Corona-Krise

Mehrsprachiger Service im hohen Norden

von Stefan Wirner

Die Nordsee-Zeitung klärt in vielen Sprachen auf. (Foto: AdobeStock/aaabbc)
Die Nordsee-Zeitung klärt in vielen Sprachen auf. (Foto: AdobeStock/aaabbc)
In der Krise zeigt sich der Lokaljournalismus von seiner besten Seite. Leserinnen und Leser werden umfassend über die Epidemie in der Region unterrichtet, zum Teil werden direkte Hilfsangebote unterbreitet oder entsprechende Plattformen geschaffen. Service spielt eine ganze zentrale Rolle.
Durch Klick aufs Bild zum Sonderdruck.
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Etwas Besonderes hat sich etwa die Redaktion der Nordsee-Zeitung aus Bremerhaven einfallen lassen. Um auch fremdsprachige Mitbürgerinnen und Mitbürger über die Lage aufzuklären, hat sie einen mehrsprachigen Sonderdruck angefertigt. Einem kostenlosen Wochenblatt des Verlags lagen im März sechs Sonderseiten bei, auf denen in Deutsch und in zwölf weiteren Sprachen alle relevanten Fakten zur Ausbreitung und Bekämpfung des Virus erklärt wurden. Es ging darum, welche Abstandsregeln gelten, welche Hygiene-Standards zu beachten sind, wie Symptome gedeutet werden können und wie man im Fall der Fälle richtig reagiert.

Vorab hatte die Redaktion über einen Aufruf Dolmetscher und Übersetzer gesucht, die sich an dem Sonderdruck beteiligen würden. „Innerhalb von 24 Stunden nach dem Start der Aktion haben sich mehr als 100 Dolmetscher, Übersetzer und Muttersprachler gemeldet und ihre Unterstützung angeboten“, heißt es aus der Redaktion.

Mit der freundlichen Unterstützung von Kommunen und Landkreisen habe man so zahlreichen Menschen in der Region zeigen können, wie sie sich selbst und ihre Familie, Nachbarn, Arbeitskollegen und Freunde noch besser schützen können, betont Christoph Linne, Chefredakteur der Zeitung. „Einige Verlage möchten dem Beispiel folgen und Teile daraus übernehmen“, sagt er.

Hier geht es zum Sonderdruck.

 

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