Ostfriesland macht den Wahlcheck!
von Max Wiegand
Am 13. September 2026 finden in Ostfriesland Kommunalwahlen statt. Auch bei der Zeitungsgruppe Ostfriesland (ZGO) stellte sich die Frage, wie die Redaktion darüber berichten soll. „Die Erfahrung von Jahren zeigt: Artikel, in denen die Schwerpunkte gelistet werden, Fünf-Frage-Formate oder Ähnliches werden nicht besonders gut gelesen“, erzählt Redakteur Timo Sager. Also probierten er und seine Kolleginnen und Kollegen etwas Neues aus: einen interaktiven Wahlcheck.
Der OZ-Wahlcheck ist eng verwandt mit dem Wahl-O-Mat der bpb. Basierend auf einer Open-Source-Software, hat der Verlag das Format für die Region angepasst. „Die Badischen Neuesten Nachrichten arbeiten schon länger damit und haben bei der ZGO Starthilfe geleistet“, erzählt Sager. Angeboten wird der Wahlcheck für drei Kreistagswahlen und eine Stadtratswahl. Die Parteien wurden mit 30 von den Redaktionen erarbeiteten Thesen konfrontiert, die speziell auf den Landkreis oder die Stadt zugeschnitten sind. Sie konnten die Thesen positiv, negativ oder neutral bewerten. Im Check bewertet auch jeder Nutzer die Thesen und bekommt am Ende eine Auswertung, mit welcher Partei er die größte Schnittmenge hat.
„Wir hoffen, so auch Menschen für die Wahl und die Positionen der Parteien zu interessieren, die wir bisher nicht oder schlecht erreicht haben“, erklärt Lars Reckermann, Chefredakteur der ZGO. Und tatsächlich kommt der Wahlcheck gut bei den Leserinnen und Lesern an. Es gebe unter anderem viele Rückmeldungen von Lehrerinnen und Lehrern, die den Wahlcheck in der Schule einsetzen möchten, erzählt Sager.
„Der Aufwand zur Erstellung der Redaktion ist nicht gering, aber durchaus handhabbar“, meint der Redakteur. Die aufwändigsten Punkte seien die Kommunikation mit den Parteien und das Erfassen der Antworten.
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