Aktuelle Seminare

Das Lokaljournalistenprogramm der Bundeszentrale für politische Bildung bietet auch 2017 wieder Journalistenworkshops und Publikationen an. Hinweise auf die Veranstaltungen finden Sie auf dieser Seite und als PDF-Flyer.

- Lokale Geschichten spannend, elegant und multimedial erzählen.

Storytelling heißt der Bogen, der sich über allem spannt: Von der urigen Saga am Lagerfeuer über Erzählungen, die Unternehmen und Produkten eine eigene Identität geben, bis hin zu lokalen Themen, die Tageszeitungen für Print, als Audioclip oder Videofilm jeweils unterschiedlich aufbereiten. Was sie eint? Ein relevanter Inhalt, der emotionale Gehalt und eine mitreißende Dramaturgie, die Leser, Hörer und Zuschauer packen. Diese Qualitäten werden für die Tageszeitung immer wichtiger, wenn sie den bewegten Bildern im Fernsehen und auf Youtube und der Unmittelbarkeit des Radios etwas entgegensetzen will.

– Qualitätsjournalismus schafft neue Angebote.

Facebook, Twitter, Bewegtbild-Clips und Bürgerforen – Informationen werden heute auf vielen Plattformen verbreitet. Für Zeitungsredakteure im Lokalen eine brisante Lage: Plötzlich treten neue Konkurrenten auf, die lokale Nachrichten auf eigenen Kanälen anbieten. Wenn Lokalredaktionen nicht bewusst Teil dieser neuen Medienwelt werden, fehlen sie auf dem „Marktplatz“, auf dem Informationen gehandelt werden. Konzepte, mit denen Lokalredaktionen diese Welten jenseits von Zufallsvideos und Bildergalerienerobern können, sind rar.

„Stuttgart 21“ hat deutlich gemacht: Politik wird wieder spannend, wenn Bürger sich einmischen und ernst genommen werden. Ohne ihre Beteiligung geht es nicht. Auch in den Medien. Die gute Quote der live übertragenen Stuttgarter Schlichtungsgespräch beweist es. Die Definition von Demokratie eines Abraham Lincoln ist aktueller denn je: "Government of the people, by the people, for the people". Wird Demokratie auf diese Weise neu belebt? Darauf muss ein moderner Lokaljournalismus Antworten finden.

Facebook, Xing, Twitter, Blogs, Bürgerforen – Informationen werden heute auf vielen Plattformen verbreitet. Für Zeitungsredakteure im Lokalen eine brisante Lage: Plötzlich treten neue Konkurrenten auf, die lokale Nachrichten auf eigenen Kanälen anbieten. Wenn Lokalredaktionen nicht bewusst Teil dieser neuen Medienwelt werden, fehlen sie auf dem "Marktplatz", auf dem Informationen gehandelt werden. Das Seminar zeigt, wie man lokal systematisch twittert, sich Facebook und Co. zu Nutze macht, glaubwürdig bloggt und Leser aktiv in die Recherche einbezieht.

Dieser Workshop bringt die Teilnehmer direkt in den Bundestag, ins Kanzleramt und zu den regionalen Abgeordneten. Blicken Sie hinter die Kulissen des politischen Berlins. Was in Berlin entschieden wird, hat unmittelbare Auswirkung auf den Bürger und damit auf die Hörer. Wir zeigen vier Tage lang, wie Politik kreativ und abwechslungsreich on air geht. Die Teilnehmer lernen bundespolitische Themen besser einzuschätzen, um diese leicht und hörernah umzusetzen.

Recherche fängt an beim Gespräch über den Gartenzaun, dem sich Öffnen für die Alltagswelt der Leser. Soll sie im Aufdecken von Skandalen in der kommunalen Politik und Wirtschaft münden, braucht der Lokaljournalist einen Werkzeugkasten an Techniken und Methoden. Und die Sensibilität, jene Fälle zu erkennen, bei denen sich tiefer gehende Recherche lohnt. Das Modellseminar vermittelt solche Instrumente, welche die Teilnehmer – zurückgekehrt in ihre Redaktionen – direkt und auf ihre lokalen Fälle zugeschnitten einsetzen können.

Jeder muss hinein und hindurch: Die Schule ist Lern- und Lebensort für die künftigen Leser. Sie bestimmt in Familien jahrelang den Alltag. Egal, ob es um Leistungsdruck und Noten, den Wechsel an die weiterführende Schule oder die jüngste Schulreform geht. Auch in der Lokalzeitung nimmt das Thema Schule breiten Raum ein. Das Modellseminar richtet sich an Redakteurinnen und Redakteure, die Schule anders denken und ihre Berichterstattung weiterentwickeln wollen.

Machen wir es richtig? Politische Berichterstattung beschränkt sich in vielen Lokalredaktionen auf triste Sitzungsberichte, langweilige Parteiumfragen und – wenn es gut läuft – auf Sensationsmeldungen. In diesem Modellseminar zeigen wir Wege auf zur besseren Politikvermittlung, wir sprechen mit Experten und präsentieren gute Beispiele aus Lokalzeitungen.

„Sex sells“, Tränen machen Auflage, Verbrechen zieht – Boulevardzeitungen holen ihre Leser mit flotten Geschichten ab. Doch die bunten Blätter am Kiosk können mehr: Lesernähe schaffen, Menschen und Gefühle in den Mittelpunkt stellen, Komplexes verständlich machen. Das Modellseminar schlüsselt auf, welche Konzepte des Boulevard-Journalismus auch in Lokalredaktionen Erfolg versprechen.

Ziel des dreitägigen Workshops für Journalistinnen und Journalisten im Radio ist die Auseinandersetzung mit der Qualität gegenwärtiger und zukünftiger Programme als Zukunftssicherung des Radios: von der Diskussion des Qualitätsbegriffs über die Qualitätssicherung bis zu den medienpolitischen Rahmenbedingungen. Erfahrene Radioprofis stellen ihre Konzepte zur Diskussion.

Bei diesem Modellseminar entwickeln wir Ideen und erarbeiten konkrete Konzepte, wie Redakteurinnen und Redakteure sich noch besser organisieren lernen, den Spaß crossmedialer Arbeit erleben, ihr schöpferisches Potenzial steigern und für lokale Geschichten lohnenswerte Recherchequellen im weltweiten Informationsangebot entdecken.

2009 jährt sich die Gründung der Bundesrepublik und der DDR zum sechzigsten Mal. Außerdem ist der Mauerfall zwanzig Jahre her. Runde Jahreszahlen sind gute Aufhänger für spannende Geschichten. Wie Redakteure aus Jubiläumstagen interessante Beiträge für die Zeitung machen und dabei auch die eigene Region im Blick haben, zeigt das Seminar.

In Deutschland gibt es lediglich sechs Chefredakteurinnen bei hunderten von Tageszeitungen. Journalistinnen verdienen im Durchschnitt 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen für die gleiche Arbeit. Journalistinnen aus der Schweiz, Österreich, Deutschland, Dänemark und weiteren europäischen Ländern diskutieren in dem  Seminar gemeinsam über eine weibliche Zukunft in den Medien.

In Wahljahr 2009 stehen Journalistinnen und Journalisten vor zahlreichen Aufgaben: Die Zeitung hat den Auftrag, über die Wahlen zu informieren. Sie soll den Bürgern beim Orientieren und Entscheiden helfen – ohne sie zu bevormunden. In diesem Workshop werden Lösungskonzepte erarbeitet, mit denen Lokalredaktionen diese Aufgaben umsetzen können.

Das Seminar vermittelt, wie das politische Berlin funktioniert, wie Gesetze gemacht werden, wie Politiker arbeiten. Das Seminar wendet sich  an Jungredakteurinnen und Jungredakteure von lokalen und regionalen Hörfunkstationen aus dem privaten wie öffentlich-rechtlichen Rundfunk sowie Volontärinnen und Volontäre im zweiten Ausbildungsjahr.

Das dreitägige Seminar soll Journalistinnen und Journalisten eine solide Wissensgrundlage an die Hand geben, um über jüdisches Leben in Deutschland zu berichten und qualifizierte Bewertungen zu treffen. Es richtet sich an Mitarbeiter aller Medien, die sich im Schwerpunkt mit den Themen Judentum, Geschichte und Religion befassen.

Dürre in Brandenburg, Land unter an Rhein und Mosel, tennisballgroße Hagelkörner im Schwarzwald: Der Klimawandel ist in den Städten und Gemeinden und damit auch bei den Bürgern angekommen. Deshalb sind professionelle Konzepte für die Berichterstattung im Lokalteil ebenso gefragt wie Recherchetipps und Organisationsstrukturen für den effizienten Umgang mit komplexen Wissensgebieten.

Die digitale Revolution bahnt sich ihren Weg durch Glasfaserkabel und über Funkmasten. Mehr und mehr betreten Zeitungsverlage multimediale Wege, um Nachrichten zu verbreiten. Crossmedia wird die Arbeitswelt des Lokaljournalisten verändern.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Seminare, die vor dem Jahr 2008 stattgefunden haben.