Ein Fall für den Presserat

Eine Referentin des Deutschen Presserates stellt in jeder Ausgabe der drehscheibe einen aktuellen Fall aus der Rechtssprechung des Gremiums vor. Diese Fälle sind besonders relevant für Lokalredaktionen.

Ein Fall für den Presserat

Schleichwerbung

Der Leiter einer Krankenkasse übernimmt für einen Tag die Chefredaktion. Ein Leser wirft der Zeitung Schleichwerbung vor.

Ein Fall für den Presserat

Falscher Befund

Bei der Berichterstattung über das Millionen-Defizit eines Krankenhauses entsteht der Eindruck, der Chefarzt sei schuld an der Misere. Die Zeitung hätte gründlicher recherchieren müssen.

Ein Fall für den Presserat

Zu laut für den Amtsleiter

Im Streit um einen Jugendtreff darf eine Zeitung den Beschwerdeführer namentlich nennen. Denn dessen berufliche Funktion spielte in der Auseinandersetzung möglicherweise eine Rolle.

Ein Fall für den Presserat

Die Gesinnung beim Namen nennen

Eine Zeitung berichtet über den Austritt eines Kreistagsmitglieds aus der NPD und behauptet, die Partei sei ihm nicht radikal genug gewesen. Das ehemalige Mitglied beschwert sich über den Bericht.

Ein Fall für den Presserat

Über Selbstmord berichten

Drei Mädchen haben sich in einem Waldstück das Leben genommen. Die anschließende Berichterstattung gerät wegen genannter Details der Selbsttötung in die Kritik.

Ein Fall für den Presserat

Im Namen des Privaten

In einem Porträt veröffentlicht eine Zeitung den Namen der Tochter des Porträtierten und weitere private Informationen über sie. Die Frau beschwert sich und sieht den Datenschutz missachtet.

Ein Fall für den Presserat

Falsche Fakten kommentiert

Ein Kommentator rügt das Verhalten von Teilnehmern einer Demonstration gegen Rechtsextreme. Die zugrunde gelegten Tatsachen stellen sich anschließend als falsch heraus. Dieser sieht durch die Berichterstattung seine Persönlichkeitsrechte verletzt.

Ein Fall für den Presserat

Zum Trottel gemacht

Eine Zeitung berichtet Details über den Betroffenen in einem Betrugsfall.  Dieser sieht durch die Berichterstattung seine Persönlichkeitsrechte verletzt.

Ein Fall für den Presserat

Vorschnell mit der Meinung

Ein Kommentator stellt Mutmaßungen über Hintergründe und Täter eines Terroraktes an. Darin sieht ein Beschwerdeführer Stimmungsmache, die gegen den Pressekodex verstoße.

Ein Fall für den Presserat

Den Kleinen in den Mund gelegt

Auf einer Kinderseite wird über eine Polit-Affäre berichtet. Die im Text abgegebenen Bewertungen verstoßen gegen das Neutralitätsgebot in der Kinder-Berichterstattung

Ein Fall für den Presserat

Nicht zu entschuldigen

In einem Kommentar über einen Politiker wird nicht erwähnt, dass er seine Beleidigung der gegnerischen Fraktion bereits bedauert hatte.

Ein Fall für den Presserat

Bericht über einen Triebtäter

Ein Mann, der wegen sexueller Belästigung von Frauen bekannt ist, legt Beschwerde gegen die Berichterstattung über seinen neuen Job ein. Darin wurde auf seine früheren Taten verwiesen.

Ein Fall für den Presserat

Gefühlte Vorverurteilung

Eine Zeitung berichtet über Subventionsbetrug, ein ehemaliger Geschäftsführer sieht sich zu Unrecht an den Pranger gestellt und wendet sich an den Presserat.

Ein Fall für den Presserat

Falsch informiert

Ein Politiker moniert in einem Leserbrief Wahlwerbung in Amtsstuben und findet das Thema kurz darauf als Artikel im Blatt. Er beschwert sich beim Presserat.

Ein Fall für den Presserat

Wenn sich Werbung einschleicht

In einem Bericht über eine Telefonaktion erwähnt die Zeitung ein bestimmtes Produkt, ohne den Anbieter zu nennen. Ist das dennoch versteckte Reklame?

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Aufmüpfiger Politiker

Eine Zeitung recherchiert nach Kritik an der Berichterstattung durch ein Stadtratmitglied beim Arbeitgeber des Mannes. Gibt es dafür ein öffentliches Interesse?

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Online-Diskussion im Blatt

Eine Zeitung veröffentlicht ungeprüft anonyme Leser-Kommentare von der Internetseite in der Printausgabe. Ein Verstoß gegen die Sorgfaltspflicht?

Ein Fall für den Presserat

Geheime Post

Eine Zeitung reicht einen Leserbrief ohne Angaben zum Verfasser an Dritte weiter. Bricht sie damit das Redaktionsgeheimnis?