Ausgabe 12/2006

Das hört ja gut auf

von drehscheibe-Redaktion

Titel drehscheibe 12/2006

Jahresrückblicke

Immer mehr deutsche Zeitungen gehen dazu über, den Lesern zum Jahresende einen wirklich originellen Rückblick zu präsentieren. Vorbei sind die Zeiten, in denen einfach nur die Archivbände durchgeforstet und chronologische Bleiwüsten produziert wurden. "Das hört ja gut auf", heißt das Titelthema der drehscheibe (November 2006).

Die drehscheibe zeigt gelungene Beispiele, wie auch im Lokalen kreativ auf das abgelaufene Jahr zurückgeblickt werden kann. Da ist die Sprechblasen-Seite des "Ostholseiner Anzeigers" (Eutin), die Karikaturen-Seite der "Emder Zeitung", der Pleiten, Pech und Pannen-Rückblick der "Märkischen Allgemeinen Zeitung" oder das "merk-würdige" Interview der Lokalredaktion der "Stuttgarter Zeitung".

Alles unkompliziert umsetzbare Ideen - man muss nur darauf kommen. Einige Verlagshäuser wie der "Südkurier" in Konstanz sind sogar so mutig, mit einer kostpflichtigen Rückblicksbeilage an die Kioske zu gehen. Chefredakteur Thomas Satinsky berichtet in der drehscheibe über das Erfolgskonzept. Der Trend: Viele Zeitungen recherchieren zum Jahresende die spektakulärsten Ereignisse noch einmal neu und präsentieren den Lesern den aktuellen Stand. Vor allem wird auf Regionalität gesetzt.

Weitere spannende Themen für Lokaljournalisten sind in der aktuellen Ausgabe der drehscheibe zu finden. Zudem liegt ein Extrablatt für die Vorweihnachtszeit bei. Lokaljournalisten bekommen zahlreiche Tipps wie sie in der Routine den Blick auf das Besondere lenken können.

In der Ideenbörse werden diesmal folgende Geschichten vorgestellt und zur Nachahmung empfohlen:

  • Langzeitreportage – Mit der Serie "Das Jahr des Bauern" begleitete die Redaktion der "HNA" (Kassel) ein Jahr lang einen Landwirt bei der Arbeit. Zwölf Serien-Teile enstanden.
  • Ein ungewöhnlicher Rundgang – Unschöne Ecken Scmuddelecken aus der Innenstadt wurden von der "Deister- und Weserzeitung" (Hameln) auf einer Doppelseite zusammen mit einer Grafik präsentiert.
  • Ausländer vor der Tür – Mit der Serie "Die Tölzer Türken" regte der "Tölzer Kurier" Diskussionen über die Integration ihrer ausländischen Mitbürger an. Porträts von türkischen Familien wurden zweisprachig abgedruckt.
  • Eine saubere Sache – "Wann wird wo gefegt", fragten die "Elmshorner Nachrichten". Zusammen mit einem Bild von einem besen präsentierte die Zeitung ihren Lesern auf der Titelseite eine Liste öffentlichen Kehrzeiten.
  • Kurioses aus dem Depot - Museen und Archive haben viele spannende Stücke im Depot, weil sie nicht ins Konzept der Ausstellung passen. Ein genaues Hinschauen lohnt sich, wie "Ostthüringer Zeitung" (Gera) festgestellt hat.
  • Schulen im Test – Im "Großen Schul-TÜV" der "Westdeutschen Zeitung" (Düsseldorf) bewerten Schüler ihre Penne. U.a. Wird eine Top 10 der Lehrer veröffentlicht.
  • Jeden Tag ein Türchen - Einen Adventskalender der besonderen Art hat die "Heilbronner Stimme" erstellt. In 24 Folgen werden täglich bekannte und weniger bekannte Türen der Stadt geöffnet, die ansonsten für die Öffentlichkeit verschlossen bleiben.
  • Lieber Flaschen sammeln als Hartz IV - Wie sich ein Mensch auf niedrigstem Niveau über die Runden quält und dabei auf staatliche Unterstützung verzichtet, hat die "Neue Osnabrücker Zeitung" beobachtet.
  • Zwischen Kunst und Katastrophe - Auf einer Sonderseite kommen Sprayer und die Gegner von Graffiti-Wandgemälden in "Schweriner Volkszeitung" zu Wort.

Zum Titelthema "Jahresrückblick“ sowie "Advent" gibt es jeweils eine Ideenliste, die bequem auf dieser Website eingesehen werden können. Abonnenten können einzelne Artikel herunterladen.

Inhaltsverzeichnis

Veröffentlicht am

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Kommentieren

Bei den mit Sternchen (*) markierten Feldern handelt es sich um Pflichtfelder.

Versandanschrift

Bei den mit Sternchen (*) markierten Feldern handelt es sich um Pflichtfelder.

Rechnungsanschrift (falls abweichend)

Hinweis
Um Ihre Bestellung durchzuführen, benötigen wir einige Angaben von Ihnen. Bitte beachten Sie, dass es sich bei den mit * gekennzeichneten Feldern um Pflichtangaben handelt. Mit der Eintragung Ihrer Daten erklären Sie sich mit unseren Preisen, Leistungen und Lieferbedingungen sowie mit der Speicherung und Nutzung Ihrer Daten gemäß den Hinweisen zum Datenschutz einverstanden.

Sie können Ihre Bestellung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen schriftlich widerrufen. Zur Fristwahrung genügt rechtzeitiges Absenden an Raufeld Medien.