Der Hauptpreis geht nach...
von Stefan Wirner
Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat die Preisträger des diesjährigen Deutschen Lokaljournalistenpreises bekanntgegeben. Auf Platz eins landet der Kölner Stadt-Anzeiger.
Mit einer Serie zur Kommunalwahl unter dem Titel „100 Ideen für Köln“ gewinnt die Zeitung den deutschen Lokaljournalistenpreis, Jahrgang 2025. Die Jury schreibt zur Begründung: „Kommunalwahlen sind nach wie vor eine der großen Herausforderungen für Regionalzeitungen. Immer steht die Frage: Wie das Thema am besten angehen? Gibt es überhaupt noch Geschichten, die nicht so oder so ähnlich schon tausendmal erzählt wurden? Neue und kreative Ideen zu entwickeln, ist eine Herausforderung. Wie es geht, zeigt der Kölner Stadt-Anzeiger. Die Redaktion hat einfach mal den Spieß umgedreht: Nicht die Kandidatinnen und Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt und das Parlament standen im Mittelpunkt ihrer Berichterstattung, sondern die Kölnerinnen und Kölner.“
Auf dem 2. Platz landet die Saarbrücker Zeitung für ihre investigative Recherche zur „NVG-Affäre“. Investigativ-Reporter Michael Kipp und Co-Autor Lukas Taskiran hatten Hinweise auf Unregelmäßigkeiten im Umgang mit öffentlichen Mitteln bei der Neunkircher Verkehrsgesellschaft erhalten und recherchiert.
Der dritte Preis geht an den Berchtesgadener Anzeiger für: „80 Jahre Kriegsende in Berchtesgaden“. Gewürdigt werde damit die herausragende Arbeit einer sehr kleinen Redaktion. Thomas Jander, einer von insgesamt nur vier Reportern in der Redaktion, hatte sich in diesem Jubiläumsjahr Großes vorgenommen: In Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Obersalzberg entwickelte er die Idee eines „Tickers“ rund um das Kriegsende, der über einen Zeitraum von knapp drei Wochen schilderte, was genau vor 80 Jahren in und um Berchtesgaden passiert war.
Auch Volos wieder prämiert
Den Sonderpreis für Volontärsprojekte erhalten die sechs Volontärinnen und Volontäre der Freien Presse aus Chemnitz für ihr Projekt „Gehen oder Bleiben“. Darin geben sie den Jüngeren eine Stimme, für die diese Frage allgegenwärtig ist. „Starke Geschichten über junge Menschen, ein innovatives und ansprechendes Format“, lobt die Jury. Es sei „ein rundum gelungenes Projekt“, das zeige: „Guter Lokaljournalismus hat eine Zukunft.“
Die drehscheibe gratuliert allen Gewinnerinnen und Gewinnern ganz herzlich!
In der Ausgabe 07/2026 stellt die drehscheibe alle Preisträgerinnen und Preisträger vor.
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