Interviews
Die Redaktion der drehscheibe spricht immer wieder mit interessanten Persönlichkeiten aus der Medienszene. Diese Gespräche bieten Anregungen zu relevanten aktuellen journalistischen Themen.
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„Wir haben klargestellt: nicht mit uns!“ |
Joachim Braun ist Chefredakteur des Nordbayerischen Kuriers.Recherchieren im Lokalen ist keine leichte Übung. Schwierig wird es vor allem, wenn der Presse bestimmte Informationen verweigert werden. Manchmal helfen nur noch die Gerichte, wie dieses Beispiel aus Bayreuth zeigt. Ein Gespräch mit Joachim Braun, dem Chefredakteur des Nordbayerischen Kuriers. |
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„Online-Lokaljournalismus trägt sich noch nicht“ |
Daniel Wildfeuer ist Gründer und Geschäftsführer von lokalnews.de.Mitte Februar wurde bekannt, dass die lokaljournalistische Plattform lokalnews.de ihren Dienst einstellt, und das nach wenig mehr als einem Jahr. Lokalnews.de deckte das Geschehen in der Stadt Passau journalistisch ab. Es war des erste deutschsprachige Online-Projekt im Lokaljournalismus, das von einem Verlag, dem Wochenblatt Verlag aus Landshut, finanziert wurde. Über die Hintergründe des Scheiterns sprach die drehscheibe mit Daniel Wildfeuer, dem Gründer und Geschäftsführer von lokalnews.de. |
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„Wir wollen Hamburg ein Gesicht geben“ |
Oliver Schirg leitet das Online-Newsdesk beim Hamburger Abendblatt.
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„Bei den Treffen ging es mir nie um eine persönliche Wertung“ |
Daavid Wnendt ist Regisseur.Der Film „Kriegerin“ von David Wnendt handelt von dem Skingirl Marisa, das versucht, aus seiner rechtsextremen Clique in der ostdeutschen Provinz auszusteigen. Im Interview erläutert der Regisseur, wie er bei seiner Recherche im rechtsextremen Milieu vorgegangen ist. |
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„Wir wollen die Lebenswirklichkeit in diesem Stück Kerneuropa abbilden“ |
Damian Schwickerath ist Stellvertretender Chefredakteur des Trierischen Volksfreunds.Der Trierische Volksfreund und die Gruppe Editpress Luxemburg (Esch-sur-Alzette) geben seit Januar 2012 gemeinsam eine Zeitung heraus: DeLux. Ein Gespräch mit Damian Schwickerath, dem Stellvertretenden Chefredakteur des Trierischen Volksfreunds, über das grenzüberschreitende lokale Projekt. |
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Von Profis für Profis |
Ein Doppelinterview mit Paul-Josef Raue und Wolf SchneiderDer Klassiker in neuer Form: Die neue Ausgabe des Handbuchs für Journalisten von Wolf Schneider und Paul-Josef Raue ist erschienen: „Das neue Handbuch des Journalismus und des Online-Journalismus“. Das Standardwerk wurde generalüberholt und um viel Wissenswertes zum Online-Journalismus und zur Arbeit in und mit PR und Pressestellen erweitert. Die drehscheibe sprach mit den beiden Autoren. |
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„Ein 360-Grad-Rundumblick über die Region“ |
Uwe Ralf Heer ist Chefredakteur der Heilbronner Stimme.Am 15. Dezember 2011 feierte das Videoblog „360 Grad“ der Heilbronner Stimme ein besonderes Jubiläum: Die 200. Folge erschien. Die drehscheibe sprach mit einem Chefredakteur, der sich schon mal in ungeahnte Höhen aufschwingt. |
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„Am Tag 10 bis 20 eigene Berichte“ |
Sascha Borowski leitet die Online-Redaktion der Augsburger Allgemeinen.Bei den Oktoberzahlen der Online-IVW legte die Augsburger Allgemeine dem Mediendienst Meedia zufolge bei den redaktionellen Visits gegenüber dem Vormonat um mehr als 20 Prozent zu. Sascha Borowski erläutert im Interview wie es zu diesem signifikanten Zuwachs kam und welche Strategie die Augsburger online fahren. |
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„In den Titelköpfen wird weiterhin DerWesten stehen“ |
Thomas Kloß ist Chefredakteur von DerWesten.de.Änderungen bei DerWesten.de: Die Internetseite der WAZ-Gruppe erhält ein neues Erscheinungsbild, und in einem zweiten Schritt sollen ab 2012 die einzelnen Zeitungstitel, die bisher unter DerWesten.de zusammengefasst sind, wieder unter eigenen URLs erreichbar sein. Über die Bedeutung dieses Schrittes sprach die drehscheibe mit Thomas Kloß, dem Chefredakteur von DerWesten.de. |
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„Schwein haben ist nicht so einfach“ |
Peter Voith ist Redaktionsleiter Regionales/ Niedersachsen des Weser-Kuriers.In der Ausgabe 9/11 berichtete die drehscheibe über das Redaktionsschwein des Weser-Kuriers. Ursprünglich sollte die Geschichte den Lesern des Blattes bewusst machen, wie das Leben eines Nutztieres zwischen Geburt und Tod aussieht. Doch dann kam alles völlig anders und die Lage eskalierte. Peter Voith erzählt, was passiert ist. |
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„Lokales ist Teil unserer DNA“ |
Daniel Chmielewski arbeitet in der Geschäftsleitung des Medienhauses Lensing.Die Auflagen der Lokalzeitungen sinken durchschnittlich stärker als die der überregionalen Tageszeitungen. Ist das darauf zurückzuführen, dass das Interesse an lokaler Information nachlässt? Der Journalist Daniel Chmielewski ist der Frage nachgegangen und hat untersucht, wie stark das lokale Interesse der Leser von der Ortsbindung der Menschen abhängig ist. Für seine Dissertation, die unlängst unter dem Titel „Lokale Leser. Lokale Nutzer“ erschienen ist, befragte er in einer empirischen Studie 3.000 Leser und Nutzer der Ruhr Nachrichten. Die drehscheibe sprach mit ihm über die Ergebnisse seiner Studie und darüber, was das für die Zukunft der lokalen Medien bedeuten könnte. |
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„Es ist nicht jedermanns Sache, fünf Tage nicht zu duschen“ |
Hartmut Wagner ist Gerichtsreporter der Rhein-Zeitung.Wie leben Obdachlose? Was tun sie den ganzen Tag? Aus welchen Gründen leben sie auf der Straße? Um diesen Fragen nachzugehen, hat Hartmut Wagner, Gerichtsreporter der Rhein-Zeitung, fünf Tage lang einen Obdachlosen durch Koblenz begleitet. Er saß mit ihm auf Bänken herum, sprach stundenlang mit ihm und schlief neben ihm in einer Unterführung. Anschließend schrieb er eine Reportage über diese fünf Tage und das Leben des Stadtstreichers. Die drehscheibe sprach mit Wagner darüber, wie er bei der Geschichte vorgegangen ist. |
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„Wir inszenieren Überraschungen“ |
Frank Fligge ist stellvertretender Chefredakteur der Westfälischen Rundschau.Jede Jahreszeit hat ihre eigene Berichterstattung im Lokalen – das Frühjahr genauso wie der Sommer und der Herbst. Und kaum versieht man sich, stehen schon wieder Weihnachten und Sylvester vor der Tür. Im redaktionellen Alltag kann man diese Termine leicht übersehen oder verdrängen. Besser aber ist es, sich gut auf sie vorzubereiten. Die Westfälische Rundschau hat dafür ein System entwickelt. Darüber sprach die drehscheibe mit Frank Fligge, dem stellvertretenden Chefredakteur des Blattes. |
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„Die Leser wollen wissen, ob sie bei Festivals Hut und Mantel brauchen“ |
Ludger Möllers ist Mitglied der Chefredaktion der Schwäbischen Zeitung.Alle reden vom Wetter. Manche dagegen tun was. Die Schwäbische Zeitung zum Beispiel. Sie trägt dem großen Interesse an Sonnenschein, Wärme und blauem Himmel Rechnung und wartet mit einer neuen Wetterseite auf. Ein Gespräch mit Ludger Möllers, Mitglied der Chefredaktion des Blattes. |
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„Wir werden über Facebook schneller informiert als über die Polizei“ |
Horst Seidenfaden ist Chefredakteur der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung.Zu viel Zeitaufwand, Mehrbelastung, ein Minusgeschäft - mancherorts hört man von Redakteuren noch solche Klagen, wenn es um die Präsenz in sozialen Netzwerken oder allgemein im Internet geht. Aber nicht von Kollegen aus der Hessisch/Niedersächsischen Allgemeinen Zeitung. Hier erhalten Volontäre eine Multimedia-Ausbildung, Redakteure werden auf Facebook geschult. Ein Gespräch mit Chefredakteur Horst Seidenfaden über die Online-Philosophie des Verlags. |
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„Man sollte nicht überdramatisieren“ |
Markus Mörchen ist verantwortlicher Redakteur der Kinder-Nachrichtensendung logo! des ZDF.Auf der Blitz-Kindermedienkonferenz zum Thema „Krisenberichterstattung für Kinder“ wurde klar: Nachrichten für Kinder sind nötig. Und sie müssen anders gemacht werden als Nachrichten für Erwachsene. Einige Tipps aus der Praxis dazu gibt Markus Mörchen, verantwortlicher Redakteur der Kinder-Nachrichtensendung logo! des ZDF. |
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„Kinder bekommen die Grausamkeiten mit“ |
Volker Stennei ist Chefredakteur des Hellweger Anzeigers.Seit etwa fünf Jahren erscheint im Hellweger Anzeiger eine Seite, die lokale und internationale Ereignisse speziell für Kinder aufbereitet. Die drehscheibe sprach mit Chefredakteur Volker Stennei über das Erfolgsgeheimnis der Kinderseite und die besondere Herausforderung bei kleinen und großen Dramen. |
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„Scheitern muss kein Verlust sein“ |
Tim Kosmetschke ist Kulturredakteur der Rhein-Zeitung.„Neun Thesen zur Zukunft des Journalismus“ veröffentlichte Tim Kosmetschke auf seinem Blog „Überm Bruch“. Er hatte sie auf der Tagung „Journalismus reloaded“ an der Leipzig School of Media gesammelt. Die drehscheibe sprach mit ihm über die Thesen und die entstandene Debatte. |
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„Zeitung aus einem Guss“ |
Ralf Freitag ist Chefredakteur des Delmenhorster Kreisblatts.Lokales und Überregionales verknüpfen – mit diesem Ziel produziert das Delmenhorster Kreisblatt den Mantel wieder selbst. Chefredakteur Ralf Freitag erläutert im Gespräch mit der drehscheibe das neue Konzept. |
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„Wir glauben fest an die Zukunft der Zeitung“ |
Hans-Christian Haarmann ist Verleger und Geschäftsführer des Hellweger Anzeigers.Die Süddeutsche Zeitung berichtete kürzlich über die „Chronische
Schwindsucht“ von Lokal- bzw. Regionalzeitungen, die allesamt
Auflagenverluste erleiden würden. Nur der Hellweger Anzeiger
aus Unna mache eine Ausnahme und habe Abos hinzugewonnen. Die drehscheibe sprach mit Hans-Christian Haarmann darüber, wie die Zeitung diesen Zuwachs erreichen konnte. |
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„Neue Technologien haben ein extrem schlechtes Image“ |
Sascha Lobo ist Autor, Blogger und Strategieberater.Sascha Lobo betreibt seit April das Forschungs-Blog von Discover Markets,
einem Forschungsprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft. Gemeinsam mit
Wissenschaftsbloggern und Wissenschaftlern vom Fraunhofer schreibt Lobo
dort über Forschung und will Wissenschaft und Öffentlichkeit näher
zusammenbringen. Mehr dazu auf www.forschungs-blog.de |
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„Die Leute waren zu Recht wütend“ |
Heiner Geißler war Schlichter im Streit um Stuttgart 21.Er ist eine der eigenwilligsten Persönlichkeiten des politischen Lebens in Deutschlands: Heiner Geißler war lange Jahre Generalsekretär der CDU und von 1982 bis 1985 Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit. Fiel er früher mit starken Sprüchen gegen seine linken politischen Gegner auf, wandelte er sich mit der Zeit. Im Jahr 2007 wurde er sogar Mitglied in der globalisierungskritischen Vereinigung Attac. Zuletzt war er Vermittler im Streit um den Umbau des Stuttgarter Bahnhofs. Die drehscheibe sprach mit ihm über Stuttgart 21, wachsende Bürgerproteste und darüber, welche Rolle Lokalzeitungen darin spielen könnten. |
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„Die Welt ist keineswegs eine durchgängige Festveranstaltung“ |
Stefan Lutz ist Chefredakteur des Südkuriers.Für seinen umfassenden Relaunch hat der Südkurier 2011 den Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung erhalten. Die Regionalzeitung aus Konstanz hatte sich Anfang 2010 unter der Federführung von Chefredakteur Stefan Lutz optisch und inhaltlich „renoviert“. Das Ergebnis überzeugte nicht nur die Leser, sondern auch die Jury des renommierten Lokaljournalistenpreises. Im Interview mit der drehscheibe verrät Stefan Lutz, was sich hinter dem ausgezeichneten Konzept „Lust auf Heimat“ verbirgt. |
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„Alle fordern multimedialen Journalismus, aber keiner sagt, wie das wirklich geht“ |
Christian Jakubetz ist Journalist, Trainer und Berater.„Universalcode“ heißt ein neues Lehrbuch für Journalisten, das, schon lange
bevor es erschienen ist, für Wirbel sorgt. Der Journalist Christian
Jakubetz hat das Buchprojekt vergangenes Jahr ins Leben gerufen, weil
es seiner Ansicht nach kein zeitgemäßes Lehrbuch für Journalismus gibt.
Seither können die zukünftigen Leser die Entstehung des Werks im Blog von Christian Jakubetz begleiten. Sie entscheiden letztlich auch darüber, ob es überhaupt erscheinen wird. |
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„Diese Technik hat keine Zukunft“ |
Dr. Christian Ortner ist Chefredakteur der Vorarlberger Nachrichten.Mit einer großen Unterschriften-Aktion setzen sich die Vorarlberger Nachrichten für den Ausstieg Europas aus der Atomenergie ein. Die österreichische Regionalzeitung engagiert sich schon seit vierzig Jahren gegen die Atomkraft, doch nach der Katastrophe in Fukushima will sie ein Zeichen setzen. Die drehscheibe sprach mit Chefredakteur Dr. Christian Ortner über die Aktion und die Frage, ob sich eine Zeitung überhaupt politisch engagieren sollte. |
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„Die Geschichte ist nicht zu Ende“ |
Joachim Fahrun ist Chefreporter der Berliner Morgenpost.Für die Berichterstattung über die Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg wurde ein Redaktionsteam der Berliner Morgenpost mit dem Wächterpreis 2011 geehrt. Die Zeitung hatte im Januar 2010 als erstes über das Thema berichtet und damit eine ganze Welle von Berichten über Missbrauchsfälle in kirchlichen und anderen Einrichtungen ausgelöst. |
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„Über Themen schreiben, die auf der Straße liegen“ |
Imke Emmerich schrieb ihre Masterarbeit über hyperlokale Plattformen.Wo auch immer es in den vergangenen Jahren um die Zukunft des
Lokaljournalismus ging, war das Schlagwort vom Hyperlokalen schnell bei
der Hand. Aber was ist eigentlich hyperlokal? Und was für Erfahrungen
haben Journalisten gemacht, die hyperlokale Webseiten betreiben? Im Interview mit der drehscheibe sprach Imke
Emmerich über die Ergebnisse ihrer Masterarbeit „Hyperlokale Plattformen in Deutschland“. |
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„Zum Schluss fehlte uns noch eine 34-jährige Frau“ |
Ronny Rozum ist Ressortleiter für Bild, Grafik und Layout bei der Freien Presse (Chemnitz).Zum 100. Frauentag am 8. März veröffentlichte die Freie Presse (Chemnitz) eine Seite mit 100 Fotos von ihren Leserinnen. Der Clou dabei: Bei den 100 fotografierten Frauen war von 1 bis 100 jedes Lebensalter einmal vertreten. Und: Die Fotografen der Zeitung setzten die Aktion an zwei Produktionstagen um. Wie das möglich war, fragte die drehscheibe Ronny Rozum, der als Ressortleiter für Bild, Grafik und Layout das Experiment verantwortete. |
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„Hier ein Flüchtigkeitsfehler, da ein doppelter Artikel“ |
Hendryk Schäfer ist Auszubildender im Fach Mediengestaltung und Blogger.Es ist ein ungewöhnliches Experiment und eine etwas andere Blattkritik: Zwei Wochen lang testete ein Auszubildender aus Herne die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ). Unter dem Titel "WAZ sollen wir lesen? Das Zeitungsaboexperiment" berichtete der 23-jährige Hendryk Schäfer in seinem Blog (später auch crossgepostet von wasmitmedien.de) über seine Erfahrungen mit der Lokalzeitung, über Enttäuschungen und Überraschungen, über gute und schlechte Geschichten. |
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„Eine neue Perspektive im Lokalen“ |
Harald Hinze ist Leiter der Online-Redaktion der Syker Kreiszeitung.Dabeisein ist alles: Die Online-Redaktion der Syker Kreiszeitung hat eine Mini-Kamera angeschafft, die auf einen Helm geschnallt werden kann und dann die Bewegungen und die Umgebung des Trägers aufzeichnet. Die drehscheibe spricht mit dem Leiter der Online-Redaktion, Harald Hinze, über die Erfahrungen mit dem Gerät. |
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„Alle sind zur Stelle, wenn die Frankenpost für ihre Leser nachhakt“ |
Kerstin Dolde ist Leseranwältin der Frankenpost.Für viele Menschen ist die Tageszeitung nicht nur eine Quelle der Information. Sie wenden sich auch mit alltäglichen Sorgen und Problemen an die Redaktion. Die Frankenpost aus Hof hat nun auf dieses Bedürfnis der Leser reagiert und den Posten einer Leseranwältin eingeführt. In dieser Funktion ist seit Anfang des Jahres Redakteurin Kerstin Dolde tätig. Die drehscheibe sprach mit ihr über ihr neues Arbeitsfeld. |
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„Lokale News plus Blogs plus Community“ |
Markus Hofmann ist Projektleiter von Fudder.Bereits seit fünf Jahren macht fudder.de Lokaljournalismus für junge Leute im Netz. Markus Hofmann leitet das Projekt der Badischen Zeitung in Freiburg. Im Interview mit drehscheibe-Autorin Kathrin Justen zieht der Fudder-Chef Bilanz und erläutert, warum die Webseite kein lokales Facebook sein will und weshalb er glaubt, dass der Werbemarkt im Internet in den kommenden Jahren noch deutlich wachsen wird. |
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„Ohne Frauenquote wird sich nichts ändern“ |
Tanja Kurz ist Chefredakteurin des Haller Tagblatts (Schwäbisch Hall).Die Regierungskoalition diskutiert derzeit über eine Frauenquote für
Chefetagen in der Wirtschaft. Auch in den Zeitungsverlagen sieht es in dieser Frage nicht besonders
gut aus: Gerade einmal sechs Frauen stehen hierzulande an der Spitze
einer Tageszeitung. Darunter seit November 2010 Tanja Kurz als
Chefredakteurin des Haller Tagblatts. Die drehscheibe sprach mit ihr über den Sinn einer Frauenquote in Verlagen. |
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„Etwas kontrovers muss es sein“ |
Tim Fischer und Kim Bierbrauer sind freie Mitarbeiter der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.Tim und Kim machen das Kinomagazin „Spätvorstellung“,
das wöchentlich als Video auf der Webseite der HAZ erscheint. In jeder
der rund drei Minuten langen Folgen besprechen die beiden Kinofans
einen aktuellen Film direkt im Kino vor laufender Kamera. Bisher sind
knapp 80 Folgen erschienen. Zu sehen ist die Reihe unter www.haz.de/kinomagazin |
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„Westfalenpost bleibt Heimatzeitung“ |
Stefan Hans Kläsener ist stellvertretender Chefredakteur der Westfalenpost (Hagen).Am 1. Februar 2011 übernimmt Stefan Kläsener die Chefredaktion der
Westfalenpost von Bodo Zapp, der zum 31. Januar in den Ruhestand geht.
Mit dem Wechsel stehen auch organisatorische und inhaltliche
Veränderungen an. Kläsener hat ein Konzept entwickelt, das die lokale
und regionale Berichterstattung stärken soll. Der künftige Westfalenpost-Chefredakteur erläutert im Interview, dass entgegen einer Meldung
von Kress
soll die „Heimatzeitung" aber nicht an den Content-Desk der Waz-Gruppe
in Essen „angeschlossen“ werden. Von dort aus werden bereits die Mäntel
von „WAZ“, „Westfälische Rundschau“, „Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung“ mit
Inhalten bestückt. |
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"Am Desk geht es um eine gute Zeitung" |
Klaus Meier ist Professor an der TU Dortmund und Experte für RedaktionsmanagementEs gibt sie in zahlreichen großen Verlagshäusern genauso wie in vielen kleineren: Newsdesks. Der Trend, einen Teil der Redaktion an einen Tisch zu setzen, ist ungebrochen. Doch wie funktioniert ein guter Newsdesk? Darüber sprachen Petra Breunig, leitende Redakteurin am Newsdesk des Fränkischen Tags (Bamberg), und Ronald Pfaff, stellvertretender Leiter des regionalen Newsdesks der Westfälischen Rundschau (Dortmund), mit Klaus Meier. Er ist Professor an der TU Dortmund und Experte im Bereich Redaktionsmanagement. |
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"Mutigen Journalisten droht Gefängnis" |
Die schwierige Situation des Lokaljournalismus in WeißrusslandEnde November organisierte das deutsch-weißrussisch Bildungszentrum IBB ein Seminar für Lokaljournalisten in Minsk, auf dem junge Journalisten aus dem ganzen Land journalistisches Handwerk erlernen sollten. Mit dabei war als Trainer Joachim Braun, Leiter der Lokalredaktion des Tölzer Kuriers. Seine Erfahrungen in Minsk schilderte er in einem Artikel für den Münchner Merkur. Die drehscheibe sprach mit ihm über die Situation von Journalisten in Weißrussland. |
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"Lokal ist spannend" |
Die neue lokale Internetseite aus dem Prenzlauer Berg in BerlinSeit Anfang Dezember ist im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg eine neue lokale Internetseite online: prenzlauerberg-nachrichten.de. Gründer ist Philipp Albert Schwörbel, ehemals tätig an der Ufa und früher persönlicher Referent von Gesine Schwan an der Europa-Universität Viadrina. Er will mit der Internetseite in die Berichterstattung über Lokales aus den Stadtteilen einsteigen, die seiner Ansicht nach von größeren Zeitungen vernachlässigt wird. Die drehscheibe sprach mit ihm über sein Projekt. |
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"Es ist möglich, dass wir Verlage als Partner finden" |
Oliver Fritsch, Sportjournalist und Gründer der Plattform HartplatzheldenDas Internetportal hartplatzhelden.de hat einen Sieg vor Gericht errungen. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe wies Ende Oktober eine Klage des Württembergischen Fußballverbandes ab. Auch künftig darf die Plattform Videoaufnahmen von Amateurfußballspielen im Internet veröffentlichen. Der Verband wollte dies als unerlaubte gewerbliche Verwertung untersagen lassen. Die drehscheibe sprach über das Urteil und eine mögliche Zusammenarbeit des Portals mit Zeitungsverlagen mit dem Gründer der Plattform, dem Sportjournalisten Oliver Fritsch. |
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"Man muss einen roten Faden finden" |
Uwe Zimmer, ehemaliger Chefredakteur der Neuen WestfälischenAls Journalist hat er sich mit den "großen" Todesfällen beschäftigt, jetzt sucht er die Geschichten hinter den einfachen Schicksalen. Uwe Zimmer arbeitet in seinem Ruhestand als Trauerredner. Bis September 2009 war er Chefredakteur der Neuen Westfälischen (Bielefeld). Davor leitete er von 1988 bis 2001 die Münchner Abendzeitung. Im Gespräch mit der drehscheibe erläutert Uwe Zimmer, was seine Trauerreden von denen eines Pfarrers unterscheidet, und was eine Trauerredner vom Boulevardjournalismus lernen kann. |
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"Wir wollen einen Beitrag zur Trauerarbeit leisten" |
Frank Nipkau, Redaktionsleiter des Zeitungsverlages WaiblingenIn der Berichterstattung über den Amoklauf in Winnenden setzte sich die Winnender Zeitung von dem allgemeinen Sensationslauf ab und wurde für diese Entscheidung mit einem Sonderpreis des Deutschen Lokaljournalistenpreises der Konrad Adenauer Stiftung ausgezeichnet. Die drehscheibe spricht mit Redaktionsleiter Frank Nipkau über den Presserummel, Fotografierverbote und die Themen abseits emotionalisierender Schicksalsreportagen. |
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"Rechtsextremismus ist ein Problem, das uns ständig begleitet" |
Frank Jansen, Reporter beim Berliner TagesspiegelIn Nach Recherchen des Tagesspiegels und der Zeit haben von 1990 bis heute mindestens 137 Menschen in Deutschland ihr Leben durch rechtsextremistische Übergriffe verloren. Die Polizei führt lediglich 47 Tote in ihrer Statistik. Die Journalisten Frank Jansen, Heike Kleffner, Johannes Radke und Toralf Staud haben mehrere Monate Gerichtsurteile und Presseberichte gesichtet sowie mit Anwälten, Hinterbliebenen und Strafverfolgern gesprochen, um zu dokumentieren, dass seit 1990 wesentlich mehr Todesopfer rechtsextremistischer Gewalt zu beklagen sind, als bisher offiziell bekannt war. |
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"Stuttgart21 massiv begleiten" |
Alexander Kratzer, Geschäftsführer der Stuttgart Internet Regional GmbHWährend die großen überregionalen Nachrichtenwebseiten im August weniger Visits verzeichneten als im Vorgängermonat, legten die Seiten der Stuttgarter Zeitung und der Stuttgarter Nachrichten um 14,4 Prozent zu. Die drehscheibe sprach mit dem Geschäftsführer der Stuttgart Internet Regional GmbH, Alexander Kratzer, über die Gründe für den Besucheransturm und die Berichterstattung zu "Stuttgart21". |
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"Es ist spannend, mit dem iPad zu experimentieren" |
Stefanie Müller, Assistentin der Verlagsgeschäftsführung bei der Heilbronner StimmeWenn es um die künftige Finanzierung des (Lokal-)Journalismus geht, ruhen die Hoffnungen auf mobilen Lesegeräten, allen voran das iPad. Seit dem 13. Juli bietet der Verlag der Heilbronner Stimme die iStimme an, eine App für das iPad. Die drehscheibe sprach mit Stefanie Müller, Assistentin der Verlags-Geschäftsführung. |
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"Alle Abteilungen im Verlag nutzen unser Facebook-Profil" |
Hans-Jörg Zürn, Verlagsleiter und Chefredakteur der Sindelfinger/Böblinger ZeitungEs ist mittlerweile normal, ein Profil bei Facebook zu haben – auch für Lokalzeitungen. Viele Verlage pflegen in dem digitalen sozialen Netzwerk eine so genannte Fan-Page, auf der sie unter anderem Inhalte an die Fans schicken und so neue Zielgruppen erreichen wollen. Die drehscheibe sprach mit dem Verlagsleiter und Chefredakteur der SZ/BZ über die "Strategie Facebook". |
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"Der Wandel der Arbeit kommt ohnehin" |
Holm Friebe, Volkswirt, Autor und Geschäftsführer der Zentralen Intelligenz Agentur.Die digitale Bohème arbeitet mit einem Laptop im Café ohne feste Arbeitszeiten und Festanstellung. Diesem Bild haben Sascha Lobo und Holm Friebe mit ihrem Buch "Wir nennen es Arbeit" ihr theoretisches Fundament gegeben. Die drehscheibe hat Holm Friebe gefragt, wie dieses Modell in der Praxis aussieht. |
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"Der Farbe Gelb wird einfach ein Duftstoff beigefügt" |
Christoph Linne, Chefredakteur der Oberhessischen PresseUm die Leser mit allen Sinnen auf die WM in Südafrika einzustimmen, rochen die Titelseite und die Sport-Bucheröffnungsseite der Oberhessischen Presse zum Auftakt des Fußball-Spektakels nach Gras. Der Duft, der sich durch Rubbeln am Papier verstärken ließ, sollte signalisieren, dass es endlich losgeht. Wie das möglich ist, verrät Chefredakteur Christoph Linne im Gespräch mit der drehscheibe. |
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Vom Nutzen und Nachteil der Netzwerke für die Zeitung |
Steffen Büffel, Social-Media-Experte und Geschäftsführer der Agentur MediatiÜber soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter können Redaktionen schnell an Informationen kommen, die ihnen ansonsten nicht zur Verfügung stünden. Die drehscheibe fragte den Social-Media-Experten zu den Potentialen und Gefahren der Recherche im Social Web. |
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So funktioniert das Konzept "Mikrozeitung" |
Urs Gossweiler, Verleger der Jungfrau Zeitung in der SchweizUrs Gossweiler hat erfolgreich das Modell "Mikrozeitung" verwirklicht: Die Jungfrau Zeitung widmet sich ausschließlich lokalen Themen. Nun wird auch die Obwalden und Nidwalden Zeitung nach diesem Konzept produziert. Die drehscheibe sprach mit Gossweiler über das Wie und das Warum. |
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Das Kaninchen und der Reporter |
Benjamin Lemper, Redakteur des Gießener AnzeigersBenjamin Lemper ist Redakteur des Gießener Anzeigers. In seiner Zeit als Volontär bei der Zeitung verfasste er die Reportage "Das Kaninchen und sein Richter". Dafür erhielt er den Hessischen Jungjournalistenpreis 2010. In der drehscheibe (07/2010) erzählt er, wie man interessant über das Kaninchenzüchten gerichtet. |
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"Wir waren gut vorbereitet" |
Stefan Aschauer-Hundt, Lokalchef des Süderländer TageblattsDas Süderländer Tageblatt erhält den diesjährigen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Kategorie Zeitgeschichte. Die drehscheibe sprach mit dem Lokalchef der Zeitung. |
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"Twitter sollte man ausprobieren" |
Katrin Scheib, CvD beim Regionalportal DerWestenDas Regionalportal DerWesten nutzt Twitter im Austausch mit Lesern. Der drehscheibe-Autor Thomas Mrazek sprach mit CvD Katrin Scheib über das Tool Redaktionsalltag und die Bilanz des Mikro-Bloggings. |
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"Zeitungsarbeit transparent machen" |
Christian Lindner, Chefredakteur der Rhein-ZeitungChristian Lindner ist ein überzeugter Twitter-Nutzer. Seine Kurznachrichten aus dem Redaktionsalltag verfolgen bereits mehr als 1200 Leser. Bei der Rhein-Zeitung twittern inzwischen verschiedene Redaktionen, unter anderem alle Lokalredaktionen. |
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"Man darf sich nicht beirren lassen" |
Christiane Wolff, Lokalredakteurin beim Trierischen Volksfreund, im GesprächChristiane Wolff vom Trierischen Volksfreund hat Subventionsbetrug bei der örtlichen Handwerkskammer aufgedeckt und ist für ihre Recherchen mit dem Wächterpreis ausgezeichnet worden. |
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Handwerk der Vielkönner |
Sonja Kretzschmar, Wiebke Möhring und Lutz Timmermann, Autoren des Buches "Lokaljournalismus"Wie es um die Qualität von Lokalzeitungen bestellt ist, welche Projekte in die Zukunft weisen und wie sich Journalisten darauf einstellen können, was sie erwartet: Im Gespräch mit drehscheiben-Redakteurin Katrin Matthes sprechen die Autoren des Buches "Lokaljournalismus", das 2008 im VS Verlag für Sozialwissenschaften erschienen ist, über die Zukunft der regionalen Zeitung. |
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"Exkursionen in die Politik" |
Michael Naumann, Herausgeber der Wochenzeitung "Die Zeit"Michael Naumann kennt beide Seiten: Die der Journalisten und die der Politiker. Neben seiner journalistischen Arbeit war er auch als Verleger, Publizist und Politiker tätig. Zuletzt kandidierte Naumann 2007/08 als Spitzenkandidat der SPD bei den Hamburger Bürgerschaftswahlen. Der drehscheibe-Redakteur Jan Steeger sprach mit Michael Naumann über seinen Wahlkampf bei den Bürgerschaftswahlen in Hamburg und die Berichterstattung in den Medien. |
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"Wir sind mutiger geworden" |
Menso Heyl, bis vor kurzem Chefredakteur des Hamburger AbendblattsWächter-Preis, Theodor-Wolff-Preis, Deutscher Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung – das Hamburger Abendblatt hat unter dem Chefredakteur Menso Heyl in den vergangenen Jahren für seine Lokalberichterstattung zahlreiche Preise gewonnen. Am 15. Oktober wurde Heyl verabschiedet und von Claus Strunz abgelöst. Der drehscheibe-Redakteur Jan Steeger sprach mit Heyl über guten Lokaljournalismus, die Möglichkeiten kritischer Berichterstattung und die Zukunft von Regionalzeitungen. |
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Balance in der Berichterstattung |
Catherine Duttweiler, Chefredakteurin des Bieler Tagblattes (Schweiz)Das Bieler Tagblatt verbesserte mit drei aufeinander abgestimmten Massnahmen in kurzer Zeit ihre Lokalberichterstattung. Damit reagierte die Schweizer Zeitung auf die Kritik, dass die grösseren Ortschaften zu stark in der Berichterstattung des Blattes vertreten sind. In einem ersten Schritt hat die Redaktion ausgezählt, wie häufig die einzelnen Gemeinden im Einzugsgebiet von der Zeitung berücksichtigt wurden. Anhand der Ergebnisse dieser Analyse und ordnete die Redaktion neu, wer für die einzelnen Gemeinden zuständig ist. Zugleich kümmerte sie sich intensiver um ihre freien Mitarbeiter. Wichtige Lokalthemen bearbeitet die Redaktion selbst. Als dritte Komponente werden regelmässig Veranstaltungen in den Gemeinden durchgeführt. Für dieses Modell erhielt die Zeitung den Medienaward 2007 vom "Verein Qualität im Journalismus". Chefredakteurin Catherine Duttweiler, die seit 2005 das Bieler Tagblatt leitet, erläutert im Gespräch mit drehscheibe-Mitarbeiterin Steffi Bojahr, wie das Konzept umgesetzt wurde. Eine Dokumentation sowie Beispielseiten aus dem Bieler Tagblatt stehen als PDFs zum Download bereit. |
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"Ich werde wieder gebraucht" |
Günther Wallraff, Under-Cover-JournalistMit Under-Cover-Reportagen aus der Arbeitswelt, die er seit einem Jahr für die Wochenzeitung Die Zeit (Hamburg) verfasst, hat sich Günter Wallraff (65) eindrucksvoll zurückgemeldet, nachdem es seit der politischen Wende 1989 sehr ruhig um ihn geworden ist. "Ich werde wieder gebraucht und es macht mir auch wieder Spaß", sagt der Kölner Journalist im Exklusivinterview mit der drehscheibe. Auch in Fernsehsendungen wie "Kerner" und "Anne Will" ist der sozialkritische Journalist einem Millionenpublikum präsent. Bekannt wurde er durch Under-Cover-Rollen als der Türke "Ali" und als "Hans Esser" bei der Bild-Zeitung. drehscheibe-Redakteur Bernd-Volker Brahms sprach mit Günter Wallraff über IM-Vorwürfe, Recherchemethoden, Rollenspiele, neue Erfahrungen über die Wirkung journalistischen Arbeitens und das Leben als Vater von fünf Töchtern. |
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"Ich nehme das Wetter sehr ernst" |
Jörg Kachelmann, ARD-WetterexperteDer Meteorologe und Journalist Jörg Kachelmann (49) präsentiert seit 1992 das Wetter in der ARD. Aus seiner Sicht wird das Wetter in deutschen Tageszeitungen sehr stiefmütterlich behandelt. Im Exlusivinterview mit der drehscheibe wehrt sich der Schweizer außerdem gegen den Vorwurf, der Spaßmacher unter den Wettermoderatoren zu sein. Mit seiner lockeren Art sorgte er jedoch für eine neue Form der Wettervorhersage und führte neue Elemente wie den Strömungsfilm ein und holte das Genre aus einer Kunstsprache heraus. Im Sommer möchte er die Taupunktkarte bekannt machen, mit der die Luftfeuchtigkeit (Schwüle) illustriert wird. drehscheibe-Redakteur Bernd-Volker Brahms sprach mit dem Wetterfachmann. |
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"Design als Sprache um Geschichten zu vermitteln" |
Rafael Nadal, Direktor der spanischen Regionalzeitung el Periódico de CatalunyaDie spanische Tageszeitung El Periódico de Catalunya erhielt im April 2008 den Preis als Europe’s best designed Newspaper in der Kategorie Regionalzeitung. Die Zeitung aus Barcelona erscheint in zwei Sprachen: Katalanisch und Spanisch. Für el Periódico arbeiten 250 Journalisten, 35 Fotografen, 10 Layouter und 15 Auslandskorrespondenten. Neben dem Newsroom in Barcelona gibt es eine Außenredaktion in Madrid. Die Zeitung deckt Katalonien ab und liefert Nachrichten aus dem übrigen Spanien und Ausland. drehscheibe-Mitarbeiterin Patricia Dudeck sprach mit Chefredakteur Rafael Nadal über die Konzeption des Blattes und welche Rolle dabei das Design spielt. |
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"Unsere Zeitung wirkt jetzt viel aufgeräumter und gerodneter" |
Denise Horan, Chefredakteurin der Mayo News (Irland)Die kleine irische Zeitung The Mayo News wurde im April 2008 in Wien als Europe’s best designed Newspaper in der Kategorie Lokalzeitung ausgezeichnet. Mit einer kleinen Belegschaft von zwölf Journalisten, sechs Fotografen und acht Layoutern produiziert das Blatt eine moderne, magazinartige, lokale Wochenzeitung. drehscheibe-Redakteur Bernd-Volker Brahms sprach mit der 29-jährigen Chefredakteurin Denise Horan über die Entwicklung der Zeitung, die 1892 gegründet wurde und eine Auflage von knapp 11.000 Exemplaren hat. Insbesondere der prämierte Relaunch des Blattes steht im Fokus des Gesprächs. Beispielseiten stehen zum Download bereit. |
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"Sexuell und in der Kindererziehung waren die 68er auf dem falschen Dampfer" |
Oswalt Kolle, der Aufklärer der NationEin Part der 68er-Bewegung war die sexuelle Befreiung. Als "Aufklärer der Nation" machte sich Oswalt Kolle (79) mit Büchern und Filmen in jener Zeit einen Namen – ohne dazu zu gehören. Millionen Menschen sahen seine Filme wie "Dein Mann, das unbekannte Wesen" in den Kinos. Im Exklusivinterview mit der drehscheibe äußert der ehemalige Lokaljournalist, wie er in die Rolle des Aufklärers kam und welche Tipps er für heutige Journalisten parat hat. Der Publizist zeigt zudem eine kritische Haltung gegenüber den Aktivitäten und Zielen der 68er-Bewegung. Kolle lebt seit den 70er-Jahren in Amsterdam, seine Karriere begann er als Volontär 1949 bei der Frankfurter Neuen Presse. Das Gespräch führte drehscheibe-Mitarbeiterin Marianne Allweiss. |
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"Wir brauchen mehr Mobilität" |
Uwe Zimmer, Chefredakteur der Neuen WestfälischenEin Im Exklusivinterview mit der drehscheibe äußert sich Uwe Zimmer (63), der Chefredakteur der Neuen Westfälischen aus Bielefeld, zu radikalen Konzepten zur Steigerung der Qualität einer lokalen Tageszeitung. "Wir machen heute mit weniger Leuten eine bessere Zeitung als noch vor ein paar Jahren", lautet einer seiner provozierenden Aussagen. Zimmer ist seit 2001 Chefredakteur in Bielefeld und hat dort unter anderem die tägliche Blattkritik im Lokalen eingeführt. Zuvor war er Chefredakteur der Abendzeitung in München. drehscheibe-Redakteur Bernd-Volker Brahms sprach mit ihm. |
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