Musterkonzept

Einladung zum Streit

von Antonia Eichenauer

Zwei Erstwähler in der Diskussion
(c) Fotolia - theartofphoto

Streitgespräche sind überall ein willkommenes Mittel um die unterschiedlichen Positionen in einer Debatte abzubilden. Nahezu jeden Abend streiten sich im deutschen Fernsehen Politiker, Interessenvertreter und Entscheidungsträger. Doch wann kommen eigentlich die jungen Bürger zu Wort?

Idee

Die Zeitung lädt zwei Erstwähler zur Diskussion über die Wahlbeteiligung ein. Einer von ihnen freut sich, nun endlich die Politik mitbestimmen zu können. Der andere ist an Politik wenig interessiert und glaubt nicht daran, dass seine Stimme etwas verändern könnte. Ein Redakteur moderiert das Gespräch.

Umsetzung

In Schulen im Verbreitungsgebiet werden Erstwähler gesucht. Dabei wird darauf geachtet, dass zwei ausgewählt werden, die unterschiedliche Meinungen zur Wichtigkeit der Wahl haben und diese bereitwillig in der Öffentlichkeit vertreten.

Ein Redakteur nimmt sich Zeit, ausführlich mit den Erstwählern über ihre Motivation zur politischen Partizipation zu reden. Gerade die Argumente für und wider der Wahlbeteiligung stehen im Fokus. Im Gesprächsverlauf sollen die Erstwähler dazu motiviert werden, deutlich Stellung zu beziehen. Dabei helfen provokante Fragen wie: Haben Wähler Macht über die Politik oder müssen sie ohnmächtig dabei zusehen, was Politiker entscheiden? Ist Wählen eine Bürgerpflicht?

Dreh

Die Zeitung zeigt den älteren Politikern und Lesern in ihrem Verbreitungsgebiet durch das Streitgespräch, was die jungen Wähler von der Politik im Bund halten. Das Gespräch soll stellvertretend für die Bedürfnisse, Bedenken und Motivationen von Erstwählern stehen. Daraus können sich auch Strategien ergeben, wie die jungen Wähler besser von der Zeitung angesprochen werden können.

Veröffentlichungsweisen

Im Blatt und online

Das Streitgespräch der Erstwähler wird als Interview seitenfüllend gedruckt. Im Netz gibt es darüber hinaus eine ungekürzte Version als Text und als Audiofile.

Social Media

Twitter und Facebook bieten sich in diesem Fall an, um besonders markante Zitate schon vor Erscheinen des Interviews zu veröffentlichen. Zusätzlich sollte der Artikel auch auf der Facebookseite der Jugendredaktion der Zeitung verlinkt werden. Auf Instagram können die Gesprächsteilnehmer mit einem Foto kurz vorgestellt werden. Dasselbe lässt sich auch auf YouTube realisieren, wo sich die Erstwähler in einem kurzen Video selbst vorstellen.

Stolperfalle

Auch Erstwähler können schon sehr gefestigte Parteipräferenzen haben. Diese sollen sie aber nicht in das Gespräch einbringen.

Teaserbild (c) Fotolia - Coloures-pic

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