Redaktionskalender

Historische Ereignisse und Aktionstage – mit Tipps für Umsetzungen in der Lokalredaktion, immer einen Monat im Voraus.

Welt-Schlaganfalltag

Bei einem Schlaganfall gilt: Je schneller der Patient behandelt wird, desto weniger Schaden trägt er davon. Denn pro Minute sterben bei einem akuten Schlaganfall 1,9 Millionen Nervenzellen ab. Am 29. Oktober, dem Weltschlaganfalltag, wird auf verschiedenen Veranstaltungen über Risiken und Symptome aufgeklärt. Den Tag initiierte die World Stroke Organization im Jahr 2006.

EXTRA-TIPP

Gespräch mit Betroffenen: Haben sie Erinnerungen an den Vorfall? Was ist in ihrem Leben anders als vor dem Anfall? Und: Was tun, wenn man bei einem Schlaganfall zugegen ist? Wie sieht die Erste Hilfe aus? Nachgefragt bei Ärzten oder Sanitätern. Außerdem Angehörige befragt: Wie herausfordernd ist die Pflege von Schlaganfallpatienten?

Weltspartag

Der Weltspartag findet eigentlich am 31. Oktober statt. Auf dieses Datum fällt jedoch auch der Reformationstag, der in einigen Bundesländern ein gesetzlicher Feiertag ist. Weil Kinder traditionell am Weltspartag ihr Erspartes auf die Banken und Sparkassen bringen, wird der Tag hierzulande auf den letzten Arbeitstag vor dem 31. Oktober vorverlegt. Dieses Jahr ist das der 30. Oktober.

EXTRA-TIPP

Umfrage in der Fußgängerzone: Schafft man es angesichts der Inflation noch, ein bisschen was zur Seite zu legen? Und: „Opas Sparstrumpf vs. moderne Anlage-Apps: Sparmethoden im Generationenvergleich“: Die Redaktion interviewt Vertreter unterschiedlicher Generationen zum Thema Sparen und Geldanlegen. Außerdem Spartricks von Leserinnen und Lesern: Wie schafft man es, was auf die Seite zu legen?

Halloween

Füllt die Süßigkeitenvorräte auf, es ist wieder Halloween! Ursprünglich stammt der Brauch aus Irland, über Amerika fand er seinen Weg nach Deutschland. Die Kirchen kritisieren allerdings den Halloween-Kult und verweisen auf die religiösen Feiern zum Reformationstag, zu Allerheiligen und Allerseelen, die mehr und mehr in Vergessenheit geraten.

EXTRA-TIPP

Gänsehaut garantiert: Die Redaktion stellt mysteriöse Grusel-Orte in der Region vor.
Und Schneiderinnen über die Schulter geschaut: So entsteht mit einfachen Mitteln ein Halloween-Kostüm. Außerdem: Wie schnitze ich einen Halloween-Kürbis? Selbstversuch. Oder nachgeschaut: Süßes oder Saures – Sind kleine Lebensmittel- oder Einzelhändler darauf vorbereitet? Haben sie Süßigkeiten für die Kinder reserviert?

 

Allerheiligen

Ein stiller Feiertag, der Raum für Erinnerung und innere Einkehr schafft: Am 1. November, an Allerheiligen, gedenken Menschen christlichen Glaubens den Heiligen. In katholischen Gebieten ist es Brauch, auf den Friedhof zu gehen und der Verstorbenen zu gedenken. Allerheiligen ist in diesen Gegenden ein gesetzlicher Feiertag. Es dürfen dort keine Tanzveranstaltungen abgehalten werden, und laute Musik ist verboten..

EXTRA-TIPP

Besuch in einer Friedhofsgärtnerei: Was passiert mit Gräbern, die verwildern? Wer kümmert sich um sie? Dazu: Welche Gestecke sind an Allerheiligen üblich? Und: Ein Pfarrer aus der Region erläutert die Bedeutung des Feiertages. Außerdem wird erklärt, wie sich die Bräuche im Laufe der Zeit verändert haben. Und: „An wen denkst du heute?“: Die Redaktion startet eine kurze Umfrage oder einen Social-Media-Aufruf und bittet Leserinnen und Leser, Erinnerungen an Verstorbene zu teilen, anonym oder namentlich. Die Einsendungen werden auf einer Sonderseite gedruckt.

 

Erstes deutsches Frauenhaus eröffnet

50 Jahre – Neue Möglichkeiten des Schutzes für Frauen: Am 1. November 1976 wurde in Deutschland das erste Frauenhaus eröffnet. Im Berliner Grunewald startete das vom Bund und vom Berliner Senat finanzierte „Haus für geschlagene Frauen“ als Modellprojekt. Es bot Schutz vor Gewalt in der Familie. In den Jahren danach entstanden Häuser in zahlreichen weiteren Städten, heute gibt es bundesweit rund 350.

EXTRA-TIPP

Wann wurde das örtliche Frauenhaus gegründet, wie viele Plätze gibt es – und wie oft müssen Schutzsuchende abgewiesen werden? Nachgefragt im Frauenhaus.
Oder: Eine Frau berichtet (anonym) darüber, wie sie einmal die Hilfe eines Frauenhauses annehmen musste. Wie fühlte es sich an? Was empfiehlt sie anderen betroffenen Frauen?

Weltvegantag

In Deutschland ernährten sich im Jahr 2024 laut der Allensbacher Markt- und Werbeträger-Analyse rund 1,52 Millionen Menschen vegan. Veganer essen kein Fleisch, aber auch keine Eier, keinen Honig oder Erzeugnisse aus Milch. Außerdem verzichten die meisten auf Leder, Pelz und Wolle und vergleichbare Produkte. Der Aktionstag findet jedes Jahr am am 1. November statt und wirbt für eine Ernährung ohne tierische Produkte.

EXTRA-TIPP

Ein Koch stellt Rezepte für vegane Gerichte vor, eine Redakteurin kostet sie und schreibt darüber. Mit Clips auf Instagram. Außerdem eine Recherche: Welche Kantinen bieten regelmäßig vegane Gerichte an? Wie werden sie angenommen? Und ein Gespräch mit den Besitzern eines veganen Restaurants: Was sind ihre Beweggründe, derartige Speisen anzubieten?

 

Internationaler Tag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten

Ein wichtiger Tag für alle Journalistinnen und Journalisten: Am 2. November erinnern die Vereinten Nationen daran, dass Angriffe auf Medienschaffende meist ohne Folgen für die Täter bleiben: am Internationalen Tag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten. Laut UNESCO werden rund neun von zehn Morden nie aufgeklärt. Das Datum geht auf die Ermordung der Reporter Ghislaine Dupont und Claude Verlon in Mali zurück.

EXTRA-TIPP

Die Redaktion gewährt einen Blick hinter die Kulissen: Wurden Mitarbeiter in jüngster Zeit bedroht oder angegriffen? Ist die journalistische Arbeit unsicherer geworden? Oder: eine Seite mit persönlichen Stellungnahmen aus der Redaktion zu dem Thema.

 

Allerseelen

Jedes Jahr wird am 2. November der römisch-katholische Feiertag Allerseelen abgehalten. In einigen Regionen ist es Brauch, an diesem Tag zum Friedhof zu gehen und mit Gebeten und Fürbitten der Verstorbenen zu gedenken. Nach altem Glauben steigen ihre Seelen an diesem Feiertag vom Fegefeuer in den Himmel auf.

EXTRA-TIPP

Wie erinnern sich die Menschen an verstorbene Verwandte und Freunde? Nachgefragt unter Passanten. Außerdem: Gibt es ein Leben nach dem Tod? Lokale Prominente befragt. Und: Warum Trauer um Verstorbene zum Menschsein gehört: Ein Kulturwissenschaftler oder eine Philosophin im Gespräch.

 

Hubertustag

Auf zum großen Halali! Am 3. November gedenken Jägerinnen und Jäger dem heiligen Hubertus. Er lebte etwa zwischen 655 und 727 nach Christus und stammte aus dem belgischen Lüttich. Er ist Schutzheiliger der Jagd, der Hunde, der Natur und Umwelt und der Begründer der Waidgerechtigkeit – des Ehrenkodex der Jagd. Daher ist sein Symbol der Hirsch mit dem Detail des Kruzifix im Geweih. Anders als vermutet werden könnte, war Hubertus selbst Bischof und kein Jäger.

EXTRA-TIPP

Sonderseite mit Jägerinnen und Jägern der Region: Sie sprechen über das Besondere an der Jagd und über Vorurteile gegenüber ihrem Hobby bzw. Beruf. Und Pro und Kontra zum Thema Jagd: Sollte sie verboten werden oder erfüllt sie eine wichtige Aufgabe beim Schutz des Waldes? Mit einem Jäger und einem Tierschützer. Und nachgefragt bei einem katholischen Geistlichen: Was ist die Bedeutung von Patronaten? Warum gibt es Schutzheilige?

 

Erstmals Werbung im deutschen Fernsehen

70 Jahre – Ein besonderer Tag in der Geschichte des deutschen Fernsehens: Erstmals sind auf bundesdeutschen Bildschirmen Werbespots zu sehen. In der Sendung „Zwischen halb und acht“ des Bayerischen Rundfunks werden rund sechs Minuten lang Werbespots ausgestrahlt. Im ersten Werbespot der im Juni 1956 gegründeten Bayerischen Werbefernsehen GmbH sind Liesl Karlstadt und Beppo Brehm zu sehen – in einem Spot für Persil.

EXTRA-TIPP

Junge Leute befragt: Wie finden sie Werbung – im Fernsehen oder auf Social Media? Wie finden sie es, dass Influencer Produkte in ihren Clips bewerben? Haben Sie schon einmal etwas gekauft, weil ein Influencer es empfohlen hat? Und Passantinnen und Passanten allgemein befragt: Welcher ist der lustigste Spot, an den sie sich erinnern?