Redaktionskalender

Historische Ereignisse und Aktionstage – mit Tipps für Umsetzungen in der Lokalredaktion, immer einen Monat im Voraus.

Erster Drogenkonsumraum

25 Jahre – Am 16. Februar 1994 wurde in einem ausrangierten Linienbus in Hamburg-Billstedt der erste deutsche Drogenkonsumraum eröffnet. Mittlerweile gibt es 24 solcher Räume in der Bundesrepublik. Süchtige dürfen dort ihre mitgebrachten Drogen konsumieren. Ziel ist es, Drogenabhängige vor Überdosen und Infektionskrankheiten zu schützen und den Konsum an öffentlichen Plätzen einzudämmen.

EXTRA-TIPP

Recherche: Drogenplätze in der Region. Polizisten, Sozialarbeiter und Anwohner berichten. Dazu: Würden Sie in einen Drogenkonsumraum gehen? Mit Süchtigen im Gespräch.

 

Todestag des NS-Widerstandskämpfers Franz Kaufmann

75 Jahre – Er ist ein Vorbild für menschliche Solidarität: Franz Kaufmann. Der promovierte Jurist wurde am 5. Januar 1886 in Berlin geboren. Kaufmann war als Oberregierungsrat am Rechnungshof tätig, wurde aber aufgrund seiner jüdischen Herkunft 1936 entlassen. Als praktizierender Christ gehörte er der Bekenntnisgemeinde in Berlin-Dahlem an. Dort organisierte er zusammen mit anderen Gemeindemitgliedern Hilfe für Verfolgte des NS-Regimes. Die Aktivitäten des Helferkreises flogen auf, Kaufmann und viele seiner Mithelfer wurden verhaftet. Am 17. Februar 1944 starb der NS-Widerstandskämpfer im Konzentrationslager Sachsenhausen.

EXTRA-TIPP

Historische Reportage: Gab es NS-Widerstandskämpfer in der Region, ähnlich wie Franz Kaufmann, die Verfolgten geholfen haben?

 

Geburtstag von John Travolta

65 Jahre – Als Hauptdarsteller der Filme „Grease“ und „Saturday Night Fever“ begeisterte John Travolta seine Fans. In den 90er-Jahren gelang ihm die Transformation vom Tanzfilmstar zum coolen Tarantino-Filmhelden in „Pulp Fiction“. Travolta wurde am 18. Februar 1954 in Englewood, New Jersey, geboren.

EXTRA-TIPP

„Mach mir den Travolta!“ Die Redaktion besucht eine Tanzschule in der Region. Sind die Bewegungen aus „Saturday Night Fever“ noch angesagt?

 

Tag der Minzschokolade

Ob Chili, Pfeffer oder Rosenblätter – in den vergangenen Jahren wurde Schokolade mit immer neuen Zutaten versehen. Wirklich durchsetzen werden sich wohl nur die wenigsten Kombinationen. Anders verhält es sich mit der Minzschokolade, die alljährlich am 19. Februar gefeiert wird. Sie gehört mittlerweile zum festen Bestandteil im Süßigkeitenregal. Hierzulande handelt es sich bei Minzschokolade meist um Bitterschokolade mit einer Minzcremefüllung, vor allem in den USA und England gibt es jedoch auch noch zahlreiche andere Variationen.

EXTRA-TIPP

Besuch einer örtlichen Schokoladenmanufaktur: Wie wird Minzschokolade hergestellt? Und welche Schokoladenkreation ist in der Region die beliebteste?

Welttag der sozialen Gerechtigkeit

Die ungleiche Verteilung von Gütern und Lasten auf die Bevölkerung ist eine der größten Bedrohungen für den Weltfrieden. Am 20. Februar soll an die Bedeutung der sozialen Gerechtigkeit erinnert werden. Der Aktionstag wurde im Jahr 2009 von der Uno initiiert und soll die Mitgliedstaaten zu neuen Bemühungen anregen, für gerechte Lebensverhältnisse in ihren Gesellschaften zu sorgen.

EXTRA-TIPP

Datenjournalismus: Eine interaktive Karte zeigt, wo die meisten ALG-II-Bezieher leben und wo die teuersten Geschäfte sind. Außerdem: Ein Spitzenverdiener aus der Region lebt eine Woche lang vom ALG-II-Satz. Die Redaktion begleitet ihn dabei.

 

Internationaler Tag der Muttersprache

Weil fast die Hälfte der rund 6.000 existierenden Sprachen vom Aussterben bedroht ist, hat die UNESCO im Jahr 2000 den Tag der Muttersprache ins Leben gerufen. Ziel ist die Erhaltung der Sprachenvielfalt als Merkmal kultureller Pluralität. Auch Fremdsprachenunterricht und Mehrsprachigkeit sollen gefördert werden.

Website des Aktionstags

EXTRA-TIPP

So spricht unsere Region: Verschiedene Menschen sagen online den gleichen Satz in ihrer Muttersprache. Dazu: Menschen, die mehrsprachig aufgewachsen sind, berichten von ihren Erfahrungen. Welche sehen sie als ihre Muttersprache?

 

Ermordung von Kurt Eisner

100 Jahre – Er rief den Freistaat Bayern aus: Am 7. November 1918 führte Kurt Eisner eine Demonstration in München an und brachte so die Novemberrevolution nach Bayern. Als der bayerische König daraufhin abreiste, verkündete der USPD-Politiker einen Tag später das Ende der Monarchie und wurde zum Ministerpräsidenten gewählt. Am 21. Februar 1919 wurde er vom revolutionsfeindlich und antisemitisch gesinnten Studenten Anton Graf von Arco auf Valley erschossen.

EXTRA-TIPP

Blick ins Archiv: Welche Konflikte gab es während der Novemberrevolution in der Region? Gab es politisch motivierte Morde?
Dazu: Gespräch mit SPD und Linken. Was bedeutet ihnen Kurt Eisner?

 

Thinking Day

Seit dem Jahr 1932 feiern Pfadfinder an diesem Tag ihren sogenannten Thinking Day. Er wird von vielen Pfadfinderorganisationen zum Anlass für Spendenaktionen genommen und soll weltweite Verbundenheit und Solidarität demonstrieren.

EXTRA-TIPP

Themenseite mit den wichtigsten Pfadfindertipps: Wie macht man ein Feuer in freier Wildbahn? Wie erkennt man, ob Wasser in der Nähe ist? Und welche Utensilien braucht man, um ein Nachtlager aufzuschlagen? Dazu ein Glossar mit den wichtigsten Pfadfinderzeichen und -Ausdrücken und Kurzporträts von aktiven Pfadfindern.

 

Geburtstag von Niki Lauda

70 Jahre – Das Basecap ist Niki Laudas Markenzeichen. Dabei verbergen sich darunter die Narben eines schweren Unfalls. Im Jahr 1976 ging sein Wagen auf dem Nürburgring in Flammen auf. Mehr als seine drei Weltmeistertitel spricht dieses Ereignis für den Wagemut des Formel-1-Fahrers. Nur 42 Tage danach fuhr er wieder Rennen. Lauda wurde am 22. Februar 1949 in Wien geboren.

EXTRA-TIPP

Rennfahrer im Gespräch: Hätten sie sich so unmittelbar nach einen schweren Unfall wieder ans Steuer gesetzt? Dazu: Lauda, Schumi, Vettel – wer ist der größte Rennfahrer aller Zeiten? Leser stimmen ab.

 

Geburtstag von Erich Kästner

120 Jahre – „Parole Emil!“ – Die Helden aus Erich Kästners Kinderbüchern sind für viele untrennbar mit der eigenen Kindheit verbunden und gehören auch heute noch zur beliebten Kinderzimmerlektüre. Geboren wurde Kästner am 23. Februar 1899 in Dresden. Kästners erstes Kinderbuch „Emil und die Detektive“, in dem der zwölfjährige Emil Tischbein zusammen mit Kindern aus Berlin einen Dieb stellt, erschien 1929. In der Zeit des Nationalsozialismus unterlag er einem Arbeitsverbot, schrieb aber unter Pseudonym weiter. Am 29. Juli 1974 starb er in München.

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Ein Kinderbuchautor aus der Region erklärt, worauf es beim Schreiben für Kinder ankommt und was Kästner dabei gut konnte. Dazu: „Emil und die Detektive“ im wahren Leben: Schüler erzählen, welche Abenteuer sie schon gemeinsam mit Freunden erlebt haben.