Redaktionskalender

Historische Ereignisse und Aktionstage – mit Tipps für Umsetzungen in der Lokalredaktion, immer einen Monat im Voraus.

Internationaler Tag der Roma

Als Roma bezeichnet man eine Reihe ethnisch miteinander verwandter, ursprünglich aus dem indischen Subkontinent stammender Bevölkerungsgruppen. Sie werden aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeit und sozialen Situation in vielen Gesellschaften ausgegrenzt. In Deutschland leben Schätzungen zufolge zwischen 70.000 und 150.000 Roma.

EXTRA-TIPP

„Wer wir sind": Auf einer Sonderseite überlässt die Redaktion Sinti und Roma-Mitbürgern das Wort. In Porträts werden sie und ihr Alltag vorgestellt. Sie berichten von Erfahrungen mit Ausgrenzung und Rassismus, aber auch mit Solidarität, und sprechen darüber, was sich in der Region zugunsten einer toleranteren Gesellschaft ändern könnte. Außerdem: Gespräch mit der Vertreterin oder dem Vertreter der Roma-Gemeinde vor Ort. Bei welchen Themen wünschen sie sich mehr Unterstützung durch die Kommune? Und: Roma im Berufsleben. Haben sie noch immer mit Vorurteilen zu kämpfen? Werden sie benachteiligt? Nachgefragt.

Winston-Churchill-Tag

Er war zweimal britischer Premierminister und einer der bedeutendsten Staatsmänner des 20. Jahrhunderts: Winston Churchill. Bekannt ist er unter anderem für seine „Blut, Schweiß und Tränen“-Rede, mit der er im Spätfrühling 1940 seine Landsleute für den Krieg gegen Deutschland mobilisierte. Churchill arbeitete aber auch als Journalist und Schriftsteller, 1953 erhielt er den Literatur-Nobelpreis. Am 9. April 1963 wurde der „Größte Brite aller Zeiten“, wie ihn die BBC einst nannte, zum amerikanischen Ehrenbürger ernannt. Der Winston-Churchill-Tag soll an dieses Ereignis erinnern.

EXTRA-TIPP

„Blut, Schweiß, Tränen“: Lokale Prominente erzählen, wofür es sich ihrer Meinung nach lohnt, alles zu geben. Dazu ein Interview mit einem Geschichtslehrer: Welche Bedeutung hatte Winston Churchill für den Verlauf des Zweiten Weltkriegs? Wie gelang es ihm, eine Allianz gegen Hitler zu schmieden? Und Historiker befragt: Wie würde Chruchil heute angesichts der Kriege im Iran und in der Ukraine agieren?

 

Tag der Geschwister

Claudia A. Evart verlor ihre beiden Geschwister bei einem Autounfall. Weil es ihr wichtig war, dass neben Vätern und Müttern auch Geschwistern ein Gedenktag gewidmet wird, initiierte die Amerikanerin im Jahr 1998 den Tag der Geschwister. Den 10. April wählte sie, weil es der Geburtstag ihrer verstorbenen Schwester Lisette war.

EXTRA-TIPP

Gemeinsames Unternehmen, ein Duo im Sport, aktiv in gegensätzlichen Parteien: ungewöhnliche Geschwisterpaare vorgestellt. Oder: Die Redaktion sammelt Grüße von Geschwistern an Geschwister. Die bewegendsten werden auf einer Doppelseite abgedruckt. Außerdem: Die ältesten Geschwister der Region blicken zurück auf ein gemeinsames Leben.

Tag der Haustiere

Sie sind für viele Menschen treue Begleiter und vollwertige Familienmitglieder: Haustiere. Hierzulande besitzt etwa jeder zweite Haushalt mindestens ein Haustier, am beliebtesten sind Katzen. Der Tag der Haustiere würdigt die Tiere jedes Jahr am 11. April. Das Motto lautet dieses Jahr: „Adopt, don’t shop“ („Adoptieren, nicht kaufen!“).

EXTRA-TIPP

Die Redaktion fordert Leserinnen und Leser dazu auf, für eine Fotoseite die schönsten Schnappschüsse ihrer Haustiere einzuschicken. Außerdem: „Wir wollen nach Hause“: Welche Tiere warten im Tierheim auf neue Frauchen und Herrchen? Vorgestellt.

Geburtstag von Herbert Grönemeyer

70 Jahre – Mit einer Hymne auf die Stadt seiner Kindheit gelang Her- bert Grönemeyer der Durchbruch als Musiker: „Bochum“. Geboren ist Grönemeyer allerdings nicht in Bochum, sondern am 12. April 1956 in Göttingen. Mit über 20 Millionen verkauften Tonträgern ist er einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands. Er betätigte sich auch als Schauspieler („Das Boot“) und komponiert Filmmusiken (etwa für „The American“ mit George Clooney.)

EXTRA-TIPP

„Bochum? Von wegen!“ Leser schicken selbst geschriebene Zeilen für ein Lied über die eigene Stadt ein. Außerdem: „Herbert Grönemeyer live – schön war’s“: Eine Redakteurin oder ein Redakteur gehen auf Zeitreise und berichten von ihrem letzten Grönemeyer-Konzert in der Region. Und ein Musiker, eine Musikerin befragt: Worauf kommt es bei Filmmusik an?



Tag der Einzelkinder

Fast 50 Prozent aller in Deutschland lebenden Kinder wachsen ohne Geschwister auf. Einzelkinder sind verwöhnt, können nicht teilen und denken, die Welt drehe sich nur um sie. So jedenfalls klingen die weit verbreiteten Klischees. Der Tag der Einzelkinder, der jedes Jahr am 12. April stattfindet, stellt diese Vorurteile auf den Prüfstand. Denn Studien zeigen, dass Einzelkinder nicht egoistischer oder unsozialer sind als andere Kinder. Im Gegenteil: Sie sind eher darauf angewiesen, soziale Kompetenzen zu entwickeln, um Kontakte zu knüpfen.

EXTRA-TIPP

Einzelkinder befragt: Wie empfanden sie die Kindheit und Jugend ohne Geschwister? Wo hatten sie Vorteile, wo Nachteile? Außerdem: Eltern von Einzelkindern erzählen, warum sie sich für eine kleine Familie entschieden haben.

Ehrentag der Pflanze

Schätzungen zufolge gibt es auf der Erde zwischen 320.000 und 500.000 Pflanzenarten. Am 13. April, dem Ehrentag der Pflanze, soll das Bewusstsein für die Bedeutung von Pflanzen in unserem Alltag geschärft werden – sei es als Nahrung, Baumaterial oder in Form von Kleidung. Auch für den lebenserhaltenden Sauerstoff sind Pflanzen verantwortlich.

EXTRA-TIPP

Leserinnen und Leser werden aufgefordert, Fotos ihrer Lieblingspflanze einzuschicken. Die schönsten Aufnahmen werden auf einer Fotoseite präsentiert. Außerdem veröffentlicht die Redaktion Fotos von unbekannteren Pflanzenarten der Region. Leser erraten, worum es sich handelt. Außerdem stellt ein Natürschützerin oder eine Naturschützerin die wundersamsten Pflanzen der Region vor.

Todestag von Simone de Beauvoir

40 Jahre – Sie ist eine der bekanntesten Vertreterinnen des Feminismus: Simone de Beauvoir. Geboren wurde die Schriftstellerin am 9. Januar 1908 in Paris. Während ihres Abschlusses an der Eliteuniversität Sorbonne knüpfte sie erste Kontakte mit ihrem späteren Lebensgefährten Jean-Paul Sartre. Mit ihren politischen Essays und Streitschriften avancierte sie in den 40er- und 50er-Jahren zu Frankreichs bekanntester Intellektuellen und zu einer Vorkämpferin des französischen Widerstandes gegen Hitler. Später engangierte sie sich im Protest gegen den Algerienkrieg. Die Studie „Das andere Geschlecht" aus dem Jahr 1949 ist ein feministisches Grundlagenwerk. Simone de Beauvoir starb am 14. April 1986 in Paris.

EXTRA-TIPP

Leserinnen erzählen, wann sie „Das andere Geschlecht“ gelesen haben und wie das Buch sie verändert hat. Außerdem: Welche Feministinnen sind heute Vorbilder für junge Frauen? Nachgefragt.

Weltkunsttag

Happy Birthday, Leonardo da Vinci! Zu Ehren des großen italienischen Künstlers (1452 bis 1519) wird an seinem Geburtstag, am 15. April, auch der Internationale Tag der Kunst (engl. World Art Day) begangen. So hat es die International Association of Art festgelegt. Die Unesco ruft an diesem Tag insbesondere zur Teilnahme an Debatten, Kulturveranstaltungen, Besichtigung von Ausstellungen und anderen Aktivitäten rund um die Kunst auf.

EXTRA-TIPP

Nachfragt bei Künstlerinnen und Künstlern aus der Region: Wie lebt es sich als freischaffender Künstler? Und was kann Kunst in der heutigen Zeit bewirken? Spielt das Thema Krieg in ihrem Werk heute eine größere Rolle? Außerdem eine Recherche: Wer sind die bestbezahltesten Künstlerinnen und Künstler aus der Region?

Internationaler Tag der Stimme

Beim World Voice Day, dem Internationalen Tag der Stimme, dreht sich alles um die menschliche Stimme. Mediziner und Logopäden laden jedes Jahr am 16. April zu Informationsveranstaltungen ein. Ziel ist es, das Bewusstsein dafür zu schärfen, welch große Bedeutung die Stimme für die Kommunikation hat.

EXTRA-TIPP

Ein Stimmcoach erklärt, wie man allein mit der Stimme andere Menschen für sich gewinnen kann (mit Audio-Beispielen auf der Homepage). Außerdem: Welcher Sänger, welche Sängerin hat die schönste Stimme der Region? Leser schicken Vorschläge ein. Und:„Da hat es mir die Stimme verschlagen“: Leserinnen und Leser erzählen, wie es wahr, als sie mal kein Wort rausbrachten.