Musterkonzept

Orientierung in Wahlkampfzeiten

von Rouven Kühbauch

Auswertung von Fragebogen
Fragebogenauswertung

Klare Antworten auf die Fragen der Wähler – davor scheuen sich viele Politiker. Doch für die Orientierung im Wahlkampf sind konkrete Positionen wichtig. Welche Themen beschäftigen die Region und sind für die Leser der Zeitung relevant? Und was sagen die Direktkandidaten der Parteien dazu?

Idee

Die Zeitung fragt ihre Leser, zu welchen Themen sie sich eine Positionierung der Direktkandidaten des Wahlkreises wünschen. Die wichtigsten und interessantesten Fragen werden gesammelt und den Politikern vorgelegt. Deren Stellungnahmen sammelt die Redaktion und präsentiert sie ihren Lesern auf einer Sonderseite.

Umsetzung

Um ein möglichst breites Bild der Leserschaft zu erhalten, wird die Befragung früh angekündigt und über mehrere Kanäle verbreitet. Auf der Internetpräsenz wird – im besten Fall auf der Startseite – ein Umfragetool eingebettet, auch eine Facebook-Umfrage wird initiiert. Beide sollten die Möglichkeit bieten, eigene Themenvorschläge zu machen. Für die Printversion wird ein Umfragebogen gestaltet, der vom Leser ausgefüllt und gefaltet an den Briefkasten gehängt werden kann. Die Zeitungszusteller sammeln diese daraufhin ein. Zusätzlich wird eine Telefonnummer eingerichtet, bei der sich Leser mit ihren Themenvorschlägen melden können.

Bei der Auswertung werden 60% der Themen nach der Häufigkeit, mit der sie genannt wurden, ausgewählt. Die anderen 40% werden von der Redaktion bestimmt. So wird einerseits dafür gesorgt, dass die Themen, die den meisten Lesern auf dem Herzen liegen, zur Sprache kommen, und andererseits interessante, aber spezielle Themen, die vielen Lesern womöglich nicht präsent sind, nicht außer Acht gelassen werden. Die ausgewählten Themen und Fragen werden dann den Direktkandidaten der Wahlkreise gesammelt zugestellt, mit der Aufforderung zur Positionierung und der Möglichkeit zur Erläuterung der Positionen

Dreh

Die Leser bestimmen, wozu sich die Politiker positionieren sollen. So wird der Wahlkampf bürgernah gestaltet und die Wähler der Region erhalten ein Sprachrohr für den Kontakt mit den Bundestagskandidaten ihres Wahlkreises.

Direktkandidaten vertreten ihre Wahlkreise und die Interessen ihrer Bürger im Bundestag. Diese Aufgabe ist vielen Wählern bei ihrer Wahlentscheidung nicht bewusst. Mit dieser Aktion fördert die Zeitung eine informierte und reflektierte Wahlentscheidung.

Veröffentlichungsweise

Print

Die Antworten der Politiker werden redigiert und neben einem Foto von ihm oder ihr veröffentlicht. Je nach Umfang kann dies auch als Serie gestaltet werden. Zusätzlich werden einigen Lesern, die an der vorherigen Befragung teilgenommen haben, die Antworten bereits im Vorfeld gezeigt. Sie können sich dazu äußern, wie sie die Positionen finden und ob sie mit der Beantwortung der Fragen zufrieden sind. Die Einschätzungen werden dann mit den Positionierungen der Politiker zusammen veröffentlicht.

Online und Social Media

Die Zeitung überträgt mittels Facebook Live Interviews mit den Kandidaten. So haben Leser die Möglichkeit während des Interviews mit Kommentaren und Vorschlägen, das Interview zu beeinflussen und ihre Themen ins Gespräch zu bringen.

Stolperfallen

Facebook Live bietet zwar die Möglichkeit zur Interaktion mit vielen Facebook-Nutzern, diese landen jedoch ungefiltert in der Redaktion. Hier ist eine aufwendige Moderation notwendig.

Teaserbild (c) Fotolia - Coloures-pic

Artikelbild: Bundesarchiv, Bild 183-1990-0116-300 / Grubitzsch (geb. Raphael), Waltraud / CC-BY-SA 3.0

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