Redaktionskalender

Historische Ereignisse und Aktionstage – mit Tipps für Umsetzungen in der Lokalredaktion, immer einen Monat im Voraus.

Geburtstag von Ricky Gervais

65 Jahre – Er gehört zu den international bekanntesten Stand-up-Comedians: Ricky Gervais. Geboren am 25. Juni 1961 im englischen Reading, schlug er sich zunächst mit verschiedenen Jobs durch, unter anderem als Manager der Britpop-Band Suede. Erste Erfolge als Comedian feierte er bei Radio XFM, später im Fernsehen auf Channel 4. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm mit der BBC-Serie „The Office“, die in mehreren Ländern erfolgreich adaptiert wurde – unter anderem in den USA und in Deutschland als „Stromberg“. 2019 schlüpfte Gervais in der schwarzhumorigen Netflix-Serie „After Life“ in die Rolle eines Lokaljournalisten, der den Tod seiner Frau auf zynisch impulsive Art verarbeitet. 2024 gewann er einen Golden Globe in der Kategorie „Bester Stand-up-Comedian" für seine Show „Ricky Gervais: Armageddon“.

EXTRA-TIPP

Absolut filmreif: In einer kleinen Serie erzählen Redakteure anekdotisch über besondere, skurrile, lustige, abenteuerliche etc. Erlebnisse in ihrem Berufsleben. Und: Warten auf die Pointe. Lokale Stand-up-Comedians, Autoren oder Schauspieler erzählen, wie sie ihr Publikum zum Lachen bringen. Was macht guten Humor aus? Wie reagieren sie, wenn die Leute nicht amüsiert sind?

Geburtstag von Ingeborg Bachmann

100 Jahre – 25.06. – Geburtstag von Ingeborg Bachmann
100 Jahre – Eine der großen deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts: Ingeborg Bachmann. Geboren wurde sie am 25. Juni 1926 in Klagenfurt als Tochter eines Schuldirektors. Schon früh schrieb sie erste Gedichte. Nach ihrem Studium und ersten Veröffentlichungen erhielt sie 1953 den Literaturpreis der Gruppe 47. Anschließend wurde sie durch eine Titelgeschichte im Spiegel auch einem breiteren Publikum bekannt. 1961 erhielt sie für ihren ersten Erzählband „Das dreißigste Jahr“ den Deutschen Kritikerpreis, 1964 wurde ihr der Büchner-Preis verliehen. In ihren Texten griff sie sowohl gesellschaftliche als auch feministische Themen auf, oft in mystifizierender Sprache, häufig mit stark biografischen Bezügen. Bachmann war lange Zeit mit dem Lyriker Paul Celan liiert, später mit Max Frisch. Am 17. Oktober 1973 erlag sie in Rom den Folgen ihrer Medikamentenabhängigkeit.

EXTRA-TIPP

Bachmann und die lokale Literatur: Wie sehr hat die Schriftstellerin die Szene beeinflusst? Nachgefragt bei Autorinnen und Autoren. Oder Buchhändler und Bibliothekare befragt: Wie angesagt ist Bachmann heutzutage? Wer kauft oder leiht sich ihre Bücher?Außerdem: Was unterscheidet Literatur von Frauen von der von Männern? Gespräch mit Autorinnen und Autoren.

Anti-Drogen-Tag

Initiiert von den Vereinten Nationen findet seit 1987 jedes Jahr der internationale Anti-Drogen-Tag statt. Allein in Deutschland starben 2024 mehr als 2137 Menschen durch illegale Drogen. Außerdem zählt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung jährlich noch etwa 150.000 Todesfälle durch Tabak- und Alkoholkonsum.

EXTRA-TIPP

Was passiert, wenn? Ein Arzt klärt über den Missbrauch gängiger Drogen auf. Was ist im Notfall zu tun? Mit Übersicht zu den einzelnen Substanzen. Außerdem: Gespräch mit einem Drogenfahnder über seine Arbeit. Und nachgefragt bei einem Suchtexperten, einer -expertin: Warum wird Alkohol in Deutschland nach wie vor anders behandelt als andere Substanzen? (Mit Foto eines Regals mit harten Alkoholika).

Erstes Album von Frank Zappa erscheint

60 Jahre – „Freak out!“: Der Name des Albums war Programm. Am 27. Juni 1966 erschien das erste Album von Frank Zappa. Es verband Psychedelic Rock mit Jazzelementen. Der als enfant terrible berüchtigte Musiker nahm die Hippie-Bewegung genauso wie das Bürgertum satirisch aufs Korn. Zappa starb am 4. Dezember 1993 an Krebs.

EXTRA-TIPP

„Vorbild Zappa?“ Wer sind die extremsten und vielfältigsten Musikerinnen und Musiker der Region? Eine Schwerpunktseite.

Siebenschläfertag

Der Siebenschläfertag am 27. Juni geht auf die christliche Legende von sieben Brüdern zurück, die, eingeschlossen in einer Höhle, fast 200 Jahre lang geschlafen haben sollen. Nach einer Bauernregel deutet der Tag das Wetter der nächsten Wochen an. In Süddeutschland trifft die Regel mit 60 bis 70 prozentiger Wahrscheinlichkeit zu, wie statistische Analysen ergaben.

EXTRA-TIPP

Siebenschläfer vs. Klimawandel: Was sagen Meteorologen zum geänderten Wetter? Was könnte uns im Sommer erwarten? Wie sinnvoll sind Vorhersagen über einen Zeitraum von mehr als ein, zwei Wochen? Außerdem nachgefragt bei Landwirtinnen und Landwirten: Gibt es Wetterregeln, an denen sie sich orientieren?

 

Tag der Bundeswehr

Der Aktionstag am 8. Juni soll auf die Rolle der Bundeswehr in der Gesellschaft hinweisen. Und diese Rolle hat sich verändert seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Zahlreiche Expertinnen und Experten sehen die Gefahr kriegerischer Auseinandersetzung stetig am Wachsen. Daher will die Bundesregierung die Bundeswehr voranbringen und „kriegstüchtig“ machen. Die Zahl der Soldatinnen und Soldaten soll erhöht werden, zunächst auf freiwilliger Basis. Dieses Jahr wurden erstmals wieder Musterungsbescheide verschickt.

EXTRA-TIPP

Kasernen-Gespräche: Wie blicken Soldatinnen und Soldaten auf die aktuelle Weltlage zwischen Krisen und Kriegen? Und wie werden sie in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Dazu ein Pro und Kontra: Ein Offizier und ein Friedensaktivist (oder ein junger Wehrdienstverweigerer und ein Soldat) im Streitgespräch über die Bundeswehr. Oder: Warum sind viele Menschen nicht bereit, mehr in die Rüstung zu investieren, obwohl die Gefahr aus Russland stetig steigt? Gespräch mit einer Gesellschaftswissenschaftlerin.

 

Christopher Street Day (Gedenktag)

In der Nacht zum 28. Juni 1969 wehrten sich die Besucher einer Schwulen-Bar in der Christopher Street in New York gegen eine gewaltvolle Polizei-Razzia. Der Widerstand baute sich zu einem mehrere Tage dauernden Aufstand aus. Jedes Jahr am 28. Juni erinnern sich queere Menschen an diese Tage. In bunten Paraden feiern sie ihre eigene Sexualität und demonstrieren für Toleranz und gegen Vorurteile.

EXTRA-TIPP


Chronologie der Übergriffe auf homosexuelle Menschen in der Region. Wurden die Taten aufgeklärt? Und nachgefragt bei der Polizei: Steigt die Zahl der Angriffe derzeit? Wurden wie etwa in Berlin auch schon Homosexuelle über Dating Apps in eine Falle gelockt und verprügelt? Welche Vorsichtsmaßnahmen werden empfohlen? Außerdem: Die Redaktion greift persönliche Erinnerungen von Leserinnen und Lesern aus der queeren Community an frühere CSDs auf.

 

Geburtstag von Mel Brooks

100 Jahre – Er ist ein Meister der Filmparodie: Mel Brooks. Der jüdischstämmige Komiker, Schauspieler und Filmemacher wurde am 28. Juni 1926 in Brooklyn, New York, geboren. Nachdem er nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst als Stand-Up-Comedian auftrat, kam er in den 60er-Jahren zum Film. Sein erstes Werk „Frühling für Hitler“ von 1968 war ein Überraschungserfolg, Brooks erhielt dafür den Oscar für das beste Originaldrehbuch. Anschließend war er vor allem mit Filmparodien erfolgreich, wie etwa „Spaceballs“ und „Robin Hood – Helden in Strumpfhosen“. Mitte der 90er-Jahre wurde es ruhiger um Brooks. Im April 2010 wurde er auf dem Hollywood Walk of Fame verewigt.

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Filmexperte aus der Region befragt: Was macht eine gute Filmparodie aus? Und wie ist Mel Brooks einzuordnen?

Peter und Paul

Er ist zwar kein gesetzlicher Feiertag mehr, aber freuen können sich alle Peters und Pauls trotzdem am 29. Juni. Denn der römisch-katholische Festtag der Apostel Petrus und Paulus ist ihr Namenstag. Er ist zurückzuführen auf die Überbringung ihrer Reliquien in die Sebastian-Katakombe in Rom. In Bayern und Österreich werden zu Ehren von Petrus feierlich Petersfeuer entfacht.

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Menschen, die Peter oder Petra, Paul oder Pauline heißen im Gespräch. Begehen sie ihren Namenstag? Wie finden sie ihren Namen? Und Passantinnen und Passanten beragt: Kennen sie die Bedeutung des früheren Feiertags? (Reel)

Ausstieg aus der Atomenergie

15 Jahre – Wenige Tage nach der Atomkatastrophe von Fukushima legte die Bundesregierung die sieben ältesten Atomkraftwerke Deutschlands für drei Monate still. Dieses sogenannte Atom-Moratorium vom 14. März 2011 kennzeichnet den Wendepunkt in der deutschen Atom- und Energiepolitik. Am 30. Juni 2011 stimmte die große Mehrheit des Bundestags für den Atomausstieg. Am 15. Apri 2023 wurden die letzen drei Kernkraftwerke abgestellt. Inzwischen fordern Teile von CDU/CSU eine Rückkeher zur Nutzung der Atomenergie.

EXTRA-TIPP

Anti-Atomkraft-Aktivist im Gespräch: Wie sicher ist der Ausstieg? Ist eine Rückkehr zur Nutzung der Atomenergie denkbar? Würde es wieder eine Anti-Atom-Bewegung geben? Außerdem: Atomenergie für den Klimaschutz? Expertenrunde zum aktuellen Thema. Und: Wie sieht der Energiemix in der Region aus? Eine Panoramaseite zeigt die regionale Energieerzeugung.