Musterkonzept

Der Infostandcheck

von Rouven Kühbauch

Checkliste
(c) Fotolia - jannoon028

In Wahlkampfzeiten kommt keine Fußgängerzone ohne sie aus: die Infostände der Parteien. Sie sind ein fester Bestandteil des Wahlkampfes, nicht nur Informations-, sondern auch Diskussionsplattform mitten auf der Straße.

Idee

Ob die Stände tatsächlich einen Mehrgewinn liefern oder die Mühe der Wahlhelfer effektlos im Nichts verpufft, zeigt die Zeitung anhand eines Infostand-Checks. Sie besuchen die Wahlkampfstände der Parteien und bewerten sie anhand einer Checkliste. Dabei spielen Flyer und Give-aways ebenso eine Rolle wie der Service am Stand oder die Möglichkeit zu Gesprächen und Diskussionen.

Umsetzung

Die Redaktion erstellt im Vorhinein eine Checkliste. Diese orientiert sich an den Erwartungen an die Wahlkampfstände. Daraufhin werden die Listen an mehrere Redakteure verteilt, die dann durch die Fußgängerzonen der Städte im Verbreitungsgebiet ziehen und die Infostände der Parteien aufsuchen. Dabei werden Gespräche mit den Wahlkampfhelfern und Passanten geführt, um sich einen umfassenden Eindruck anhand der Checklisten zu machen. Die Checklisten könnten folgende Punkte beinhalten:

Anzahl an Personen
  • Wie viele Parteimitglieder betreuen den Stand?
  • Wie viele Passanten haben (in einem bestimmten Zeitraum) auf den Stand reagiert?
  • [  ] Gespräch
  • [  ] Informationsmaterial genommen
Ausstattung
  • Welche Ausstattung besitzt der Wahlstand (bitte ankreuzen):
  • [  ] Flyer
  • [  ] Postkarten
  • [  ] Luftballons
  • [  ] Kugelschreiber
  • [  ] Mitgliedsanträge
  • [  ] Sonstiges
Gespräche
  • Wie verlaufen die Gespräche mit den Passanten?
  • Wie verhalten sich die Parteimitglieder bei gegensätzlichen politischen Standpunkten?
  • Wie offen ist die Diskussions- und Gesprächskultur?

Veröffentlichungsweisen

Print und Online

Es bietet sich an, eine Serie, deren Beiträge jeweils eine Partei untersuchen, zu erstellen. Die Beiträge beinhalten die ausgefüllten Checklisten der Parteienstände in den verschiedenen Städten, welche durch Textbeiträge und Interviews ergänzt werden. Online können auch Videoaufnahmen von Gesprächen verwendet werden. Als letzter Teil der Serie veröffentlicht die Zeitung einen abschließenden Vergleich aller Parteien und stellt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Wahlkampfständen dar.

Social Media

Die Zeitung initiiert Hashtags, unter denen die Leser selbst ihre Eindrücke der Infostände teilen können. Die interessantesten Aussagen werden in einem Sonderbeitrag innerhalb der Serie veröffentlicht und ergänzen das Bild, das die Zeitung von den Infoständen gezeichnet hat.

Teaserbild (c) Fotolia - Coloures-pic

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