Protest im Netz
„Das Netz ist ein Abbild der Realität“
Der Protest im Netz ist derzeit Gegenstand weitläufiger Diskussionen. Wie wichtig ist er? Wie funktioniert er? Und die drehscheibe interessiert natürlich zusätzlich: Wie sehen Blogger eigentlich Lokaljournalisten? Die Redaktion hat sechs Beteiligten des Online-Protestes in Stuttgart fünf Fragen gestellt.
Holger Reuß, Blogger:
Nicht wichtig, aber unumgänglich. Das Netz ist ein Abbild der Realität, jedoch mit viel schnelleren Vernetzungsmechaniken. Menschen bekamen durch den Protest im Netz schnell und leicht Zugang zu Gleichgesinnten.
2. Social Media kann...?
...absolut überbewertet werden, ist aber durch die Echtzeit-Kommunikation das Medium Nummer Eins bezüglich Aktualität.
3. Blogger sind...?
...auch nur Menschen.
4. Und Lokaljournalisten sollten...?
...mutiger werden und sich mehr zutrauen.
5. Was war für Sie die spannendste Web-Aktion/ das interessanteste Tool?
Fluegel.tv, cams21, bauzaun21.de, Mappus Countdown und unendlich viele weitere Aktionen. Vor allem aber hat mich die Kreativität der Bürger begeistert.
Holger Reuß ...
... bloggt als Floyd Cellulloyd auf fakeblog.de. Neben Netzthemen und Vermischten wurde Stuttgart 21 dort zu einer festen Rubrik. Immer wieder auch mit eigenen kleinen Aktionen, zum Beispiel einem S21-Quartett zum Selbermachen. Ins Netz hievte Reuß auch den Bauzaun, der zu einer Art öffentliche Ausstellungswand der Protestierenden wurde: Auf www.bauzaun21.de lässt sich durch „taggen“ virtuell eine Botschaft hinterlassen.




