Presseschau

Der Feind in meinem Chat

von Josephine Macfoy

Längst auch online ein verbreitetes Problem: Stalking. (Foto: AdobeStock/highwaystarz)
Längst auch online ein verbreitetes Problem: Stalking. (Foto: AdobeStock/highwaystarz)

Identitätsdiebstahl und Sexchats in ihrem Namen: Nachdem die Schauspielerin Collien Fernandes schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen erhoben hatte, demonstrierten Menschen in vielen Städten gegen Hass auf Frauen und digitale Gewalt. Fernandes selbst unterstützte den Protest. Trotz Morddrohungen nahm sie in schusssicherer Weste an einer Großveranstaltung in Hamburg teil. Das Lokale begleitet den Fall und geht grundsätzlichen Problemen nach.

Kommentare:

    • Eine Redakteurin der Badischen Zeitung aus Freiburg beschreibt in einem Kommentar, wie sich Missbrauchsfälle auf das eigene Sicherheitsgefühl auswirken – „ein Schlag ins Gesicht jeder Frau“. Zum Beitrag
    • Eine Redakteurin der Frankfurter Rundschau meint, durch die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz sei eine neue Dimension der Gewalt gegen Frauen erreicht. Zum Beitrag
    • Vor allem Männer seien jetzt in der Pflicht, sich gegen Frauenhass einzusetzen, findet eine Journalistin der Nürnberger Nachrichten. Zum Beitrag . Das sieht auch der Leiter des Kultur-Ressorts der Augsburger Allgemeinen so. Zum Beitrag
    • Tobias Goldbrunner, Mitglied der VRM-Chefredaktion, kommentiert in der Wormser Zeitung, die geplanten Maßnahmen gegen digitale Gewalt seien überfällig. Zum Beitrag (Paywall)

 

Wie Lokalzeitungen über Onlinegewalt gegen Frauen berichten:

  • Die Redaktion des Berliner Tagesspiegels fasst Kommentare von Leserinnen und Lesern über den Fall Fernandes-Ulmen zusammen. Darin wird ein Verlust an Vertrauen in die Gesellschaft, die Justiz und in das Internet deutlich. Zum Beitrag
  • Aus der Stuttgarter Zeitung erfahren Leserinnen und Leser, was als „Deepfake“ bezeichnet wird. Zum Beitrag
  • Die Märkische Oderzeitung aus Frankfurt an der Oder listet auf, welche gesellschaftlichen Probleme der Fall aufzeigt, und welche Lösungsansätze es für sie gibt. Zum Beitrag (Paywall)
  • Die Sächsische Zeitung (Dresden) lässt eine Psychologin die Folgen digitaler Gewalt für die Opfer erklären. Zum Beitrag
  • In der Aargauer Zeitung (Aarau) ordnet eine Expertin ein, warum es schwer sein kann, digitale Gewalt in Beziehungen zu erkennen. Zum Beitrag (Paywall)
  • Auch das Mindener Tageblatt setzt sich mit psychologischen Aspekten digitaler Gewalt auseinander. Zum Beitrag (Paywall)
  • Auf dem Portal talzeit aus Wuppertal beschreibt die Oberbürgermeisterin ihre zahlreichen Erfahrungen mit Belästigung online. Zum Beitrag
  • Die Westfalenpost aus Hagen berichtet, „wo die Justiz versagt und ein Arnsberger Verein hilft“. Zum Beitrag (Paywall)
  • Der SHZ lässt eine Expertin vom Frauennotruf berichten, was Frauen in Nordfriesland erleben. Dabei geht sie auch auf digitale Gewalt ein. Zum Beitrag
  • In der Augsburger Allgemeinen finden Betroffene digitaler Gewalt Tipps dazu, wie sie etwa KI-Deepfakes von sich selbst erkennen und dagegen vorgehen können. Zum Beitrag
  • Die Lippische Landes-Zeitung aus Detmold erklärt, wie groß das Risiko ist, im Internet zum Opfer zu werden. Zum Beitrag (Paywall)
  • Die Hannoversche Allgemeine Zeitung zeigt auf, wie frauenfeindliche Influencer bereits Schüler erreichen. Zum Beitrag (Paywall)

drehscheibeTipps:

  • Eine Datenrecherche zeigt das Ausmaß des Problems: Wie viele Fälle digitalen Missbrauchs gab es im vergangenen Jahr? Wer waren die Opfer? Dazu ein Interview mit der Polizei: Wie hoch ist schätzungsweise die Dunkelziffer? Was ermutigt Opfer, Täter anzuzeigen?
  • Einzelfälle: In einer Instagram-Reihe stellt die Redaktion anonym Fälle sexualisierter Online-Gewalt aus der Region vor. Eine Expertin oder ein Experte erklärt anhand der Beispiele Tatmuster.
  • Frauen gefragt: Frauen aus der Region erzählen, wann sie ihre Onlineaktivitäten aus Sicherheitsgründen schon einmal eingeschränkt haben. Dazu: Die Redaktion erklärt, wie sie mit frauenfeindlichen Trollen umgeht.
  • Männer gefragt: Männliche Passanten erzählen, wie sie online und offline auf Sexismus und Frauenhass reagieren. Was können Männer tun, um mehr Sicherheit zu schaffen?
  • Gemeinsame Lösungssuche: Menschen unterschiedlicher Berufe, zum Beispiel eine Juristin, ein Sozialarbeiter und eine Kommunalpolitikerin, diskutieren Möglichkeiten, digitale Gewalt zu verhindern.

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