DDR? In einem Online-Quiz testet die Redaktion das Geschichtswissen ihrer Leser.
  • Gespräch mit einem ehemaligen DDR-Grenz- oder Zollbeamten: Wie war es, entlang der Mauer oder an Grenz- und Kontrollstationen zu arbeiten? Wie wurden sie von Westbürgern angesprochen?

Power-Workshop: Um 30 Jahre Mauerfall geht es auch beim Power-Workshop der drehscheibe am Montag, 26. August, in Braunschweig. Hier gibt es weitere Infos.

Sie haben einen dieses Tipps umgesetzt? Dann schreiben Sie uns gerne eine Nachricht an info@drehscheibe.org

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