Handwerk

Zeitung 4.0 - die neue Ära

von Stefan Wirner

Die aktuellen Themen von Pegida über Finanzkrise bis zur Flüchtlingsdebatte polarisieren und zeigen eine Gesellschaft im Umbruch. Gleichzeitig wächst der Druck auf die Medien, die Trends zu erklären. „Lügenpresse“ wird vielerorts diffamierend skandiert. Beim 23. Forum Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb vom 27. bis 29. Mai 2015 analysieren 180 Chefredakteure und Leitende Redakteure deutscher, österreichischer und schweizer Lokal- und Regionalzeitungen die unübersichtliche Lage, die Journalisten zwingt, Antworten zu finden: Wie lautet der gesellschaftspolitische Auftrag der Wirtschaft und der Medien vor Ort? Welche Rolle spielen lokale Medien im Lebensumfeld der Menschen?

„Local is social. Zeitung 4.0 - die neue Ära“ lautet der Titel des Forums Lokaljournalismus in Kooperation mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. Vom 27. bis 29. Mai debattieren im Hotel Cologne am Rudolfplatz Experten aus Medien, Wissenschaft und Politik über Innovationen im Journalismus. Dabei richten sie den Fokus auf Inhalt und Architektur eines neuen, erfolgreichen Lokaljournalismus.

„Wir beobachten derzeit radikale Veränderungen in der Gesellschaft. Sie zu analysieren und einzuordnen ist die Aufgabe der Medien. Wie gut sie diese Aufgabe bewältigen wird richtungweisend für die Zukunft unserer demokratischen Gesellschaft sein“, sagt Thomas Krüger, Präsident der bpb. Dafür seien Journalisten gefragt, die die Prozesse aktiv begleiten und die Konsequenzen für alle Leser nachvollziehbar machen. „Im Selbstverständnis und in der Arbeit der Lokaljournalisten muss ein Umdenken stattfinden. Dafür braucht es die Zeitung 4.0", betont Robert von Heusinger, Vorstand der Mediengruppe M. DuMont Schauberg.

Das Forum Lokaljournalismus bietet die Debatten-Plattform für Vordenker und die innovativsten Köpfe der Branche. Bei Themen wie „Was können lokale Medien von Start-ups lernen?“, Augmented Reality, Lösungen für Smartphone und Tablet bis zu Lokales 4.0 - moderne Erzählformen mit Storytelling, Bewegtbild und Multimedia, präsentieren Praktiker Best-Practice-Einblicke aus ihrer redaktionellen Arbeit. (Hier geht's zum Programm)

Die Leser und User wünschen sich einen mutigen, einen souveränen und einen professionellen Lokaljournalismus, der zum einen die gesellschaftspolitischen Herausforderungen meistert und gleichzeitig dem geänderten Mediennutzungsverhalten Rechnung trägt. Dabei ist die Konkurrenz für die lokale Tageszeitung so stark wie nie. „Deshalb muss der Lokaljournalismus in Exzellenz investieren, bei den technischen Rahmenbedingungen genauso wie beim Personal. Nur technisch versierte und selbstbewusste, weil unerschütterlich kompetente Journalistinnen und Journalisten sind ein Garant für freie Meinungsäußerung und den Fortbestand unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft“, betont Thomas Krüger.

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