Redaktionskalender

Historische Ereignisse und Aktionstage – mit Tipps für Umsetzungen in der Lokalredaktion, immer einen Monat im Voraus.

Internationaler Tag des Bieres

„Hopfen und Malz – Gott erhalt’s!“ Immer am ersten Freitag im August wird der Internationale Tag des Bieres gefeiert. Die Anzahl der verschiedenen Biersorten in Deutschland wird auf rund 6.000 geschätzt. Der 7. August bietet sich daher vor allem dazu an, einen Blick auf die Biervielfalt der Region zu werfen.

EXTRA-TIPP

„Geschichte unserer Biergärten“: Wo gibt es die schönsten in der Region? Wie sind sie entstanden? Oder: Wie braut man sein eigenes Bier? Ein Bierbrauer oder eine Bier- brauerin erklärt es in einem Video für die Social-Media-Kanäle. Außerdem: Gespräch über die Geschichte des Bieres in der Region in einem Podcast.

 

Geburtstag von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales

60 Jahre – Ein Pionier des Internets: Jimmy Wales wurde am 7. August 1966 in Alabama, USA, geboren. Bereits mit vier Jahren fing er an, in der World Book Encyclopedia zu lesen. Im Jahr 2001 gründeten er und der Philosoph Larry Sanger die Wissensplattform Wikipedia. Heute ist sie das größte Lexikon der Welt und eine der meistbesuchten Websites.

EXTRA-TIPP

„Brockhaus gegen Wikipedia“: Zwei Redakteure schlagen verschiedene Themen nach: Was weiß Brockhaus über die Region, was Wikipedia nicht weiß? Außerdem: Leserinnen und Leser befragt: Welche regionale Eigenheit hätte einen Wikipedia-Eintrag verdient?

Weltkatzentag

Die Katzenliebe feiern und auf Missstände aufmerksam machen: Am 8. August ist Weltkatzentag. Er soll zum Schutz und zur artgerechten Haltung der Tiere ermahnen. Die schnurrenden Schönheiten sind die beliebtesten Haustiere der Deutschen, einer Studie zufolge leben hierzulande fast 14 Millionen Katzen.

EXTRA-TIPP

Katzen lieben Milch? Eine Tierärztin oder ein Tierarzt klärt auf, was Katzen wirklich brauchen und was nicht. Und Katzen im Garten: Was tun, um die Vögel zu schützen? Service. Außerdem Cat Content: eine Seite mit den schönsten Katzenschnappschüssen von Leserinnen und Lesern.

 

Tag der indigenen Völker

Die Bevölkerungsgruppen, die vor der Kolonialisierung oder Eroberung eines Landes bereits dort gelebt haben, nennt man indigene Völker. Am 9. August, dem internationalen Tag der indigenen Völker, wird an die Rechte und Errungenschaften dieser Bevölkerungsgruppen erinnert.

EXTRA-TIPP

Ein Historiker erzählt, welche Volksgruppen einst in der Region gelebt haben. Welche Spuren haben sie hinterlassen? Außerdem: Aktivistinnen und Aktivisten, die sich für indigene Völker engagieren, vorgestellt. Welche Themen behandeln sie gerade? Wo auf der Welt werden indigene Völker vertrieben oder unterdrückt?

Gründung des Goethe-Instituts

75 Jahre – Wo im Ausland Deutsch gelernt wird: Am 9. August 1951 wurde das Goethe-Institut gegründet. Das Institut fördert die Kennt- nisse der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Bild Deutsch- lands. Im Jhr 2022 war das Goethe-Institut mit 158 Instituten in 98 Ländern vertreten.

EXTRA-TIPP

Menschen aus der Region, die in einem Goethe-Institut arbeiten oder gearbeitet haben, befragt: Was genau ist ihre Aufgabe? Wie haben sie ihre Zeit erlebt? Oder Autorinnen und Autoren befragt, die eine Förderung des Goethe-Instituts erhalten haben: Wie funktioniert das?

Faulpelz-Tag

Jedes Jahr am 10. August findet dieser kuriose Feiertag aus den USA statt: der Faulpelztag (engl. National Lazy Day). Anstrengung und Arbeit sind an diesem Tag Fremdworte. Um das Nichtstun angemessen zu zelebrieren, verbringt man diesen Tag am besten im Bett oder auf dem Sofa.

EXTRA-TIPP

„Das tue ich, wenn ich nichts tue“: Redakteure erklären, wie sie am liebsten faulenzen. Oder ein Reel, in dem Passanten erklären, wann sie am liebsten faulenzen. Außerdem erklärt ein Forscher, eine Forscherin, wie wichtig das Abschalten für unser Gehirn ist.

Todestag von Jackson Pollock

70 Jahre – Er zählt zu den einflussreichsten Künstlern des 20. Jahrhunderts: Paul Jackson Pollock. Am 28. Januar 1912 kam er in Wyoming, USA, zur Welt. Bekanntheit erlangte er mit der von ihm begründeten Stilrichtung des Action Paintings. Er schuf Gemälde, indem er Farbe auf die Leinwand tropfen und fließen ließ oder spritzte. Zeit seines Lebens litt Pollock unter psychischen Problemen und Alkoholismus. Am 11. August 1956 starb er bei einem Autounfall in New York.

EXTRA-TIPP

Action Painter der Region im Porträt: Worauf kommt es an? Ist diese Stilrichtung noch zeitgemäß? Außerdem ein Wettbewerb: Leserinnen und Leser schicken Bilder ein, die sie im Stile des Action Paintings angefertigt haben.

 

Internationaler Tag der Jugend

Von der Pubertät bis zur Abnabelung vom Elternhaus – das Heranwachsen hält einige Herausforderungen für junge Menschen bereitbereit. Am Tag der Jugend, der im Jahr 1999 von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde, soll auf die Bedeutung dieser Lebensphase und auf die Probleme junger Menschen aufmerksam gemacht werden.

EXTRA-TIPP

In einem Sonderteil zum Tag der Jugend übernehmen Jugendliche die Lokalredaktion und schreiben über selbst gewählte Themen: Was beschäftigt sie? Was wünschen sie sich für die Region? Und: TikTok-süchtig und kein Bock auf Arbeit? Welche Vorurteile nerven Gen Z und Gen Alpha am meisten? Was entgegnen sie?

 

Beginn des Mauerbaus in der DDR

65 Jahre – „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“ Das beteuerte Walter Ulbricht, der damalige Staatsratsvorsitzende der DDR, noch im Juni 1961. Bereits am 13. August fiel die kommunistische Propaganda in sich zusammen. Die DDR errichtete eine 46 Kilometer lange Betonmauer, die Ost- und Westberlin voneinander trennte. Bis zu ihrem Fall am 9. November 1989 starben mindestens 136 Menschen beim Fluchtversuch.

EXTRA-TIPP

„Wir konnten es kaum glauben.“ Bürger aus der Region erzählen von ihren Erinnerungen an den Beginn des Mauerbaus. Eine Themenseite. Außerdem: „Baut die Mauer wieder auf!” Woher kommt der Wunsch nach dem Zurück in die Vergangenheit? Warum wird die DDR teilweise wieder verklärt? Experten-Talk..

 

Todestag von Bertolt Brecht

70 Jahre – Er zählt zu den größten deutschen Dichtern und Dramatikern: Bertolt Brecht. Geboren wurde er 1898 in Augsburg. Nach dem Studium in München feierte er in den 20er-Jahren erste Erfolge mit seinen Dramen. 1928 wurde die Uraufführung seiner „Dreigroschenoper“ zu einem der größten Theatererfolge der damaligen Zeit. Später revolutionierte er mit dem „epischen Theater“ das moderne Theater. 1933 flüchtete Brecht vor dem Terror der Nationalsozialisten ins Exil. Er lebte unter anderem in Prag, Wien, Zürich und später in den USA. 1948 kehrte er nach Deutschland zurück, und er ließ sich in Ost-Berlin nieder. Weil er als Kommunist galt, war ihm die Einreise in die westlichen Besatzungszonen untersagt worden. In den Folgejahren prägte er gemeinsam mit seiner Ehefrau Helene Weigel die Kulturszene der DDR. Seine Tätigkeit im Sozialismus wird kritisch betrachtet. Unter anderem wurde er mit dem Internationalen Stalin-Friedenspreis ausgezeichnet, der ihm 1955 im Kreml überreicht wurde. Am 14. August 1956 starb Brecht in seinem Haus in Berlin-Mitte an Herzversagen.

EXTRA-TIPP

„Brecht heute“: Gespräch mit Theatermacher aus der Region. Wie lassen sich Brechts Stücke aktuell inszenieren? Sind seine Theorien zum Theater heute noch aktuell und in der Praxis spürbar?