Klaus Meier, Thomas Fricker (Foto: Rita Reiser/Badische Zeitung, Michael Seidel, Volker Bohlmann/SVZ)
Klaus Meier, Thomas Fricker, Michael Seidel (Foto: Rita Reiser/Badische Zeitung, Volker Bohlmann/SVZ)

Wie viel Haltung gehört in den Lokaljournalismus? Darüber wird spätestens seit Ausbruch der Pandemie eifrig diskutiert. Wie geht man damit um, wenn einem Parteilichkeit und Unwahrheiten vorgeworfen werden? Wie neutral kann man als Lokalzeitung überhaupt sein? Und wo sind rote Linien, wenn es um die Abbildung von Meinungen geht? Das besprechen wir in dieser Folge des drehmoment-Podcasts mit Professor Klaus Meier (Universität Eichstätt-Ingolstadt), Thomas Fricker (Chefredakteur, Badische Zeitung) und Michael Seidel (Chefredakteur, Schweriner Volkszeitung).

Isabell Beer (© Frank May)
drehmoment

Als Investigativjournalistin wagt sich Isabell Beer tief in die Abgründe des Internets vor. Für ihre erste Recherche über ein Netzwerk aus Vergewaltigern und Voyeuren wurde sie für den deutschen Reporterpreis nominiert. Aus einer Recherche über die Online-Drogenszene entstand nun sogar ein Buch. Im drehmoment erzählt sie von ihren Investigativrecherchen für funk, wie sie das im Netz Gesehene verarbeitet und warum auch Lokalzeitungen mehr im Internet recherchieren sollten. (Foto: Frank May)

v.l.: Patrick Körting, Uwe Renners
drehmoment

„Hören ist das neue Lesen“, ließ Patrick Körting auf dem Forum Lokaljournalismus verlauten. Der Head of Audio von NOZ Digital erklärt uns in dieser Folge, warum er die ganze Zeitung hörbar machen will, was Zeitungen sich vom Radio abschauen können und welche Podcastformate bei der NOZ gut funktionieren. Außerdem stellt Uwe Renners, stellvertretender Chefredakteur der Rheinpfalz, ein neues umfangreiches Podcast-Projekt seiner Zeitung zur Flugschau-Katastrophe von Ramstein von 1988 vor.

Anke Vehmeier
drehmoment

Vier Jahre ist es her, dass es letztmals ein Forum Lokaljournalismus gab. Nun kommt es endlich zum großen Branchentreffen in der Seestadt Bremerhaven. Die Vorfreude ist groß, nicht nur bei uns in der drehscheibe-Redaktion, sondern auch bei der Organisatorin Anke Vehmeier, der Leiterin des Lokaljournalistenprogramms der bpb. In dieser Folge gibt sie uns einen Einblick in die Themen, die auf dem Forum von rund 150 Chefredakteuren und leitenden Redakteuren diskutiert werden.

Ella Schindler (Verlag Nürnberger Presse) und Sinan Sat (WAZ Gelsenkirchen).
drehmoment

Ein Viertel der Menschen in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Doch warum finden sich so wenige davon als Journalistinnen oder Journalisten in Redaktionen wieder? In dieser Folge werfen wir einen Blick auf diese Problematik und sprechen mit Ella Schindler (Verlag Nürnberger Presse) und Sinan Sat (WAZ Gelsenkirchen). Sie beide haben eine Migrationsgeschichte und erzählen uns, wie sie selbst den Weg ins Lokale fanden und wie sich mehr Diversität in den Redaktionen herstellen ließe.

Im Uhrzeigersinn: Annika Rinsche (©Funke Foto Services), Benjamin Piel, Steffen Burkert, Jost Lübben

In der neuen Folge des drehmoments wollten wir ursprünglich auf zwei Jahre Pandemie zurückblicken. Doch dann begann Wladimir Putin seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Mit Steffen Burkert (Grafschafter Nachrichten), Jost Lübben und Annika Rinsche (Westfalenpost) und Benjamin Piel (Mindener Tageblatt) sprechen wir deshalb nicht nur darüber, was sich während der Pandemie in ihren Verlagen getan hat, sondern wir erfahren auch, wie die Redaktionen über den Krieg berichten.

Maya Götz

„Kinder müssen sich ernstgenommen fühlen“, sagt Dr. Maya Götz vom Internationalen Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI). Das gilt gerade auch zu Zeiten der Pandemie, unter der Kinder ganz besonders leiden. Wie kann man für sie angemessen über Corona und andere Krisen berichten? Und worauf kommt es generell an, wenn man gute Kindernachrichten machen will? Das erklärt die Medienwissenschaftlerin und -pädagogin in dieser Folge.

drehmoment

Wieder liegt ein turbulentes Jahr hinter dem Lokalen: 2021 war geprägt von der anhaltenden Pandemie, und auch die Jahrhundertflut im Sommer und die Bundestagswahl stellten die Redaktionen vor große Herausforderungen. Im Jahresrückblick bespricht die drehscheibe-Redaktion, wie der Lokaljournalismus die Lage gemeistert hat und welche Themen und Trends 2022 wichtig werden könnten.

Foto rechts ©Joris Felix
Foto rechts ©Joris Felix

Zwei spannende, junge Podcast-Projekte: In „Rheingehört!“ von VRM sprechen die Volos des Hauses mit Reporterinnen und Reportern über die „Geschichten hinter den Geschichten“ und geben Einblicke in die Arbeit der Redaktion. Im Podcast „Hinter den Zeilen“ reflektieren Niklas Münch und Tobias Hausdorf die eigene Arbeit und werfen einen kritischen Blick auf den Journalismus. Außerdem stellt drehscheibe-Experte Daniel Fiene weitere Projekte vor, in denen Medienschaffende über die eigene Arbeit sprechen.

Seitdem Alexander Roth für den Zeitungsverlag Waiblingen über die Querdenker-Bewegung in der Region berichtet, ist er heftigen Anfeindungen ausgesetzt. „Es wird versucht, mich einzuschüchtern und mich bei meiner Arbeit zu behindern“, sagt Roth. Im drehmoment spricht er darüber, wie er damit umgeht, warum die „Flucht nach vorn“ die richtige Herangehensweise ist, und wie er die von der Bewegung ausgehende Gefahr für Journalisten und die Pressefreiheit einschätzt. Zweiter Teil unseres Schwerpunkts über sich häufende Angriffe auf Pressevertreter.

Erster Teil unserer zweiteiligen Podcastserie über zunehmende Angriffe auf Pressevertreter: „Jedes Wochenende werden Journalistinnen und Journalisten auf deutschen Straßen angegriffen“, sagt Julius Geiler. Als freier Reporter erlebt er selbst regelmäßig solche Übergriffe, wenn er unter anderem für den Tagesspiegel von Demonstrationen der Querdenker-Bewegung berichtet. Im drehmoment spricht er darüber, woher die Wut auf die Medien stammt, wie man dagegen als Zeitung vorgehen kann und was er jetzt von Politik und Gesellschaft erwartet.

Keine Region in Deutschland wurde von der Hochwasserkatastrophe im Sommer so hart getroffen wie der Landkreis Ahrweiler. Uli Adams berichtet als Redaktionsleiter der Rhein-Zeitung in Bad Neuenahr aus nächster Nähe über die Tragödie. Im drehmoment erzählt er, wie er die Katastrophe erlebte und wie die Redaktion im Anschluss versuchte, die Menschen mit Informationen zu versorgen

Adobe Stock/Denys Prykhodov
Adobe Stock/Denys Prykhodov
drehmoment

Viel mehr als nur Fotos: In dieser Folge des drehmoments sprechen wir mit Laura Lagershausen (Hamburger Abendblatt), Sarah Benscheidt und Alexandra Pfeifer (Siegener Zeitung) und Natascha Hengstler (Schwarzwälder Bote) darüber, welche verschiedenen Konzepte sie auf den Instagram-Kanälen ihrer jeweiligen Zeitungen verfolgen. Außerdem erklärt drehscheibe-Experte Daniel Fiene, welche Bedeutung Instagram im Lokalen hat und was Lokalredaktionen bei der Nutzung beachten sollten. (Foto: Adobe Stock/Denys Prykhodov)

Robert Domes ©Simone Schatz
Robert Domes ©Simone Schatz

Die Bundestagswahl 2021 hat es in sich: Die Ära Merkel geht zu Ende und die Pandemie macht auch vor dem Wahlkampf nicht halt. Welche Bedeutung haben diese Themen im Lokalen? Wie kann man auch während einer Pandemie mit der Leserschaft in Dialog treten? Wird der Wahlkampf noch digitaler als zuvor? Der Journalist und Autor Robert Domes beantwortet diese und weitere Fragen und nennt zahlreiche gute Beispiele aus den Lokalredaktionen.

Wolf-Dieter Poschmann
Wolf-Dieter Poschmann
drehmoment

„Fürchterlich geärgert“ hat sich Wolf-Dieter Poschmann über den Umgang mit Amateursportlern und Vereinen während der Pandemie. Ihre Sorgen und Nöte seien nicht berücksichtigt worden, meint er. Im drehmoment spricht die ZDF-Reporterlegende außerdem über die lokale Sportberichterstattung, die Fußball-EM und das „Nonplusultra einer jeden Sportlerkarriere“ – die Olympischen Spiele.

Lars Reckermann
Lars Reckermann

Aus „Moin, moin“ wird „Grüß Gott“: Lars Reckermann tauscht den Nordwesten Deutschlands gegen die schwäbische Ostalb und wird Chefredakteur der Schwäbischen Post und der Gmünder Tagespost. Damit kehrt er dorthin zurück, wo er schon von 2013 bis 2016 tätig war. Im drehmoment erklärt er, wie es ist, wenn man während einer Pandemie einen neuen Job antritt, und was er sich für den Neuanfang so alles vorgenommen hat.

Anna von Garmissen
Anna von Garmissen
drehmoment

Männlich dominierte Strukturen, mangelnde Vereinbarkeit, schlechte Führungskultur: „Es muss sich schnell etwas ändern“, fordert Anna von Garmissen vom Verein Pro Quote Medien. In einer neuen Studie hat sie herausgearbeitet, warum es nur wenige Frauen in den Chefredaktionen deutscher Lokal- und Regionalzeitungen gibt. Im drehmoment stellt sie die Ergebnisse vor und gibt Vorschläge, wie die Verlage den Frauenmachtanteil in den Häusern erhöhen könnten.

Daniel Fiene
Daniel Fiene

„Das Clubhouse-Prinzip wird ein nachhaltiges sein“, meint Daniel Fiene. Der ehemalige Digitalexperte der Rheinischen Post muss es wissen, schließlich ist er als Podcaster und Blogger ganz nah dran am Medienwandel. Im drehmoment stellt er sein Startup „Was mit Medien“ vor und schildert seine Sicht auf die neuesten digitalen Trends im Lokalen.

Hajo und Suse Schumacher (Foto: Annette Hauschild/Ostkreuz)
Hajo und Suse Schumacher (Foto: Annette Hauschild/Ostkreuz)

Mal albern, mal ernst und immer persönlich. „Ein guter Podcast funktioniert wie eine gute Illustrierte“, meint Hajo Schumacher. Im drehmoment erzählt der Journalist, was ihn an Podcasts fasziniert, wozu man sie im Lokalen nutzen kann und warum Corona auf Audioformate als „Qualitätsbeschleuniger“ gewirkt hat.

Anke Vehmeier
Anke Vehmeier
drehmoment

Welche Themen sind durch Corona in den Hintergrund geraten? Wie haben Lokalzeitungen sich in der Krise bewährt? Und was bleibt von den Neuerungen in den Redaktionsstrukturen im nächsten Jahr? Wir sprechen mit Anke Vehmeier, der Leiterin des Lokaljournalistenprogramms der Bundeszentrale für politische Bildung, über das zuendegehende Jahr und die Zukunft im Lokalen.
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Prof. Dr. Annika Sehl ©Michael Stachowicz, Die Hoffotografen, Berlin
Prof. Dr. Annika Sehl ©Michael Stachowicz, Die Hoffotografen, Berlin
drehmoment

Welche Chancen und Herausforderungen liegen für Lokalzeitungen im Datenjournalismus? Diesen Fragen geht Annika Sehl, Professorin für Digitalen Journalismus an der Universität der Bundeswehr München, in einer neuen Studie nach. Im drehmoment gibt sie uns einen Einblick in den derzeitigen Stand des Projekts und erklärt außerdem, worauf es bei guten datenjournalistischen Umsetzungen ankommt.

Der Podcast „Akte Rheinland“ vom General-Anzeiger
Der Podcast „Akte Rheinland“ vom General-Anzeiger
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Der General-Anzeiger öffnet die „Akte Rheinland“: Im gleichnamigen Podcast geht es um wahre Verbrechen aus Bonn und der Region. Im Gespräch mit Polizeireportern und Kriminalexperten werden Kriminalfälle aufgerollt, die nicht nur die Region bewegten, wie etwa das Geiseldrama von Gladbeck oder der Foltermord in der JVA Siegburg. Im drehmoment sprechen wir mit Redakteurin und Moderatorin Anna Maria Beekes darüber, wie der Podcast entstand und warum Verbrechen die Menschen so faszinieren.

Klaus Meier
Klaus Meier
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Keine Distanz, undifferenzierter Umgang mit Zahlen, einseitige Berichterstattung über Proteste – Prof. Klaus Meier von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt übt heftige Kritik an der anfänglichen Berichterstattung überregionaler Medien in der Corona-Krise. Das Lokale mache es da besser, meint Meier. Es sei „näher dran am Menschen“, verbreite „Mut und Zuversicht“ und wahre die „Distanz zu lokalen Behörden“. Aber er mahnt auch. Das ganze Gespräch hören Sie im drehscheibe-Podcast.

„Es ist unglaublich, was wir hier erleben“, erzählen Marie Ludwig und Maren Könemann. Die beiden Reporterinnen der Rheinischen Post sind seit gut vier Wochen mit einem elektronisch betriebenen VW-Bus in der Region unterwegs. #Rheinstories nennt sich das Projekt. Im drehmoment-Podcast erzählen sie uns von ihren bisherigen Highlights und wie die Reise ihren Blick aufs Lokale beeinflusst hat.

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In dieser Folge machen wir eine kleine Rundreise durch Deutschland und erkundigen uns bei Ulrike Trampus (Ludwigsburger Kreiszeitung), Nancy Dietrich (Freie Presse, Plauen) und Nico Buchholz (Neue Osnabrücker Zeitung) darüber, vor welchen Herausforderungen sie in diesem von Corona geprägten Sommer stehen und welche Projekte sie für die warme Jahreszeit planen.